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18.01.17 14:10 Alter: 157 Tage
Kategorie: Top-News, Administratoren, Heim-Anwender, KMU, SOHO, Produkt-News, Internetdienste, Office Connectivity, Cloud Computing, Authentifizierung
Von: Arno Kral

Acronis True Image 2017: Backup mit Sicherheit und Signaturen

Die neue Generation der Acronis-Backup-Lösung verheißt Hilfe gegen Cyber-Bedrohungen mit Echtzeit-Schutz gegen Ransomware und erstmals mit einer elektronischen Zertifizierung und Signierung von Dokumenten und Dateien mit Blockchain-Technik.


Serguei Beloussov verweist stolz auf den Gold Self Protection Award für die Acronis Active Protection. (Bild: Arno Kral)

Serguei Beloussov verweist stolz auf den Gold Self Protection Award für die Acronis Active Protection. (Bild: Arno Kral)

Neue Produktmerkmale in Acronis True Image 2017 New Generation. (Bild: Arno Kral)

Neue Produktmerkmale in Acronis True Image 2017 New Generation. (Bild: Arno Kral)

Wirkweise des Acronis-Notars auf Block-Chain-Basis. (Bild: Arno Kral)

Wirkweise des Acronis-Notars auf Block-Chain-Basis. (Bild: Arno Kral)

Elektronische Signaturen werden im Backup mit gespeichert. (Bild: Arno Kral)

Elektronische Signaturen werden im Backup mit gespeichert. (Bild: Arno Kral)

Ohne Acronis-Software-Schutz konnte die Ramsomware "Derialock" Grebennikovs Rechner kapern. (Bild: Arno Kral)

Ohne Acronis-Software-Schutz konnte die Ramsomware "Derialock" Grebennikovs Rechner kapern. (Bild: Arno Kral)

München – Was bringt einen Speicher-Spezialisten dazu, seine Backup- und Recovery-Lösungen nun mit Sicherheits-Merkmalen auszustatten? Der Erfindungsreichtum der bösen Hacker. Sie gehen vornehmlich mit Ramsomware auf Rechner, deren Speicher und deren Backups los mit dem Ziel, deren Besitzer zu erpressen. Ransomware verschlüsselt Datenträger, egal ob lokal auf der Festplatte des Rechners, auf einem NAS oder in der Cloud, und gibt deren Usern erst dann wieder Zugriff, wenn sie ein "Schutzgeld" entrichtet haben – mithin aber auch gar nicht mehr. So liegt der Schaden für die Anwender weniger in den erpressten Geldbeträge (oft nur im zig-Euro-Bereich), sondern in der Zeit und Mühe, die mit der Wiederherstellung ihrer Daten verbunden ist. 

Das will die Firma Acronis mit der neuen Sftware-Suite Acronis True Image 2017 New Generation nachhaltig ändern. Sie hat dazu den ehemaligen Chefentwickler von Kaspersky Lab, Nikolay Grebennikov, abgeworben und die Software-Suite mit Acronis Active Protection, Acronis Notary und Acronis ASign ausgestattet: 

  • Acronis Active Protection soll mit heuristischen Methoden aktiv Ransomware-Attacken abwehren,
  • Acronis Notary will die Datenzertifizierung und -verifizierung auf Basis einer Block-Chain-Technologie á la Bitcoin bereit stellen und 
  • Acronis ASign  einen anwenderfreundlichen Dienst für elektronische Signaturen.

Derart angehübscht, ist Acronis True Image 2017 New Generation die erste Backup-Lösung im Markt, die mit aktiver Schutztechnik in Echtzeit Ransomware erkennen und davor schützen soll. Dabei stellt die Software automatisch alle Daten aus dem Backup wieder her und schützt Datensicherungen und Backup-Applikationen.

Zur Produktvorstellung war Serguei Beloussov, CEO und Co-Founder von Acronis, am 18. Januar 2017 nach München gereist. Dort erläuterte er Vertretern der Fachpresse, das Business-Modell seiner Firma: Sicherheits-Merkmale der von Großunternehmen eingesetzten Backup- und Storage-Produkte für Endverbraucher und Kleinunternehmen erschwinglich zu machen. Acronis verfügt in diesem Marktsegment bereits über einen breiten Erfahrungsschatz: Mehr als fünf Millionen Menschen würden weltweit bereits Acronis True Image einsetzen, denn "people insist on owning their data", so Beloussov. Wenn aber Menschen auf dem Besitz ihrer Daten bestünden, müsste Dritten der Zugriff darauf erschwert werden. Das beträfe insbesondere Cloud-basierte Speicherlösungen, egal, wie hartnäckig manche Unternehmen ihre Cloud-Speicher gegen staatlichen Begehrlichkeiten verteidige. "Even Apple can be easily penetrated by FBI people trained an installed inside Apple", erläuterte Beloussov. Abhilfe schaffe das von Acronis etablierte Sicherheitssystem, bestehend aus Cloud-Speichern in mehreren Ländern und die neuen Sicherheits-Features der Acronis-Backup- und Restore-Software.

Backup-Server betreibt Acronis in Ländern rund um den Globus:

  • Australien,
  • Deutschland, 
  • Frankreich,
  • Großbritannien, 
  • Japan, 
  • Russland,
  • Schweiz, 
  • Singapur und den  
  • USA. 

So könnten Firmen und Privatpersonen sicherstellen, dass ihre Backups den in ihren Staaten gültigen Rechtsverordnungen für die Speicherung von Daten genügten, so Beloussov. Er weist aber darauf in, dass es jedem anheim gestellt sei, solchen Regeln zu entsprechen: "It's up to you weather you follow your government". Mit ihren Cloud-Speichern bringe jedenfalls Acronis-Technik ein Enterprise-Feature in die Reichweite der Endverbraucher: Das Online Full Image Backup", so Beloussov. 

Backup für Facebook und iCloud
Backups ihrer Daten brauchten heute alle Anwender, die ein soziales Netzwerk nutzten. Habe etwas Facebook das Profil eines Anwenders gesperrt, könne es Monate dauern, um nach viel Streitigkeiten wieder darauf zugreifen zu können – wenn überhaupt. Abhilfe schaffe auch in diesem Fall die neue Acronis-Software, die in der Lage sei, ein Backup sämtlicher Profildaten eines Users zu ziehen und es wahlweise im Original-Profil oder in einem neuen Profil (sollte das alte noch gesperrt sein) zu restoren. Ferner erlaube die Acronis-Software es den Anwendern, alle gesicherten Dateien von einem Mobilgerät aus zu sichten. Mehr noch: Das Backup lasse sich gegen Zugriffe durch Dritte zusätzlich absichern, und zwar zeitgemäß mit dem Advanced Encryption Standard mit einer Schlüssellänge von 256 Bit (AES-256). Selbiges gelte sogar für Daten in Apples iCloud.

Doch die Verschlüsselung von Daten nutze dann nichts mehr, wenn Ransomware denjenigen Rechner infiziert hat, der eine Zugriffsberechtigung auf das Backup habe! Selbt da könne die neue Software helfen: Durch einen heuristischen Detektions-Mechanismus, der selbst Zero-Day-Attacken abwehren könne. Da betreibt Acronis offensichtlich ein eigenes Forensik-Team, denn Laut Beloussov stehe man in engem Kontakt zu Ransomware-Programmieren: "My team is intimately in contact with the underworld of ransomware writers", so Beloussov. Das Ergebnis sei die Acronis Active Protection, Bestandteil der neuen Software Suite. Die könne einen Ransomware-Angriff auf den Client entdecken und Maßnahmen einleiten. Das verkürze die Zeit für die Wiederherstellung von Daten, die sogenannte Restore Time  ganz erheblich.

Und wie will Acronis sicherstellen, dass die in einem Backup gespeicherten Dateien auch den die Originaldaten enthalten? Durch digitale Signaturen! Denn eine Verschlüsselung sei nur dann sicher, wenn auch die Schlüssel sicher verwahrt seien. Abhilfe schaffe ein System digitaler Signaturen. Dann lasse sich das Original oder Kopien des Originals eindeutig identifizieren. Block chain wird die dabei eingesetzte Technik genannt, vielen bekannt durch das im Darknet so beliebte Online-Bezahlsystem Bitcoin. Wie in jedem anderen andere Bezahlsystem muss auch Bitcoin unerlaubte Kopien von Wert-Tokens (Multispending) verhindern oder unerlaubte Kopien als solche erkennen (und aus dem Verkehr ziehen) können. Die Block-Chain-Technik stelle sicher, dass eine Datei unveränderlich bleibe, respektive, dass jede Änderung sofort zu erkennen sei. 

Acronis betreibt dazu einen elektronischen Notar-Dienst, mit dem Anwender ihre zu schützenden Dateien mit einer digitalen Signatur versehen lassen können. Die Acronis-Software könne dann jederzeit ermitteln, ob eine Datei (im Backup) verändert wurde, oder ob sie dem Original entspreche. Dazu müsse die Datei aber gar nicht als Ganzes auf einem Acronis-Server abgelegt sein, sondern lediglich deren Hash-Wert. Auch das beschleunige den Erkennens- und Wiederherstellungs-Prozess ganz erheblich, so Beloussov.

Schutz vor Fake News durch digitale Unterschrift(en)
Zusätzlich zur Zertifizierung von Daten mit Acronis Notary bietet Acronis eine weitere Methode zur Authentifizierung von Dateien an: ASign. "Users want to sign with hand", erklärt Beloussov. Also könne die Acronis-Software sogar Unterschriften zum Signieren von Dateien verwenden, die Anwender zu Papier gebracht und eingescannt oder direkt auf ihrem Touch-Device hinterlegt haben. Auch das Gegenzeichnen mit Unterschriften mehrerer Personen sei in ASign implementiert. Dabei arbeitet die Acronis-Lösung vollkommen unabhängig von DocuSign und dazu weitaus preiswerter. 

Es folgte ein Fake-News-Hinweis an Journalisten: Acronis Notary ließe sich dazu verwenden, von Journalisten geschriebene News-Dokumente zu signieren und vor Verfälschung (faking) schützen...

Produktvorführung in Echtzeit
Weil er seinen Flug verpasst hatte, war zur Vorführung der neuen Nikolay Grebennikov per Skype Features zur Pressekonferenz zugeschaltet worden.

Im ersten Teil seiner Demonstration zeigte er das Speichern und Wiederherstellen eines Facebook-Profils, das Fotos, Videos und die Timeline umfasste.  Unklar blieb, ob Facebook-Follower auch dann noch vorhanden sind, wenn der Restore-Prozess einen neuen Account erfolgte.  

Im zweiten Teil zeigte Grebennikov das Backup eines Mac-Clients in die Acronis Cloud. Er betonte, dass insbesondere Anwender aus Deutschland recht recht unwohl sei mit dem Backup in Apples iCloud. 

Der dritte Teil der Produktvorführung galt der File Notarization: Dazu brauche eine Datei lediglich unter der Acronis-Oberfläche (im Browser) für die "notarielle Beglaubigung" durch den Acronis-Dienst markiert zu werden. Sobald der Acronis-Notardienst diese Datei erfasst hat, generiert er automatisch ein PDF-Dokument, das sämtliche Veränderungen an der Datei dokumentiert. 

Im vierten Teil schließlich demonstrierte die Funktionsweise der Ransonware-Erkennung. Die Acronis-Software untersuche Kernel-Mode-Treiber des Betriebssytems sowie vorhandene Dokument-, Tabellenkalkulations- und PDF-Dateien auf Veränderungen. Ihre Erkenntnisse trage sie in einer Heuristik-Datenbank zusammen, die daraus eine White-List erzeuge. Jede Datei, die nicht in dieser Liste stehe, gelte als suspekt.

Zur Demo des Echtzeit-Schutzes ließ Grebennikov die Ransomware "Derialock" auf seinen Rechner los. Die Acronis-Software erkannte den Eindringling und verhinderte eine Infektion. Dann schaltete Grebennikov den Acronis-Ransomware-Schutz aus...

Preise und Verfügbarkeit
Acronis True Image 2017 New Generation ist eine Premium-Lizenz der Backup-Lösung Acronis True Image. Bestandskunden von Acronis True Image 2017 erhalten die neue Version als kostenfreies Upgrade. Neukunden können aus verschiedene Preismodelle wählen, zum Beispiel

  • Acronis True Image Premium Lizenz (1 Computer, 1 TByte Acronis Cloud Storage, 1 Jahr Laufzeit) 99,99 Euro
  • Acronis True Image Premium Lizenz (3 Computer, 1 TByte Acronis Cloud Storage, 1 Jahr Laufzeit) 149,99 Euro

 


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