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Step 1150 Bluetooth Headset

04. 07. 2005
Taras Sajuk
Tom's Networking Guide

Step 1150 Headset

Bluetooth für alle

Ein Bluetooth-Headset für Mobiltelefone ohne Bluetooth ? so lautet die Werbeaussage zum Step 1150. Wir haben dieses Wunder auf Tauglichkeit für Handy, Funksprech- und Internet-Telefonie geprüft.
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Bluetooth Headset für alle

Die Werbeaussage des in der Schweiz ansässigen Anbieters Key Technology machte uns neugierig: Ein Bluetooth Headset für Mobiltelefone ohne Bluetooth. Erst beim Auspacken der Testgeräte klärte sich dieses scheinbare Paradoxon auf: Ein Bluetooth-Audio-Headset-Adapter.

Das Step 1150 Bluetooth ist in zwei Konfigurationen erhältlich:

  • Die erste Variante enthält das Headset und das zugehörige Netzteil.
  • Die zweite Packungsvariante enthält zusätzlich noch einen BT-1 Bluetooth-Adapter und ein zugehöriges Ladekabel.

Der Bluetooth-Adapter wird mit einem 2-mm-Klinkenstecker für den Anschluss an das Handy geliefert. Schade nur, dass nur wenige Geräte (Handys, Funksprechgeräte, Walkie-Talkies) mit einer passenden 2-mm-Buchse für die Sprechgarnitur ausgerüstet sind. In allen anderen Fällen muss der Nutzer einen zusätzlichen Adapter für den Klinkenstecker beschaffen. Wir haben den Adapter an einen DECT-Telefon, dem Siemens Gigaset 3000 micro, erfolgreich getestet.

Der Step BT-1 Bluetooth-Adapter benötigt ein Mobiltelefon mit Sprechgarnituranschluß als 2 mm-Klinkenstecker. Ansonsten ist ein Adapter fällig.

Der Step BT-1 ließ sich einfach an den Step-Headset koppeln und versah sogar mit Bluetooth-Headsets anderer Hersteller seinen Dienst, soweit diese als Pairing-Code die "0000" vorweisen konnten. Beim Betrieb am Gigaset-Handgerät erwies sich die Stromspar-Strategie des BT-1 als problematisch:

  • Die Audio-Verbindung wurde teilweise für längere Zeit nach dem Auflegen noch aufrechterhalten. Daher ist die verfügbare Sprechzeit von rund vier Stunden nie voll auszuschöpfen.
  • Bei ankommenden Gesprächen dauert es bis zu einer Sekunde, bis die Verbindung zwischen Audio-Buchse und Bluetooth-Heasdet steht. In der Praxis war dieser Effekt aber nicht wirklich schwerwiegend.
  • Nun haben wir uns dem Step 1150 Headset zugewandt. Bereits beim Auspacken fällt das spartanische Zubehör auf: nur das Nötigste wie Netzteil und Installationsanleitung liegt bei. Auf willkommene Extras wie Tasche oder Autoladekabel muss der Käufer beim Step-Headset verzichten.

    Die inneren Werte

    Step Communications hat dem Headset einen reichlich dimensionierten Li-Ionen-Polymer-Akku spendiert, ohne das Gewicht in unangenehm in die Höhe zu treiben. So hängen gerade einmal 20 Gramm hinter dem Ohr des Trägers. Zusammen mit einer radikalen Energiesparpolitik ? in den Sprechpausen wird der gesamte Verstärkerteil abgeschaltet ? ergibt sich eine erstaunlich lange Betriebszeit. Der Akku des Step 1150 hält, wie von modernen Mobiltelefone gewohnt, mehrere Tage ohne Aufladung durch und ist in etwa zwei Stunden wieder voll aufgeladen. Die Sprechzeit von rund vier Stunden ist für ein Mobiltelefon-Headset vollkommen ausreichend.

    Weniger Gutes gibt es von der Tonqualität zu berichten: Sobald der Ausgangsverstärker aus seinem Energiesparschlaf erwacht, ist ein leises aber deutlich wahrnehmbares Zischen zu hören. Hier wäre eine bessere Abschirmung des NF-Verstärkers (Niederfrequenz) wünschenswert. Die Mikrofonqualität ist für ein Handy-Gespräch indes ausreichend. Aber: Wer das Step 1150 für Spracherkennung am PC nutzen will, sollte sich diese Idee sofort wieder aus dem Kopf schlagen ? für eine vernünftige Erkennungsquote reicht die Tonqualität einfach nicht aus.

    Der Vollständigkeit halber ist hier noch erwähnt: Das Step 1150 ist konform zum Bluetooth-Standard der Versionen 1.1 und 1.2, stellt die Profile Handset und Handsfree bereit und gehört seitens der Sendeleistung zur Klasse 2, kann also bis zu 10 Meter zwischen dem Headset und Empfangsstelle überbrücken.

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