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Heimnetz mit Lichtgeschwindigkeit

12. 01. 2007
Tom's Networking Guide

Test T-Com Speedport OptoLAN Pack

Vollkommen transparent

Mit einem schnürsenkeldünnen Kunststofflichtleiter und zwei kompakten Medienwandlern ersetzt die T-Com dicke Ethernet-Kabel ? ein System für jedermann.
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Heimnetz mit Licht

Als Speedport OptoLAN Rack bietet die deutsche Telekom zum Preis von rund 180 ? eine Fiberoptische Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit Fast-Eterhent-Tempo an.

Seit Jahren schon forscht und recherchiert die Industrie an Heimvernetzungssystemen, mit denen Internet- und IPTV-Anbieter in Privathaushalten zu soliden, unterbrechungsfreien und stabilen Netzwerkverbindung kommen können. Längst schon sind Kupferkabel (Cat.5, Cat.5e, Cat.6) aus dem Rennen ? zu dick, zu sperrig, zu anfällig, und auch WLAN hat wegen äußerst schwankender Verbindungsqualität und allzu vollmundig abgegebener aber unhaltbarer Performance-Versprechen bei den großen IPTV-Markttreibern seine Chancen verspielt. Was bleibt, ist die Vernetzung über die Stromleitungen ? Stichworte PLC, Homeplug, Homebone ? und das modernste Übertragungsmedium im Ethernet-Zoo ? der Plastiklichtleiter, genannt auch Plastic Optical Fibre oder Polymeroptische Faser (POF).

Während sich WLAN- und PLC-vernetzte Endgeräte zum Datenaustausch das Übertragungsmedium (Luft, Stromleitung) teilen müssen (shared Medium), haben über POF oder Kupferkabel vernetzte Geräte das Übertragungsmedium für sich allein. Mit PLC und WLAN lassen sich also mehr als zwei Geräte vernetzen, POF und Cat.x-Kabel Punkt-zu-Punkt-Verbindungen darstellen.

Nachdem Infineon auf der Systems 2006 erstmals mit einem Serienprodukt aufwarten konnte, das Siemens unter dem Namen "Gigaset Optical LAN Adapter Duo" als Komplettpaket mit zwei Medienwandlern und Übertragungsmedium liefert, präsentiert die Deutsche Telekom online und in ausgewählten T-Punkten unter der Produktbezeichnung "Speedport OptoLAN Pack" ebenfalls optische Infineon-Technik.

Das T-Com-Optopack besteht aus zwei elektrisch-optischen Medienwandlern mit je einem Steckernetzteil zur Versorgung mit 3.3 Volt aus dem Stromnetz, einem bifilaren, also doppeladrigen Plastiklichtleiter (POF) in T-Com-Grau, einem Schneidewerkzeug für die POF-Doppelfaser, zwei Ethernet-Kabeln von jeweils 1,80 Metern Länge und einer gedruckten Bedienungsanleitung.

Als Plastiklichtleiter setzte die T-Com auf eine Stufen-Index-Faser mit knapp einem Millimetern Durchmesser (980 µm) und einem lediglich einen halben Millimeter starken Mantel (Jacketing) aus PVC. Das ergibt ein recht flexibles Käbelchen von 1,5 x 3 Millimetern, schlank genug, um es etwa unter einem Teppich(boden), einer Tapete oder hinter einer Sockelleiste verlegen zu können.

In den POF-Ethernet-Bridges wandeln fotooptische Transceiver (FOT) von Infineon Regensburg die Wandlung elektrischer in optische Signale und retour. Die mechanische Kopplung der POF-Doppelader an die FOTs aus der Infineon-Baureihe SPFEIM100_G übernehmen patentierte Schiebeklemmen von Ratioplast Optoelectronics.

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