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Firstlook ASUS VW223B

27. 10. 2008
Arno Kral, Nina Eichinger
Tom's Networking Guide

Firstlook Asus VW223B

Bild am Bus

USB statt VGA - mit DisplayLink-Technik ausgestattet, kann nun auch der Asus-Monitor VW223B via USB mit Bildern gefüttert werden.
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Asus VW223B - LC-Display mit USB

Nach Samsung und LG hat nun auch Asus ein LCD-Monitor-Modell mit integriertem DisplayLink-Decoder im Programm. Bei Asus heißt diese Connectivity-Lösung "EzLink". Dieser Chip entpackt die via USB angelieferten Videodaten, die rechnerseitig vom DisplayLink-Treiber verlustfrei komprimiert wurden.

Der Widescreen-Monitor im Format 22-Zoll-WSXGA+ bietet eine Auflösung von 1.680 x 1.050 Bildpunkten und eine Reaktionszeit von 5 Millisekunden. Das führt zu einer angenehmen Bildwiedergabe, ganz ohne Schlieren oder Nachziehen. Asus adressiert mit dem VW223B anspruchsvolle Business- und SoHo-Anwender, die gleichzeitig verschiedenen Ansichten auf je einem eigenen Display betrachten möchte. Ob für Bankangestellte, Führungskräfte, Blogger, Broker oder alle die viele Informationen im Blick behalten möchten - mit dem Asus VW223B lassen sich bis zu sechs Bildschirme gleichzeitig steuern. Das geht auch per USB-Kabel von EzLink-Monitor zu EzLink-Monitor.

Der 22-Zoll-Widescreen-LCD-Monitor VW223B von Asus läßt sich per VGA und USB 2 mit Bilddaten beschicken. (© Asus)

Allerdings sollte der Rechner ein paar kräftige Muskeln mitbringen, denn die Kompressionsarbeit muss die CPU des Rechners übernehmen, der den USB steuert. In der Regel haben aber moderne Mehrkern-Computer genügend Rechenleistung übrig, um die Grafikausgabe USB-gerecht zu verpacken.

Was die Rechenlast anbelangt, sinnen Intel und DisplayLink seit dem Sommer 2008 nach Abhilfe: Vom Intel Developer Forum wurde bekannt, dass künftig die ohnehin vorhandenen Funktionen von Onbord-Grafikkarten ebenfalls zum USB-gerechten Kompression der Grafikausgabe genutzt werden soll. Das soll die teilweise noch merklichen Verzögerungen der Bildwiedergabe gegenüber "echten" Grafikkarten deutlich verringern.

Und sobald Intel den USB 3.0 so weit hat, der im Sommer 2008 ebenfalls auf dem IDF in San Francisco vorgestellt worden war, dürfte die Limitation auf sechs EzLink- respektive DisplayLink-Monitore ebenfalls der Vergangenheit angehören: Statt der 480 MBit/s des Enhanced Host Controller Interface (EHCI) beim USB 2.0 soll die Version 3 des Universal Serial Bus mehr als das Zehnfache betragen und damit in den Geschwindigkeitsbereich einer PCIe-2-Lane und jenseits von Firewire S3200 vorstoßen: rund 5 GBit/s - bei voller Abwärtskompatibilität - genauere Angaben sind von Intel (noch) nicht zu bekommen. Allerdings werden für die hohen Geschwindigkeiten Glasfasern als Transportmedium erforderlich sein. Beim USB-3-Kabel sollen die optischen Anschlüsse im Stecker, der mechanisch USB-2-kompatibel ist, integriert werden, denn Buchsen und Stecker müssen wegen der Abwärtskompatibilitätsanforderungen diese elektrischen Kontakte aufweisen, so dass Verbindungen zu älteren Geräten realisiert werden können.

Geringere Latenzzeit, höhere Datenübertragungsraten - das alles klingt gut und zukunftsweisend, aber sagt nicht über die aktuellen Probleme der USB-Ansteuerung eines Monitors aus. Denn da blühen dem geneigten Anwender ein paar unangenehme Überraschungen: Jedes Mal, wenn ein per USB angeschlossener EzLink-Monitor ein- oder ausgeschaltet wird, muss Windows (Vista Ultimate) die komplette Grafikausgabe neu initialisieren. Das kann dauern, insbesondere, wenn der Rechner - in diesem Fall ein Scaleo P von Fujitsu Siemens mit 2 GByte RAM - bereits eine echte Dual-Grafikkarte ausgestattet ist. Läuft gar MediaCenter auf einem USB-Monitor, etwa mit einer laufenden TV-Übertragung, kommt der Rechner aus dem Swappen minutenlang nicht mehr heraus.

Ist der EzLink-Monitor - oder dessen mehrere - bereits beim Rechnerstart im Betrieb, kann es vorkommen, dass Windows beim Starten das primäre Display nicht mehr findet und dann weder einen Login-Dialog noch den Windows Explorer anzeigen kann - dann hilft nur noch ein kalter Neustart des Rechners mit ausgeschaltetem VW223B.

Interessanter aber praktischer Nebenaspekt: Der VW223 versorgt seinen integrierten 3-Port-USB-Hub selbst dann, wenn er ausgeschaltet ist.

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