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Das Ende des Internet - Klub der toten Standards

05. 12. 2008
Arno Kral, Nina Eichinger
Tom's Networking Guide

Kann WLAN-N das Kabel-Netzwerk ersetzen

Das Ende des Ethernets ? Klub der toten Standards

Im Herbst 2008 hatte Aruba-Mann Roger Hockaday die These vom Ende des Ethernets verbreitet. Lancom-Geschäftsführer Ralf Koenzen hält dagegen.
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Das Ende des Ethernets

Im Herbst 2008 hatte Roger Hockaday die These vom Ende des Ethernets verbreitet. Er ist Geschäftsführer Europa der Firma Aruba Networks, die sich auf drahtlose Firmennetzwerke spezialisiert hat und den technisch Ansatz des WLAN-Switching verfolgt. Die "Networking and Telecommunications Market Research Dell Oro Group", Marktforscher US-amerikanischer Provenienz, hatte ermittelt, dass Aruba Marktanteil bei 802.11n-Access-Points für Unternehmen im Umsatz 27 Prozent hatte und bei den ausgelieferten Einheiten 25 Prozent.

Laut Aruba waren erst vor im Herbst 2007 die ersten für den Unternehmenseinsatz konzipierten WLAN-N-Lösungen verfügbar geworden. Heute, ein Jahr später, sei absehbar, dass 11n zu den neuen Technologien zählt, die schnell ihre Akzeptanz im professionellen Umfeld finden. Obwohl das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) den neuen WLAN-Standard 802.11n noch gar nicht ratifiziert hat ? er steckt seit Monaten immer noch im zweiten Entwurfsstadium fest, meint Aruba, dass Unternehmen durch den Einsatz dieses Übertragungsstandards ein besseres, weil schnelleres WLAN für ihre Mitarbeiter bereitstellen und sich so Wettbewerbsvorteile sichern wollen.

Roger Hockaday , Geschäftsführer Europa der Firma Aruba Networks. (Bild: Aruba)

Die Marktanalysten kommentiert Roger Hockaday wie folgt:

"Unternehmen hinken bei der Akzeptanz von 802.11n nur deshalb etwas hinterher, weil die Geschwindigkeit des Hardwareaustauschs von Laptops geringer ist als bei den Studenten. Viele Unternehmen nutzen das WLAN, teilweise schon seit Jahren. Diese Unternehmen werden bald die Vorteile von 802.11n erkennen - spätestens beim Bezug neuer Gebäude oder beim regelmäßig stattfindenden Austausch der IT-Hardware.

Im Vergleich zu kabelgebundenen Netzwerken bietet 802.11n die gleiche Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit, ist dabei sicherer und kostengünstiger. Noch wichtiger ist aber die Tatsache, dass die drahtlose Verbindungstechnologie im Vergleich zum kabelgebundenen Netzwerk die Effizienz der Mitarbeiter deutlich steigert und es erlaubt, deutlich mehr unterschiedliche Endgeräte wie etwa das iPhone im Netz zu nutzen, die schlichtweg keine kabelgebundene Anschlussmöglichkeit bieten."

Den Trend hin zu 802.11n bestätigen die maßgeblichen Marktauguren Burton Group, Dell?Oro und Gartner. Sie sind sich einig, dass die Installationsbasis von Geräten mit 802.11n-Technik so rasch wächst, dass sie den Markt für drahtlose Netzwerklösungen innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre dominieren wird. Bis zum Jahre 2013, so die Analysten, werde 802.11n den Ethernet-Standard als dominante Verbindungsmethode bei Netzwerken abgelöst haben.

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