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Kommentar zum Glühlampenverbot der EU

Über Energiesparlampen zu LED und OLED

Fazit für die Auswahl einer Energiesparlampe

Das Verhältnis Lumen zu Watt ist ein Maß dafür, wie effektiv eine Lampe den verbrauchten Strom in Helligkeit umsetzt (Efficacy), negativ ausgedrückt eine Aussage zum Heizwert der Lampe.

Die Lebensdauer ist ein Hinweis darauf, ob allein der Anschaffungspreis bereits den Ersatz einer Glühlampe rechtfertigt. Wenn demnächst eine hochwertige, stromsparende LED-Lampe 30 ? kosten wird, dann ist ihr Anschaffungspreis genauso hoch, wie für 30 herkömmliche Glühlampen. Die erhebliche Stromersparnis kommt dann nicht nur der Umwelt zugute, sondern entlastet auch noch massiv den Geldbeutel des Anwenders.

Unter diesem Blickwinkel betrügen sich die Sparlampen-Verweigerer eigentlich selbst (siehe: Stephan Handel: "Ausgebrannt ? Von 1. September an wird auch die 60-Watt-Glühbirne verbannt ? doch einige Münchner Händler horten Vorräte." Süddt. Ztg. Nr. 200, S.R2 (31.08.2011)). Wenn sich ein Kunde nach dem 1. September 2011 mit den gehorteten Glühlampen des Münchner Elektrohändlers Nahr bedient, dann wird er so richtig genarrt, wie eine einfache Vergleichsrechnung zeigt:

30 inzwischen verbotene Glühlampen kosten bei Nahr dann um die 90 ?. Sie besitzen die gleiche Lebensdauer wie eine einzige moderne LED-Lampe, welche im Prinzip vergleichbare Lichteigenschaften hat (warmweiß, quasi kontinuierliches Spektrum, zündet ohne Verzögerung, hat praktisch keine schädliche Strahlung); diese LED-Lampe kostet bereits heute weit weniger als 90 ? und verbraucht zudem bei gleicher Lumen-Leistung etwa 80 Prozent weniger Strom. Ist man dann nicht ein "Narr", wenn man sich bei Nahr bedient? Unbelehrbaren Ignoranten von Fakten kann man offenbar sehr leicht das Geld aus der Tasche ziehen. Wie einschlägige Internetseiten zeigen, freuen sie sich noch über ihre Schlauheit und empfehlen sogar, die verbotenen Lampen in Zukunft nicht als Lichterzeuger aus dem Ausland zu kaufen, was ja verboten wäre, sondern legal als Heizstrahler einzuführen (http://www.engon.de/elampen Licht in das Dunkel ? Krank durch Energiesparlampen). Solche Absurditäten machen klar, warum manchmal staatliche Gesetze unerlässlich sind, um Uneinsichtige davon abhalten zu können, weiterhin ihren ökologischen Nonsens zu verbreiten und dadurch letztendlich dem Allgemeinwohl zu schaden.

Leserkommentar

Led, 29-01-13 13:36:
Ich bin begeistert von den vielen Einsatzmöglichkeiten von LED-Lampen, vor allen für die indirekte Beleuchtung und Farbwechsel. Nach und nach werde ich in meinem Haushalt alle herkömmlichen Lampen mit LED Lampen ersetzen.
Energiesparen mit Led Treiber gibts ja doch!
Ronald, 27-04-12 23:29:
Man sollte die 40 und 25 W Glühlampe lassen und matte Glüh- und Halogenlampen wieder erlauben. Wer Quecksilberlampen verkauft, sollte sie auch zurücknehmen müssen und für ihren schonenden Transport zum Entsorgen sorgen müssen.
Wenn die Bundesregierung und die EU wirklich was für den Klimaschutz tun wollen, sollten Sie die Dienstwagenregelung auf 133 PS begrenzen und den Verkauf von Neuwagen mit hohem Verbrauch verbieten.
Led Lampen, 13-03-12 13:33:
Die Einsatzmöglichkeiten moderner Energiesparlampen und LED-Lampen, vor allen für indirekte Beleuchtung, sind enorm.
Man kann damit nicht nur Energie sparen, sondern Räume emotional und indivuduell beleuchten. Ich habe vor nach und nach alle herkömmlichen Birnen mit LED Lampen zu ersetzen.
Gert, 24-02-12 22:27:
Hallo Johannes,
teilweise sind Deine Vorschläge sinnvoll; nur widersprechen sie den Erfahrungen, die man vor knapp 30 Jahren bei der Einführung der herkömmlichen Energiesparlampen (z.B. DULUX) gemacht hatte. Mit den damals vorgeschlagenen G24 Steckfassungen ist Osram über mehrere Jahre baden gegangen. Erst über die Anwendung der eingeführten Fassungen haben diese energiesparlampen Fuss fassen können. Inzwischen sind sie vielen Anwendern suspekt und es ist unverständlich, warum EU und Bundesregierung hierzu keine Klarstellung anbieten und eindeutig der zu bevorzugenden LED-Technologie schadet. Es ist schon kurios, dass EU und Bundesregierung die herkömmlichen Energiesparlampen empfehlen, aber gleichzeitig ihren Ersatz durch LLED Röhren mit KfW-Mitteln fördern, da LED-Röhren als Ersatztechnologie sowohl massive Energieeinsparungen ermöglichen und zugleich keinen Sondermüll produzieren. Dies habe ich im Beitrag Es werde LED genauer ausgeführt. Unter seriösen Geschäftsleuten würde man dies als Irreführung der Verbraucher bezeichnen.
Deine Empfehlung zu den Halogen-Glühlampen kommtleider sehr spät; denn sie sind schon viele Jahre auf dem Markt verfügbar. Nur heute sind sie sowohl von der Lebensdauer wie auch von der tatsächlichen Energieersparnis angesichts des ständig wachsenden LED-Angebots nicht mehr diskutabel und ihre Abschaffung dürfte vorprogrammiert sein.
auch Deine Aussagen zu den Spektren sind völlig falsch. Alle herkömmlichen energiesparlampen auf der Leuchtstoffröhrenbasis besitzen Linienspektren, die mehr oder weniger von kontinuierlichen Spektralbereichen unterlegt sind. Keine LED-Lampe weist ein Linienspektrum auf, sondern ihre Spektren entsprechen sehr genau dem Tageslichtspektrum. Dass bestimmte LED-Produkte aus RGB, also rot grün und blau zusammengesetzt weiß ergeben, bedeutet nicht dass rote, grüne und blaue Spektrallinien zu sehen sind, sondern nur kontinuierliche Spektralbereiche. Heute wird weiß bei LED-Lampen aus den beiden Komplementärfarben Blau und Gelb zusammengestzt, welche auch keinerlei Linienspektren aufweisen. Bevor man solche falsche Behauptungen aufstellt, sollte man einmal mit einem einfachen Handspektroskop die Verhältnisse genauer überprüfen, wie ich dies getan habe. Ich hoffe, dass ich Deine Bedenken ein wenig entkräften konnte.
Johannes, 23-12-11 05:38:
In meinen Augen ist es die falsche Herangehensweise LED-Lampen in E27 oder E14-Fassungen zu zwingen.
LEDs bieten und fordern völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten und dem sollte auch mit geeigneten Lampen gerecht werden.

Wenn die neu gekaufte Lampe gleich mit LEDs und der notwendigen Schaltung bestückt ist, wären diese bei größerer Stückzahl auch nicht viel teurer als Konventionelle.
Die veralteten Fassungssysteme könnte man sich Ersatzlos sparen, da LEDs, bei richtiger Ansteuerung, nahezu unendliche Lebensdauer bieten.
Allerdings bieten LED Lampen, kein kontinuierliches Spektrum, dies muss durch den zusätzlichen Einsatz von roten, orangen und grünen LEDs kompensiert werden.

Für alte Lampen mit E27 Sockel gibt es ja endlich überall Halogen-Glühbirnen. Diese bieten ohne Aufwand sofort, bei allem bisherigen Komfort 30% Energieeinsparung. Genau das richtige für alle denen LEDs zu teuer und Leuchtstoff-Energiesparlampen zu gefährlich und kalt sind.
Diese hätte es schon seit 10 Jahren überall zu kaufen geben sollen!
Ludwig, 23-12-11 05:38:
So lange Flugbenzin steuerfrei, Flughäfen und Startbahnen steuersubventioniert erweitert gebaut werden, Formel 1 und Konsorten Energieverschleudernd nach Brot uns Spiele-Mentalität um den Kreis rasen, solange kann ein EU- Glühlampenverbot nur als Lobbypolitik für Hersteller von überzogenen 45-Euro-LED-Lampen (St. Warentest!) mit gerade mal der Leuchtkraft einer 60W-Glühbirne verstanden werden. Oft werden so gleich fürs gleiche Licht zwei neue Lampen samt Fassung benötigt - ein super Geschäft für die Hersteller. Da in viele Keller-/Speicher-/Garagen-Schiffsleuchten keine Energiesparlampe passt wird sich der dann nötige Aufwand einschließlich Anfahrt des Elekrikers möglicherweise in 200 bis 300 Jahren rasch energietechnisch amortisiert haben. Wenn beim Bruch im warmen Wohnzimmer die Quecksilberwolke großszügig hinausgelüftet werden muss, relativiert sich dort die Energieeinsparung vermutlich schnell ins Gegenteil. Da wegen der ünübersehbaren Zahl von Formaten, Fassungen und Lichtfarben keine Voratshaltung mehr mögich ist, wird die Extrafahrt zum Fachhändler den Vorteil an Stromeinsparung eben an der Zapfsäule gegengerechnet. Klasse.
Nichts gegen echtes Energiesparen, aber bitte nicht so!
Ludwig
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