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LED-Lampen - ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Es werde LED

Mut zum LED-Einsatz

Bei leistungsfähigen Taschenlampen und anderen mobil einsetzbaren Leuchten werden inzwischen fast nur noch LED-Lampen angeboten, weil die Kunden gemerkt haben, dass in solchen Taschenlampen die Batterien viel länger vorhalten; hier erfährt man hautnah, dass der Verbrauch von ,,gespeichertem Strom?? Geld kostet. Diese Sensibilität fehlt meist, wenn der Strom einfach der Stromleitung entnommen wird, obwohl dies inzwischen für Großelektrogeräte, wie Kühlschrank, Spül- und Waschmaschine u.a. für die Kaufentscheidung eine Rolle spielt und von den Herstellern mit dem Energie-Effizienz-Label gekennzeichnet werden muss, wie es nun auch auf der oben erwähnten LED-Lampe zu finden ist. Inzwischen ist bei umweltbewussten Kunden die potenzielle Energieersparnis des Gerätes wichtiger als der Anschaffungspreis. Dieses Umdenken wurde letztendlich über ein besser entwickeltes Ökologiebewusstsein in der Bevölkerung gefördert.

Dass momentan immer noch der alternative Einsatz der herkömmlichen Energiesparlampen auf Leuchtstoffröhrenbasis von offiziellen Umweltbehörden gefördert und empfohlen wird zeigt, dass bei den EU- und Bundesbehörden die potenziellen Gefährdungen durch diese eigentlich überholte Lampengeneration noch nicht genau genug reflektiert worden sind. Ob daran massiver Druck der Lobby Schuld hat oder nur die fehlende Kompetenz der Fachberater in den zuständigen Bundesbehörden, soll hier nicht näher thematisiert werden. Wer einigermaßen Einblick in die Entwicklung der LED-Technologie hat, hätte eigentlich längst erkennen sollen, dass die offiziellen Empfehlungen der herkömmlichen Energiesparlampen ohne genaue Hinweise auf die Nachteile eigentlich eine Täuschung der uninformierten Bevölkerung darstellen. Insofern sollten besser informierte Fachleute in die Bresche springen und für eindeutige Klarstellungen sorgen, was der Autor bereits seit zwei Jahren zu erreichen versucht.

Es sei hervorgehoben, dass die oben genannte Firma DEL-KO mit ihren Bioledex-Produkten als Hersteller ganz eindeutig Stellung für LED und gegen die herkömmlichen Energiesparlampen auf Leuchtstoffröhrenbasis bezogen hat (http://www.bioledex.de). Ausgehend von dieser eindeutigen Stellungnahme hat DEL-KO eine Produktpalette entwickelt, die inzwischen den Einsatz von LED-Lampen in den meisten gängigen Leuchten ermöglicht. Dieses klare Bekenntnis eines Herstellers zeigt nach Ansicht des Autors deutlich, dass eine ähnlich eindeutige Empfehlung der Bundesregierung sicher sehr stark die Entwicklung von LED-Ersatzprodukten beflügelt hätte, da die Mischhersteller, die momentan sowohl Leuchtstoff-Röhrenprodukte wie LED-Lampen anbieten, sehr schnell gemerkt hätten, dass es nicht sinnvoll ist, das Auslaufmodell herkömmliche Energiesparlampen noch weiter zu entwickeln, wo doch von vorneherein klar war, dass man deren eindeutige Nachteile grundsätzlich nicht beseitigen kann und dass die bessere LED-Technologie inzwischen bereit steht. So sind die Entwicklungsgelder in mindestens zwei Kanäle geflossen, anstatt die beste Technologie intensiver zu fördern.

Es ist zwar ökonomisch nachvollziehbar, dass die Lobbyvertreter möglichst lange ihre eingeführten Produktions-Straßen gewinnbringend laufen lassen möchten und nur zögerlich auf die eindeutig besseren Produkte umsteigen werden, da sie sehr wohl wissen, dass sie sich selbst den Ast absägen, den sie jahrzehntelang gepflegt und auf dem sie bisher ihre Gewinne geerntet hatten. Leider gibt es auch immer wieder Fälle, wo marktbeherrschende Firmen entweder zukunftsträchtige Patente aufkaufen bzw. ignorieren und dadurch blockieren, bis deren Schutzfristen abgelaufen sind, nur um weiterhin mit ihren bereits überholten Produkten Gewinne einzufahren. Dies ist übelstes Mobbing der unerfahrenen und gutgläubigen Erfinder, die in der Regel als Einzelpersonen wirtschaftlich gar nicht in der Lage sind, ihr patentiertes Verfahren marktreif zu machen.

Im Folgenden soll an zwei weit verbreiteten Lampenarten aufgezeigt werden, warum sich bereits heute schon der Mut zu LED lohnt, sowohl für den Privatkäufer, wie auch für einen Industriebetrieb. Die Berechnungsbeispiele basieren auf Energiepreisen für Normalverbraucher. Unter ökologischen Gesichtspunkten ist schließlich nicht zu vermitteln, dass auf Dauer große Energieverschwender noch durch niedrigere Strompreise belohnt werden. Staatliche Behörden hätten dadurch auch bessere Argumente in der Hand, wie man uneinsichtige Umwelt-Verschmutzer zwingen kann endlich umzudenken. Es folgen nun die beiden Beispiele.

Birnenförmige LED-Lampe mit der Fassung E27. Zwischen Fassung und Kunststoffbulbus befindet sich der Kühlkörper, der entweder aus Aluminiumguss gefertigt wird oder neuerdings aus spezifischem Keramikmaterial. Unter der Lampe sind alle wichtigen Angaben aufgeführt. Links beginnend: Im Haus verwenden; E27 Fassung; 230 V Wechselstrom; 10 W Leistungsaufnahme; Abstrahlwinkel 200°; Helligkeit 750 lm; Lichtfarbe Warmweiss; Lichttemperatur 3.000 K; Lampenabmessungen; entspricht 75 W Glühlampe; nicht dimmbar. Die nächsten drei Symbole besagen, dass der Hersteller die EU-Vorschriften zur Sicherheit und Gefährdungsvermeidung (z.B. RoHS: Restriction of certain Hazardous Substances) eingehalten hat. Die restlichen Symbole sind allgemeinverständlich.

Leserkommentar

Hans-Jürgen, 29-08-14 13:21:
Dieser Artikel ist ebenfalls Lobbyismus, denn es fehlen zwei relevante Angaben: Farbwiedergabequalität und Lichtmenge bezogen auf die Leistung (lumen/Watt).

Eine herkömmliche Leuchtstoffröhre in Langform (18/36/58 W, als Beispiele) hat in den energieeffizienten Lichtfarben mit den Nummern 8xx eine Energieausbeute von über 100 lumen pro Watt, woran die LED-Technik erst noch kratzt

Anders sieht es bei Kompaktleuchtstofflampen aus - die Dinger für E27 und E14. Hier ist die Effizienz deutlich schlechter, nur etwa die Hälfte (ca. 50 lumen pro Watt).

Dazu kommt die Farbwiedergabequalität. Fast alle modernen Lampentechniken sind verrufen wegen "schlechter Farben", aber niemand erklärt es der Allgemeinheit. Es kommt nicht alleine auf die "Gelbheit" des Lichts an, wie es die Hersteller mittlerweile übertreiben mit den LIchtfarben 827 und 825. Es kommt darauf an, daß viele verschieden Spektralanteile drin sind, möglichst stetig! Tageslicht hat eine Farbwiedergabe von 100 % (Ra=100) und eine wechselnde Farbtemperatur von etwa 5000 (weiß) bis 12000 K (extremes Blau bei wolkigem Himmel / indirektem Licht).

Hochwertige, farboptimierte Leuchtstofflampen, erkennbar an den Farbnummern 9xx, erreichen zwischen 90 und 100 % Farbqualität - die 9 steht für >= 90 Prozent.

Energieoptimierte Lampen erreichen 80-90 % und dind erkennbar an den Nummern 8xx.

Die LED-Technik erreicht in üblichen Produkten MAXIMAL zwischen 80 und 89 Prozent, viele am Markt befindliche Produkte liegen weit darunter.

Dann noch die Lichtfarbei: bei Leuchtstofflampen sind das die beiden hinteren Ziffern der dreistelligen Nummer. Die stehen für die ersten beiden Zahlen der Farbtemperatur in Kelvin.

Damit ergibt sich z.B.

840 - energieoptimiert, "neutralweiß" (zwischen Glüh- und Tageslicht)

940 - farboptimiert, neutralweiß (4000 K)

950 - farboptimiert, mittleres Tageslichtweiß (5000 K)

960/965 - farboptimiert, gleißendes Tageslichtweiß (6000-6500 K)

930 farboptimiert, warmweiß (3000 K, wie Halogenlicht etwa)

usw.
Jedermann, 16-01-14 09:43:
Wichtiger Artikel. Nur hängt die ganze Kosten-/Energie-effizienzrechnung davon ab, wie lange die LEDs wirklich leben. Die Elektroniik geht i.d.R. schneller kaputt wie die Leuchtdioden. Und nicht immer sind die LEDs gleich hell trotz gleicher Angaben, wie eine Glühbirne. Auch EMV-technisch strahlen LEDs eine Überdosis aus. All die Fehler wurden schon mit der Energiesparlampe gemacht. Der Kunde glaubte, zahlte nd die Umwelt verlor. In den ersten Jahren wird das wohl mit den LEDs nicht anders sein.
Gert, 26-06-13 16:30:
Hallo niemand,
Ihre Bedenken sind nur dann berechtigt, wenn man Billigartikel irgendwo kauft. Als LED-Berater gehe ich sehr individuell auf die Ansprüche meiner Kunden ein und kann bisher bestätigen, dass die Preise für LED-Lampen eher gesunken sind. Man muss berücksichtigen, dass bei vollständiger Umrüstung ein Kunde sehr lange keinen Neubedarf hat. Dies ist Realität, aber mir geht es darum, dass wir möglichst alle sehr viel Strom einsparen, um bei der inzwischen teurer werdenden Beleuchtungsrechnung massiv sparen zu können. Mit diesem Ziel bin ich eingestiegen und möchte Kunden zu überzeugten Umweltschützern machen. Gert Latzel
niemand, 04-04-13 12:59:
Der artikel ist gut und schön. Was die LED aber erst noch beweisen muss, ist ob diese wirklich 30K bzw. 50K stunden halten.
Selbst wenn diese nur 2200h halten (2h/Tag*3Jahre), dann ist die garantie um und es muss ein (recht teurer) kostenpflichtiger Ersatz her. Da ist dann nicht mehr viel erspartes vorhanden, eher im gegenteil.
Hartmut, 15-01-12 17:09:
Ein sehr interessanter Artikel, der auch meine bisherige Meinung voll bestätigt. Leider sind die Verkäufer in den Baumärkten z.Teil noch nicht auf diesem Informationsstand und man sieht vielfach noch Personen, die herkömmliche Glühlampen in größeren Mengen als Reserve kaufen.
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