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LED-Lampen - ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Es werde LED

Ein Ausblick

Es ist anzunehmen, dass es in den nächsten Jahren zu ständigen Verbesserungen der LED-Lampen kommen wird. Dabei wird sicher auch auf spezifische Vorbehalte in der Bevölkerung Rücksicht genommen. Sah man beispielsweise bei den ersten Röhren noch die einzelnen leuchtenden Halbleiterchips deutlich, so verwendete man bald Milchglasumhüllungen, was aber gewisse Helligkeitseinbußen zur Folge hatte. Inzwischen hat man über längs geriffeltes Kunststoff-Glas einen besonders ansprechenden Aspekt erzielt, der sicher gut ankommen könnte. Der auch hier notwendige Kühlkörper liegt auf der der Leuchte zugewandten Seite, wo normalerweise bei einfachen Leuchten ohne Reflektor sowieso kein Licht benötigt wird.

Die Energieersparnis der LED-Röhren ist zum Teil auf den Wegfall der Startereinheit zurückzuführen; gleichzeitig fallen dadurch auch das lästige Flackern und das Brummen beim Zünden der Röhren weg, was sicher gerade von sensibleren Personen als sehr störend empfunden worden war. Außerdem sind die kaputten LED-Röhren kein belastender Sondermüll, wie es die herkömmlichen Leuchtstoffröhren wegen ihres Quecksilbergehaltes waren. Quecksilberdampf im Inneren der Röhren war eng mit der Funktionsweise der herkömmlichen Leuchtstoffröhren verbunden.

Neues Erscheinungsbild einer LED-Röhre. Die Längsriffelung der durchsichtigen Umhüllung erzeugt aus den einzelnen leuchtenden Chips eine attraktive Querbänderung, ohne viel Helligkeit zu schlucken.

Die Halbleiter-Leuchtdioden senden keine UV-Strahlung aus. Damit erfüllen diese LED-Röhren zwei Kriterien, die für die Förderung mit KfW-Mitteln Voraussetzung sind:

  • Effizienzsteigerung (Stromersparnis) und
  • Vermeidung von Abfall (hier Sondermüll und zusätzlich fallen wegen der längeren Lebensdauer der LED-Röhren weniger kaputte Lampen an).
  • Aber auch die LED-Röhren sollten nicht im normalen Hausmüll landen, sondern sie sollten verantwortungsbewusst entsorgt werden, da sie wieder verwertbare, wertvolle Stoffe enthalten.

    Noch ein Hinweis in eigener Sache: Der Autor hat alle hier genauer beschriebenen LED-Produkte auf ihre Anwendbarkeit selber getestet und dabei die ausgesandten Farbspektren der verglichenen Produkte qualitativ überprüft. Alle herkömmlichen Leuchtstoffröhren enthalten die typischen Spektrallinien, welche durch die Anregung von Quecksilber-Atomen ausgesandt werden. Allerdings zeigten moderne Versionen von Leuchtstoffröhren den Trend zu einem kontinuierlicheren Farbspektrum, ohne dass die Linien verschwunden wären.

    Alle LED-Lampen besaßen eindeutig ein sehr dem Tageslicht nahekommendes, kontinuierliches Spektrum entgegen manchen Unkenrufen von Glühlampenfetischisten, die behauptet haben, dass auch die LED-Lampensorten Linienspektren hätten, da die häufigeren LED-Lampen Licht aussenden, dass nur aus zwei Farben zusammengesetzt sei. Diese Leute hatten aber nicht verstanden, dass nicht eine blaue und eine gelbe Linie kombiniert werden, sondern realiter wird das Licht dieser LED`s aus zwei Komplementärfarben zusammengesetzt, so dass durchaus ein kontinuierliches Spektrum entsteht. Auch anscheinend umweltfreundliche Kritiker sollten sehr genau recherchieren, ehe sie eine Vermutung in die Welt setzen, sonst schaden sie ihren Anliegen.

    Bei den Angaben zur Brenndauer, Helligkeit und dem genauen Verbrauch musste sich der Autor auf die Angaben der Hersteller verlassen. Beim Verbrauch hatte der Autor aber bei der Überprüfung früherer LED-Produkte eine sehr gute Übereinstimmung mit den damaligen Angaben festgestellt. Es ist daher auch nicht anzunehmen, dass hier grobe falsche Werte genannt werden.

    Zu den potenziell interessanten staatlichen Förderbedingungen kann man sich bei DEL-KO informieren (http://www.bioledex.de). Es sei für daran Interessierte darauf hingewiesen, dass die Fördermittel vorläufig nur noch bis 31.12.2011 zur Verfügung stehen und der Antrag unbedingt vor Beginn der Austauschmaßnahmen gestellt werden muss. Wie oben bereits dargestellt, erfüllen die LED-Lampen eindeutig die vorausgesetzten zwei Kriterien, nämlich sie erhöhen die Energieeffizienz, aber sie sorgen auch für weniger und sogar unproblematischeren Abfall. Wer in seinem Betrieb noch in diesem Jahr geförderte, umweltschonende Maßnahmen ergreifen will, sollte sehr schnell handeln. Der Autor ist gerne bereit hier auf Grund seiner langjährigen Beschäftigung mit Energiesparlampen beratend tätig zu werden.

    Leserkommentar

    Hans-Jürgen, 29-08-14 13:21:
    Dieser Artikel ist ebenfalls Lobbyismus, denn es fehlen zwei relevante Angaben: Farbwiedergabequalität und Lichtmenge bezogen auf die Leistung (lumen/Watt).

    Eine herkömmliche Leuchtstoffröhre in Langform (18/36/58 W, als Beispiele) hat in den energieeffizienten Lichtfarben mit den Nummern 8xx eine Energieausbeute von über 100 lumen pro Watt, woran die LED-Technik erst noch kratzt

    Anders sieht es bei Kompaktleuchtstofflampen aus - die Dinger für E27 und E14. Hier ist die Effizienz deutlich schlechter, nur etwa die Hälfte (ca. 50 lumen pro Watt).

    Dazu kommt die Farbwiedergabequalität. Fast alle modernen Lampentechniken sind verrufen wegen "schlechter Farben", aber niemand erklärt es der Allgemeinheit. Es kommt nicht alleine auf die "Gelbheit" des Lichts an, wie es die Hersteller mittlerweile übertreiben mit den LIchtfarben 827 und 825. Es kommt darauf an, daß viele verschieden Spektralanteile drin sind, möglichst stetig! Tageslicht hat eine Farbwiedergabe von 100 % (Ra=100) und eine wechselnde Farbtemperatur von etwa 5000 (weiß) bis 12000 K (extremes Blau bei wolkigem Himmel / indirektem Licht).

    Hochwertige, farboptimierte Leuchtstofflampen, erkennbar an den Farbnummern 9xx, erreichen zwischen 90 und 100 % Farbqualität - die 9 steht für >= 90 Prozent.

    Energieoptimierte Lampen erreichen 80-90 % und dind erkennbar an den Nummern 8xx.

    Die LED-Technik erreicht in üblichen Produkten MAXIMAL zwischen 80 und 89 Prozent, viele am Markt befindliche Produkte liegen weit darunter.

    Dann noch die Lichtfarbei: bei Leuchtstofflampen sind das die beiden hinteren Ziffern der dreistelligen Nummer. Die stehen für die ersten beiden Zahlen der Farbtemperatur in Kelvin.

    Damit ergibt sich z.B.

    840 - energieoptimiert, "neutralweiß" (zwischen Glüh- und Tageslicht)

    940 - farboptimiert, neutralweiß (4000 K)

    950 - farboptimiert, mittleres Tageslichtweiß (5000 K)

    960/965 - farboptimiert, gleißendes Tageslichtweiß (6000-6500 K)

    930 farboptimiert, warmweiß (3000 K, wie Halogenlicht etwa)

    usw.
    Jedermann, 16-01-14 09:43:
    Wichtiger Artikel. Nur hängt die ganze Kosten-/Energie-effizienzrechnung davon ab, wie lange die LEDs wirklich leben. Die Elektroniik geht i.d.R. schneller kaputt wie die Leuchtdioden. Und nicht immer sind die LEDs gleich hell trotz gleicher Angaben, wie eine Glühbirne. Auch EMV-technisch strahlen LEDs eine Überdosis aus. All die Fehler wurden schon mit der Energiesparlampe gemacht. Der Kunde glaubte, zahlte nd die Umwelt verlor. In den ersten Jahren wird das wohl mit den LEDs nicht anders sein.
    Gert, 26-06-13 16:30:
    Hallo niemand,
    Ihre Bedenken sind nur dann berechtigt, wenn man Billigartikel irgendwo kauft. Als LED-Berater gehe ich sehr individuell auf die Ansprüche meiner Kunden ein und kann bisher bestätigen, dass die Preise für LED-Lampen eher gesunken sind. Man muss berücksichtigen, dass bei vollständiger Umrüstung ein Kunde sehr lange keinen Neubedarf hat. Dies ist Realität, aber mir geht es darum, dass wir möglichst alle sehr viel Strom einsparen, um bei der inzwischen teurer werdenden Beleuchtungsrechnung massiv sparen zu können. Mit diesem Ziel bin ich eingestiegen und möchte Kunden zu überzeugten Umweltschützern machen. Gert Latzel
    niemand, 04-04-13 12:59:
    Der artikel ist gut und schön. Was die LED aber erst noch beweisen muss, ist ob diese wirklich 30K bzw. 50K stunden halten.
    Selbst wenn diese nur 2200h halten (2h/Tag*3Jahre), dann ist die garantie um und es muss ein (recht teurer) kostenpflichtiger Ersatz her. Da ist dann nicht mehr viel erspartes vorhanden, eher im gegenteil.
    Hartmut, 15-01-12 17:09:
    Ein sehr interessanter Artikel, der auch meine bisherige Meinung voll bestätigt. Leider sind die Verkäufer in den Baumärkten z.Teil noch nicht auf diesem Informationsstand und man sieht vielfach noch Personen, die herkömmliche Glühlampen in größeren Mengen als Reserve kaufen.
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