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24. 06. 2015
Peter Knoll
Tom's Networking Guide

Interview mit Ryan Rosenberg, Filemaker

Erfolgsrezept Flexibilität

In Generation 14 liefert die Datenbank Filemaker neue Sicherheits-Features und einige praktische neue Features, etwa um einen Blick auf archivierte Videoclips zu werfen. Doch worauf ist der anhaltende Erfolg der Apple-Tochter Filemaker wirklich zurückzuführen? TNG fragte nach.
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Erfolgsrezept Flexibilität

Ein Interview mit Ryan Rosenberg, Vice President of Marketing and Services, Filemaker Inc., über den anhaltenden Verkaufserfolg der Datenbank-Familie Filemaker.

Tom's Networking Guide:
Herr Rosenberg, die Apple Tochter Filemaker liefert ihre Datenbank bereits in der 14ten Generation aus und hat nach eigenen Angaben rund zwei Millionen Anwender, die meisten davon arbeiten zwischenzeitlich unter Windows. Worauf führen Sie diesen Erfolg zurück?

Usability first: Laut Ryan Rosenberg, Filemaker-Vize-Präsident, ist die einfache Bedienbarkeit ein Hauptgrund für die Beliebtheit der Datenbank Filemaker. (Bild: Filemaker)

Ryan Rosenberg:
Unternehmen sehen in Filemaker die unkomplizierteste und kosteneffizienteste Möglichkeit, individuelle Software-Lösungen zu erstellen. Viele Unternehmen kämpfen mit ineffizienten und mit vielen Brüchen behafteten Prozessen, die sie automatisieren wollen. Papier hier, Einzel-Tabellen dort, sind an der Tagesordnung. Oft sind es auch alte Anwendungen, die den Anforderungen der Nutzer nicht mehr gerecht werden.

Firmen suchen nach fertigen Software-Lösungen und stellen dabei häufig fest, dass es keine Anwendung gibt, die ihre spezifischen Anforderungen exakt erfüllt. Vor allem für kleine Unternehmen oder Abteilungen in größeren Firmen sind Programmierprojekte oft zu komplex und teuer. Dank der Flexibilität von Filemaker lassen sich Firmenabläufe viel schneller und kostengünstiger automatisieren.

In den vergangenen Jahren haben wir besondere Aufmerksamkeit erhalten durch unsere verstärkte Unterstützung von iPad und iPhone. Viele Organisationen setzten auf iPad und iPhone, um ihre Geschäftsprozesse zu optimieren. Diese Unternehmen nutzen Filemaker verstärkt, um ihre eigenen mobilen Lösungen zu erstellen. Erst kürzlich haben wir bekannt gegeben, dass die Filemaker Go-App für iPad und iPhone 1,5 Millionen Downloads überschritten hat.

Tom's Networking Guide:
Für wen lohnt sich das Upgrade von der Vorversion und warum? Nennen Sie uns bitte die fünf wichtigsten Neuerungen aus Ihrer Sicht.

Ryan Rosenberg:
Sehr viele Filemaker Kunden werden von Filemaker 14 profitieren.

Die wichtigste Neuerung ist der neue Script-Arbeitsbereich. Jeder Kunde, der Filemaker-Scripts nutzt, um seine Lösungen zu automatisieren, wird feststellen, dass der neue Script-Arbeitsbereich alles viel schneller und einfacher macht. Das Feedback unserer Kunden aus unserem Frühtester-Programm war äußerst positiv.

Alle, die Filemaker-Lösungen über einen Browser bereitstellen wollen, werden profitieren. Beim Öffnen der meisten weboptimierten Layouts ist unsere Filemaker WebDirect-Technologie jetzt um 25 Prozent schneller. Darüber hinaus unterstützt Filemaker WebDirect jetzt mobile Browser auf aktuellen Tablets.

Weitere Verbesserungen sind neue Designwerkzeuge, wie zum Beispiel die Farbpalette, die zum Design passende Farbvorschläge liefert, neue Tastenleisten und Navigationsbereiche, um eine Navigation zu erstellen, die die komplette Lösung umfasst. Ganz neu ist das Interface für Filemaker Go, unsere beliebte App für iPad und iPhone. Ebenfalls neu ist die Startzentrale mit großen, farbigen Icons, die es den Nutzern erleichtert, die jeweils gewünschte Lösung zu finden und zu öffnen. Die Startzentrale ist auf der gesamten Filemaker-Plattform ? iPad, iPhone, Windows, Mac und Browser ? verfügbar.

Fortgeschrittene Nutzer werden sich über den Script-Arbeitsbereich und neue Scripts zur Steuerung ihrer iOS-Lösungen, wie der Video- und Audiowiedergabe und Bildschirmausrichtung freuen. Sie können jetzt auch einen neuen Standby-Server einrichten, der den Hauptserver spiegelt. Sollte der Hauptserver je in die Knie gehen, können alle Nutzer schnell auf den Standby-Server umgeschaltet und damit Zeit- und Produktivitätsverluste vermieden werden.

Tom's Networking Guide:
Bisher setzten vor allem kleinere Firmen auf Filemaker, für Großkonzerne galt Filemaker aufgrund mangelnder Sicherheits-Features nicht unbedingt als erste Wahl. Welche Neuerungen bietet Filemaker in Generation 14?

Ryan Rosenberg:
Filemaker wird von vielen großen Unternehmen weltweit genutzt. Auf Wunsch liefern wir Ihnen gerne Namen der Kunden und Anwenderberichte.

Filemaker nimmt das Thema Sicherheit sehr ernst. Wir verbessern und verstärken unsere Sicherheits-Features ständig. In der Vorgängerversion Filemaker 13 haben wir beispielsweise die Funktion ?Encryption at Rest" hinzugefügt, um Daten zu verschlüsseln, wenn sie auf einer Festplatte gespeichert sind. Dies ergänzt unsere Verschlüsselungsfunktionen, die sicherstellen, dass Daten während ihrer Übertragung verschlüsselt werden.

Filemaker 14 haben wir mit einigen neue Funktionen ausgestattet, um Administratoren dabei zu unterstützen, ihre Server sicher zu halten. Es gibt jetzt eine Anzeige der Passwortstärke und automatische Hinweise, wenn eine Passwortänderung sinnvoll ist.

Tom's Networking Guide:
Warum fehlt bisher z. B. eine integrierte End-to-End-Verschlüsselung?

Ryan Rosenberg:
Wir unterstützen SSL-Verschlüsselung zwischen Filemaker-Clients und Filemaker-Servern. Wir unterstützen SSL-Zertifikate von zuverlässigen Drittanbietern, Unternehmen können also ihr eigenes Sicherheitszertifikat erwerben und installieren. Erst kürzlich haben wir darüber hinaus in Filemaker 13 die Möglichkeit geschaffen, auf der Festplatte gespeicherte Daten zu verschlüsseln.

Tom's Networking Guide:
Welche Konsequenzen hat Filemaker aus dem NSA-Skandal gezogen?

Ryan Rosenberg:
Wir beziehen keine Stellung bezüglich der Vorkommnisse rund um die NSA.

Insgesamt stellen wir fest, dass Kunden das Thema Datensicherheit sehr ernst nehmen. Es ist uns ein Anliegen, dass unsere Kunden wissen, dass Sicherheit eine hohe Priorität für die Filemaker-Plattform darstellt.

Tom's Networking Guide:
Filemaker hat nach eigener Aussage an der Performance gefeilt. Wie viel schneller ist Version 14 geworden und wo macht sich das bemerkbar?

Ryan Rosenberg:
Den größten Fortschritt in Sachen Performance hat Filemaker 14 im Bereich der Browseranwendungen gemacht. Dank der überarbeiteten Filemaker WebDirect-Technologie öffnen sich die meisten web-optimierten Layouts um bis zu 25 Prozent schneller. Die innovative Filemaker WebDirect-Technologie wurde erstmals mit Filemaker 13 eingeführt. Sie ermöglicht es jedem, attraktive und voll interaktive Web-Applikationen, inklusive Echtzeit-Daten-Update, zu erstellen, ohne das Wissen eines Webentwicklers vorauszusetzen.

Tom's Networking Guide:
Nichts ist so gut, dass es nicht noch besser werden könnte. Welche Funktionen hätten Sie selbst gerne in Version 15?

Ryan Rosenberg:
Über konkrete Funktionen in zukünftigen Versionen machen wir keine Aussagen, ich kann Ihnen allerdings einige generelle Ideen dazu geben, in welchen Bereichen wir investieren werden.

Wir werden weiterhin in Mobilität und Touch investieren. Dabei legen wir besonderen Fokus darauf, die beste Plattform zur Erstellung individueller Lösungen für iPad und iPhone zu sein. Wir werden auch weiterhin in unsere Web-Technologie investieren, damit unsere Kunden die umfassenden Filemaker-Möglichkeiten auch im Browser nutzen können. Der Nutzer von heute erwartet großartiges Design, also werden wir auch weiterhin die Entwicklung von Werkzeugen vorantreiben, die es unseren Kunden ermöglichen, attraktive, leicht zu bedienende Lösungen zu entwickeln, ohne dabei professionelle Design-Kenntnisse zu benötigen.

Tom's Networking Guide:
Herr Rosenberg, danke für das Gespräch.

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