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Report - Gamen über WLAN

03. 03. 2004
Bernd Rositzka, Arno Kral
Tom's Networking Guide

Gamen über WLAN

Reichen die Reaktionszeiten aus?

Beim Gamen über WLAN erweist sich die gute, alte 802.11b-WLAN-Technologie nicht nur als vollkommen ausreichend, sondern auch als besonders stabil und reichweitenstark. Mit B-Plus-Produkten bleiben diese positiven Eigenschaften erhalten.
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Gaming über WLAN

Oft stellt unter Gamern die Frage, ob denn Wireless LANs für Multiplayer-Spiele geeignet seien. Ihre Befürchtungen gehen dahin, dass die Ping-Zeiten von WLAN zu schlecht sind, oder einfach auch dahin, dass das System überhaupt nicht funktioniert. Beim Gamen über Netzwerke - Stichwort: LAN-Party - zählt eine kurze Reaktionszeit des Netzes oftmals mehr, als der reine Durchsatz. Wir untersuchen in diesem Test die Frage, wie sich die Vernetzung über das drahtlose Ethernet - sprich: WLAN - auf die Performance von LAN-Spielen auswirkt. Dabei nahmen wir die am weitesten verbreitete Technologie - IEEE802.11b (Maximal-Brutto-Durchsatz: 11 MBit/s) ebenso unter die Lupe wie die proprietäre Erweiterung des b-Standards 802.11b+ (Maximal-Brutto-Durchsatz: 22 MBit/s respektive 44 MBit/s) und den immer stärker auf den Markt drängenden Standard IEEE802.11g (Maximal-Brutto-Duchsatz: 54 MBit/s).

Als Access Point stand uns im Test der D-Link DWL-2000AP+ zur Verfügung, der die Funkstandards 802.11b (802.11b+) und 802.11g beherrscht. Im Test erwies sich der klassische 802.11b-Modus (und der doppelt so schnelle Quasi-Standard 802.11b+) als stabiler, als 802.11g.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Funknetzwerk für das Gamen zuzulegen, hat meist handfeste Gründe dafür, und das sind hauptsächlich Mauern, die sich den Netzwerkkabeln in den Weg stellen oder zu große Entfernungen der einzelnen PC zueinander. Oftmals will man aber einfach nur die Möglichkeit haben, ohne große Kabelorgien eine kleine LAN-Party im Keller oder im Garten aufzuziehen. Ein flexibles System ist durch die Verwendung eines Access Points gewährleistet, der für die Einrichtung eines Infrastruktur-Netzwerkes eine zwingende Voraussetzung ist. So lassen sich in die Funkzelle - im Gegensatz zum Ad-Hoc-Modus - jederzeit neue Geräte ohne Probleme einbinden. Wir haben für unseren Test einen praxisnahen, dezentralen Aufbau mit unterschiedlich schnellen Rechnern gewählt, in dem wir die Geräte an verschiedenen Orten im Haus platziert haben, jeweils durch mehrere Mauern voneinander getrennt.

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