tom's networking guide
 
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VoIP Sicherheitsrisiken begegnen

28. 04. 2005
Arno Kral , Taras Sajuk
Tom's Networking Guide

Kostenbremse Internet-Telefonie

Ist VoIP sicher?

VoIP birgt Risiken, denen sich Anwender und Anbieter gleichermaßen stellen müssen. Im TNG-Interview zeichnet Jonathan Zar, Sekretär der neuen Organisation VOIPSA, ein Bild der grundlegenden Probleme und deren Lösungsansätze.
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Sicherheit für Internet-Telefonie

Die derzeit laufende Umstellung der Telefonie von der klassischen Leitungsvermittlung auf die Paketvermittlung mit Hilfe des Internet-Protokolls birgt Risiken, denen sich Anwender und Anbieter gleichermaßen stellen müssen. Denn während klassische Telefonverbindungen, seien es analoge POTS (Plain Old Telephone Services) oder ISDN (Integrated Services Digital Network) dem Anwender für die Dauer des Telefonats eigene Leitungen reserviert hatten, wird Sprache beim Transport über das Internet zuerst in Pakete verhackstückt, die dann unabhängig voneinander unterschiedliche Wege vom Sender zum Empfänger durch das Internet durchlaufen können, ein Weg- auf dem sich viele Gelegenheiten zum Ausspähen ergeben ? ein Albtraum für Dienstgüte und Sicherheit.

Da die Verbreitung der VoIP-Technologie (Voice over Internet Protocol) schon aus Kostengründen nicht aufzuhalten ist ? Endverbraucher und Firmenkunden werden mit Telefonie zum Nulltarif umworben, während klassische Festnetzdienstleister über den Umweg xDSL die an die Handynetzbetreiber verloren gegangene Klientel rerekrutieren wollen ? ist eine hersteller- und anbieterübergreifende Instanz erforderlich, die sich der VoIP-Problematik annimmt.

Was ist die VOIPSA?

Als solche Instanz versteht sich die am VoIP Security Alliance, kurz: VOIPSA, zu der sich am 7. Februar 2005 die VoIP-Technologieführer zusammengefunden haben, um Sicherheitsprobleme zu erforschen zu testen.

Zu den VOIPSA-Mitgliedern zählen 3Com, Alcatel, Avaya, Codenomicon, die Columbia University, das Ernst and Young?s Guiliani Advanced Security Center, Insightix, NetCentrex, Qualys, SecureLogix, Siemens, Sourcefire, die Southern Methodist University, Spirent, Symantec, the SANS Institute, Tenable Network Security und die Firma TippingPoint. Die vollständige Mitgliederliste ist auf der VOIPSA-Web-Site www.voipsa.org einzusehen.

Darüber hinaus steht die VOIPSA für kompetente Mitstreiter offen und stellt offene Diskussionsforen bereit, etwa das "Best-Practices"-Archiv, in das bereits Bewährtes eingebracht werden kann. Und da spielen nicht nur transkontinentale Firmen eine Rolle, sondern auch Europäische. So hatte jüngst Siemens den Vorschlag eingebracht, CALEA, den Communications Assistance for Law Enforcement Act, umzusetzen.

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