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Report: Videoüberwachung

18. 07. 2005
Dr. Ralf Hinkel
Tom's Networking Guide

Videoüberwachung

Mehr Sicherheit durch digitale Augen

Videoüberwachung ist für jeden wichtig. Wir zeigen was bei der Auswahl eines CCTV-Systems zu beachten gilt und welche rechtlichen Bestimmungen der Gesetzgeber vorsieht.
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Moderne Sicherheit durch Videoüberwachung

In vielen Bereichen des öffentlichen und industriellen Lebens ist Videoüberwachung oder Closed Circuit Television (CCTV) mittlerweile alltäglich geworden. Kameras überwachen kommunale Einrichtungen, Privathäuser, Hotelfoyers, Flughäfen, Steinbrüche, Forschungslabors und Tankstellen. Die allzeit wachsamen elektronischen Augen tragen maßgeblich zum Schutz vor Unfällen und Straftaten bei. Und immer weitere Behörden, Unternehmen und Privatleute denken darüber nach, ebenfalls Überwachungskameras einzusetzen. Worauf es bei der Auswahl eines CCTV-Systems zu achten gilt und welche rechtlichen Bestimmungen der Gesetzgeber vorsieht, wird im Folgenden dargestellt.

CCTV-Kameras überwachen heutzutage viele Bereiche des öffentlichen Lebens.

Eine kurze Geschichte der Videoüberwachung

Die ersten Überwachungskameras kamen in Deutschland 1958 in München zum Einsatz. 1976 war Hannover die erste deutsche Stadt, in der Videokameras im Dauereinsatz erprobt wurden. Damit folgte man dem Vorbild von London, wo zwei Jahre zuvor 125 Kameras installiert worden waren.

Analoge Kameras sind über ein Videokabel mit einem Monitor und einem Videorekorder verbunden.

Diese frühen Videokameras waren analoge Systeme und übertrugen das Bildsignal über ein analoges Kabel. Dies hatte zur Folge, dass in der Regel für jede Kamera ein eigener Monitor erforderlich war. Erst die Erfindung der Kreuzschiene ermöglichte das so genannte "Multiplexen", also das Durchschalten verschiedener Kameras auf einen einzelnen Betrachtermonitor.

Die Entwicklung der Kreuzschiene ermöglichte das "Durchschalten" mehrerer Kameras auf einen Monitor.

Die Speicherung der Bilder übernahm ein normaler Videorekorder. Damit mehr als drei Stunden Live-Übertragung oder mehrere Kameras auf ein Band passten, wurden nur Einzelbilder aufgezeichnet oder die Kameras in einer Mehr-Quadrantendarstellung gemischt. Dabei wurden meist vier Kameras auf je einem Viertel des Bildschirms dargestellt. Da die analoge Speichertechnik aufgrund des Abriebs der Magnetbänder mit langfristig schlechter Bildqualität und hohem Wartungsaufwand einherging, wurde der digitale Videorekorder entwickelt, der das Bildsignal vor der Speicherung digitalisierte und komprimierte.

Eine grundlegende Neuerung war die erste digitale Kamera, die Sony 1981 entwickelte. Trotzdem dauerte es noch bis 1999, bevor die ersten Netzwerkkameras aufkamen. Diese übermittelten erstmals komprimierte Bilder in digitaler Form direkt über ein Computer-Netzwerk zu einem Standard-Webbrowser. Dadurch konnten die aufgenommenen Bilder direkt auf einem PC betrachtet werden, es war kein zusätzlicher Monitor mehr erforderlich. Die weltweite Etablierung von Standards für Netzwerke und Bildkomprimierung wie Transmission Control Protocol / Internet Protocol (TCP/IP) und Joint Photographic Experts Group (JPEG) hat dazu beigetragen, dass sich Netzwerkkameras mittlerweile durchgesetzt haben und immer häufiger zum Einsatz kommen.

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