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Wohnzimmer-Windows Teil 2

03. 05. 2005
Klaus Länger
Tom's Networking Guide

Microsoft MCE 2005

Wohnzimmer-Windows in der Praxis ? Teil 2

Mit der Media Center Edition 2005 wird ein PC ohne großen Aufwand zum digitalen Videorekorder oder zum Ersatz für den Diaprojektor. Im Windschatten des Multimedia-Betriebssystems soll auch Video-on-Demand Einzug in die Wohnzimmer halten.
.

Digitaler Videorekorder

Der erste Teil über die Media Center Editon 2005 endete mit der Verwendung des EPG (Electronic Program Guide) für das vorprogrammierte Aufnehmen von Fernsehfilmen oder ?serien. In Teil 2 zeigen wir, wie Microsofts Fernseh-Betriebssystem die abgespeicherten Aufnahmen verwaltet.

Aufgenommene Filme werden mit den EPG-Informationen gespeichert.

Auf die Festplatte gebannt werden die Aufnahmen in einem Microsoft-spezifischen Dateiformat mit der Bezeichnung DVR-MS. Dabei handelt es sich um ein Containerformat für MPEG-2 (Motion Photographer's Experts Group) auf Basis der mit dem Service Pack-1 (SP-1) eingeführten Stream Buffer Engine (SBE). Die Stream Buffer Engine erlaubt es Applikationen, in einem Video-Stream zu suchen, seine Wiedergabe anzuhalten und ihn aufzuzeichnen, ohne dass der Stream selbst unterbrochen werden müsste. Ausserden sorgt sie für nahtlose Übergänge zwischen Live-Streams und aufgezeichneten Streams. Derzeit unterstützt die SBE for Formate MPEG-2 und DV, das digitalen Camcordern verwenden.

DVR-MS-Dateien erweitern eine Mediendatei darüber hinaus um zusätzliche Metadaten. Da zählen:

  • Der Titel der Sendung statt nur den Dateinamen
  • Das Datum und die Uhrzeit der Ausstrahlung
  • Das Genre des Films
  • Die Beschreibung des Inhalts

Zudem kann die Datei DRM-Informationen (Digital Rights Management) aufnehmen, die es den Pay-TV-Sendern erlauben, die Wiedergabe der Datei auf den Rechner zu beschränken, auf dem sie aufgenommen wurde. Bei der Media Center Edition stehen verschiedene Qualitätseinstellungen zur Verfügung. Die folgende Tabelle gibt die ungefähre Dateigröße und die Datenrate der verschiedenen Qualitätsstufen:

Aufnahmequalität

Ungefähre Dateigröße

Datenrate beim Kodieren

ATSC High Definition

9,5 GByte/Stunde

20,0 MByte/Sekunde

Optimal

3,0 GByte/Stunde

6,8 MByte/Sekunde

Besser

2,5 GByte/Stunde

5,8 MByte/Sekunde

Gut

2,0 GByte/Stunde

4,6 MByte/Sekunde

Ordentlich

1,0 GByte/Stunde

2,4 MByte/Sekunde

Da die Komprimierung der Bild- und Toninformationen mit variablen Bitraten erfolgt, hängt die tatsächliche Dateigröße vom Inhalt ab.

Eingestellt wird die Aufnahmequalität in den Grundeinstellungen unter "Einstellungen ? TV ? Rekorder". An dieser Stelle kann der Anwender auch bestimmen, ob und wann ältere Aufnahmen überschreiben werden dürfen und mit welchem Vor- und Nachlauf die Aufnahme programmierter Sendungen erfolgen soll.

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