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Universelle Funkfernsteuerung

Microsoft Mobile-5

Neues Windows für Smartphone und PDA

Fazit

Jetzt kommt es nur noch darauf an, was die Industrie daraus macht und hier sind vor allem die Anbieter von Gebäudeautomatisierungstechnik gefragt. Auf der Design&Elektronik Konferenz in Dornach stellte der Thomas Weinzierl von der Weinzierl Engineering GmbH mit KNX-RF einen Funkstandard für die Gebäudetechnik vor. Er ergänzt den etablierten, drahtgebundenen Konnex-Bus um eine drahtlose Komponente. Konnex selbst ist eine Weiterentwicklung des weit verbreiteten EIB-Systems (Europen Installation Bus), der vor allem in Großgebäuden häufig anzutreffen ist.

Von Weinzierl gibt's zum testen von KNX-RF das EvalBoard-RF. Es funkt bei einer Mittenfrequenz von im 868,3-MHz mit 1 bis 25 mW.

Mit der neuen, drahtlosen Komponente, will die eher behäbig fortschreitende Gebäudetechnik dem Druck der US Konkurrenz zumindest teilweise etwas entgegenstellen. Leider hat der drahtlose Konnex-Bus (noch?) nichts mit ZigBee zu tun, sondern ist ein eigenständiger Funkstandard für die Gebäudeautomatisierung. Die Frequenz liegt bei 868,3 MHz, ein Funkmodul kostet zwischen fünf und zehn Euro. Da KNX-RF aus den Ingenieurbüros der Gebäudetechnik stammt, gibt es hier schon all jene Management-Module, die bei ZigBee noch fehlen.

Thomas Weinzierl: "Es gab zwar ein schwieriges Ringen von EIB zu KNX, aber gerade durch die wesentlich größere Plattform Konnex ergibt sich jetzt die Möglichkeit, amerikanischen Standards entgegenzutreten. Das Rennen zwischen KNX-RF und ZigBee hat gerade erst begonnen. Ich bin mir sicher, dass beide Standards eine große Verbreitung finden werden. Während ZigBee für sehr viele Anwendungen geplant ist, ist KNX-RF sehr speziell für den Einsatz im Wohn- und Zweckbau ausgelegt und wird in diesem Feld schon deshalb Maßstäbe setzen. Zudem wird KNX-RF von Herstellern der Installationstechnik vertreten. Auf diesem Markt tun sich Firmen wie Microsoft oder Intel traditionell schwer. Zudem ist Konnex bereits in der Europäischen Norm EN50090 als offener Standard definiert."

Mittelfristig wird sich besonders die stark von deutschen Firmen dominierte Gebäudeleittechnik fragen lassen müssen, ob sie ihre "Splendid Isolation" und ihre Hochpreispolitik durchhalten kann. Die Aussichten, Millionen von Privathäusern über Apparate der Unterhaltungselektronik fernsteuern zu können, ist gerade für die IT-Industrie zu verlockend. Der Druck von Intel und Microsoft, in diesen Bereich vorzustoßen, sollte niemand unterschätzen. Die in den USA stark verbreitete EIB-Konkurrenz LON hat ihre Fühler schon in Richtung ZigBee ausgestreckt.

Neues Windows für Smartphone und PDA

04. 05. 2005
Bernd Schöne
Tom's Networking Guide

Microsoft Mobile-5

Neues Windows für Smartphone und PDA

Microsoft packt den Desktop in die Hosentasche. Die nächste Version des mobilen Windows Betriebssystems soll den fliegenden Wechsel zwischen Heimanwendung und mobiler Nutzung ermöglichen.
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Neues Windows für Smartphone und PDA

Bill Gates persönlich stellte am 10.5. auf einer weltweit übertragenen Presseveranstaltung das neue Microsoft Windows Mobile 5.0 vor. Besondere Kennzeichen: Es sieht fast aus wie sein Vorgänger und ist besonders auf die Erfordernisse von Mobilfunk-Providern und Handy-Produzenten zugeschnitten.

Besonderes Augenmerk hat Microsoft auf eine bessere Unterstützung für den Funkstandard Bluetooth gelegt. "Früher mussten die Entwickler Hunderte von Zeilen für die Bluetooth-Unterstützung programmieren, jetzt reichen wenige Zeilen", so Stefanie Rothenbücher, Marketing Managerin bei Microsoft. Die entsprechenden Tools und Werkzeuge können ab sofort von der Microsoft Webseite herunter geladen werden. Für wireless LAN, kurz WLAN oder WiFi und UMTS sollen die Schnittstellen ebenfalls verbessert worden sein.

Das alte Aussehen (links oben) weicht dem neuen, von Windows und Office in den XP-Versionen altbekannten, Erscheinungsbild.

Windows Mobile 5.0 versteht sich als Nachfolger von Mobile 2003 SE, alias Windows CE. "Der Wechsel im Namen ist ein Hinweis auf die neue Produktphilosophie", erläutert Thomas Aufermann, Direktor der Mobility Business Group bei Microsoft.

Mobile 5.0 kommt im vertrauten Design daher. Wer will, kann die früher fest vorgegebenen, protzigen Menü-Logos in schlanke Icons umwandeln und so die Übersicht verbessern ? eine Referenz an die gestiegene Leistungsfähigkeit moderner Displays. Detailverbesserungen gab es auch bei E-Mails: Ein frisches Design soll helfen, Anhänge schneller zu entdecken.

Windows Mobile 5.0 ist modular aufgebaut. Das kommt dem Bestreben von Providern entgegen, bei Bedarf nicht das ganze Betriebssystem eines Handys updaten zu müssen, sondern nur einzelne Teile davon. Beim ersten Kontakt mit Windows Mobile 5.0 wird der Nutzer keinen großen Unterschied spüren. Allerdings sind gewisse Details verbessert worden.

  • So kann man Winword-Dokumente am PDA bearbeiten und dann wieder auf den PC übertragen, ohne wie bislang dabei die Formatierung zu verlieren.
  • Bei E-Mails ist der Anhang nun wesentlich leichter zu finden und zu öffnen. Und statt klotziger Riesensymbole begnügt sich Mobile 5.0 nun auf Wunsch mit kleinen Icons im Programmmanager.
  • Vieltelefonierer werden sich darüber freuen, dass ihre Daten nun auch bei leerem Akku gesichert sind. "Persistent Storage" schreibt die Files in den permanenten Speicher des Smartphones respektive PDA, wobei Microsoft mit dem neuen Mobil-Windows erstmals sogar integrierte Festplatten unterstützt.
  • Wem das nicht genügt, der kann seine Werke über USB 2.0 auf eine mobile Festplatte ziehen. Für die Unterhaltung sorgt der Windows Media Player 10, der eine Vielzahl von Musik und Video Dateiformaten, darunter MP3 unterstützt und einen problemlosen Download von Musikstücken ermöglicht.

Das Arbeitsfeld für den Smartphone-Kunden der Zukunft: Das Design des Programmmanagers sowie von wichtigen Windows-Anwendungen wurde überarbeitet, ist aber leicht wieder zu erkennen. Veränderungen gab es beim Windows Media Player, der nun in der Version 10 beigepackt ist.

Der normale Anwender kann mit dem Handy- und PDA-Betriebs-Tool allerdings nichts anfangen. "Es liegt an den Handy Herstellern, ob und wann sie Updates anbieten", erläutert Stefanie Rothenbücher. Im Sommer kommt, als eines der ersten Geräte, der neue MDA IV von der Telecom mit Mobile 5.0 auf den Markt.

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