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Sicherheit für die Bundeswehr

17. 05. 2006
Jacklin Montag, Arno Kral
Tom's Networking Guide

Sicherheit bei deutschen Streitkräften

Bundeswehr verschlüsselt Notebook-Festplatten

Eine moderne Armee ohne Informationstechnik ist heute undenkbar. Doch wie steht es um die IT-Sicherheit? Die Bundeswehr schützt ihre Notebooks durch starke Festplattenverschlüsselung.
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Bundeswehr-Notebooks sicher auf Reisen

"Wenn Sie heute Sicherheitstechnik aus den USA beziehen, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass die NSA, die National Security Agency der USA, jederzeit mitlesen kann."

Franz-Josef Lang, Vorstandsprecher der KoSIB eG.

Mit diesem Statement hatte Franz-Josef Lang, Vorstandsprecher der KoSIB eG, einen überaus informativen und alarmierenden Vortrag für die Journalistenvereinigung für technisch-wissenschaftliche Publizistik (TELI) über den Digital Warefare - die elektronische Kriegsführung ? eröffnet, deren Bedrohungspotenzial vor dem Hintergrund anderer Massenvernichtungswaffen von der Öffentlichkeit gar nicht oder nur zureichend wahr genommen wird.

Dem ABC der Bedrohung müsse (Atomwaffen, Biowaffen, Chemiewaffen) müsse längst schon ein "D" für Datenwaffen hinzugefügt werden, führte Lang aus und erinnerte an ein Zitat aus der Zeitschrift Soldat&Technik 12/95:

"In der Zukunft wird bei der Konzipierung von Waffensystemen und Waffen die Informationstechnik eine noch größere Rolle spielen. Schon heute betragen die Elektronikkosten 50% der Gesamtkosten."

Das Hintertürchen die NSA in allen Sicherheitsprodukten schreibt der US-Gesetzgeber US-Firmen zwingend vor - und nutzt es auch. Die NSA, die wegen der umfassenden telefonischen Ausspähung der eigenen US-Bürger in die Schlagzeilen geraten war, war lange Zeit so geheim, dass die drei Buchstaben NSA gerne mit "No Such Agency" übersetzt wurden.

Was aber tun, wenn das Vertrauen erst einmal verspielt ist, wo doch der Ex-CIA-Chef John Deutsch "Das Elektron als die ultimative, präzisionsgesteuerte Waffe" bezeichnet hatte? Da bleibt selbst befreundeten Staaten nur die Option, beim geringsten Zweifel auf US-amerikanische Sicherheitsprodukte zu verzichten ? und sich im eigenen Lande umzusehen, ob sich nicht doch noch Besseres findet. Das gilt auch ? und insbesondere ? für die deutschen Streitkräfte.

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