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DLNA will Heimvernetzung vereinheitlichen

21. 09. 2005
Arno Kral
Tom's Networking Guide

Industriestandards für die Heimvernetzung

Interview mit Fraunhofer FOKUS

Heimvernetzung muss einfacher werden! Dieses Ziel verfolgt die Digital Lifestyle Networking Alliance (DLNA), damit der Käufer digitale Unterhaltungselektronik auch ohne Netzwerk-Know-How zum Laufen bringen kann.
.

Wo geht's lang?

DLNA, UPnP, HTTP, TCP, UDP, MPEG-2, JPEG, HAVi, HD-ready, HDTV, UPnP AV ? immer neue Abkürzungen verwirren, ja überfordern den Käufer, der doch nur eines will ? sein Digital-Lifestyle-Equipment auch ohne profundes Netzwerk-Know-How untereinander, mit dem PC und den Server im Internet so zu vernetzen, wie er es von Fernseher und Videorecorder gewohnt ist: SCART- oder Cinch-Kabel anstecken, einschalten, geht. Bis sich solche Plug-and-Play-Erfolgserlebnisse auch bei digitalen Netzwerken und nicht nur bei alten, analogen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zweier Geräte einstellen, ist noch ein weiter Weg zu gehen.

Denn die Computerindustrie, die sich nach Ex-Intel-Chef Andy Groves Kriegserklärung, dem "War fort he Eye Balls", so mächtig nach dem Markt der Unterhaltungselektronik streckt, ist ja noch nicht einmal in der Lage, das Plug-and-Play-Versprechen einzulösen, das sie mit der Einführung des Universal Serial Bus gegeben hatte: Anstecken und Loslegen. Fast immer sind zusätzliche Regeln zu beachten, vor dem Pluggen Treiber-CDs einzulegen, Software zu installieren und Rechner neu zu starten ? wohin soll das führen, wo doch Digital-Fernseher, Netzwerk-Player und -Kameras oder Set-Top-Boxen für IP-TV nicht einmal ein Laufwerk haben...

Das Logo "DLNA certified" ziert Digital-Lifestyle-Geräte, die direkt miteinander via UPnP, HTTP kommunizieren und Daten in den Formaten wie JPEG und MPEG-2 via TCP und UDP austauschen können.

Die Antwort der IT-Industrie kautet "Digital Lifestyle Networking Alliance" (DLNA), ein weiteres Industriekonsortium, das

  • "Richtlinien" für vorgibt, welchen bestehenden Standards Geräte genügen müssen,
  • In aufwändigen Treffen, so genannten Plug-Fests, ermittelt, ob die Geräte verschiedener (und gleicher) Hersteller tatsächlich nahtlos miteinander kommunizieren können und
  • bei erfolgreich abgeschlossenen Test ein Logo ? das der DLNA ? vergibt, mit dem sich dann trefflich werben lässt ? so der Käufer überhaupt weiß, worum es geht.

Was es mit DLNA auf sich hat und war um alle bisherigen Versuche, die Heimvernetzung zu standardisieren, mehr oder minder im Sande verlaufen sind, erklären im Interview mit Tom?s Networking Guide Deutschland zwei Homenetworking-Profis der FOKUS-Gruppe des Fraunhofer Instituts.

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