tom's networking guide
 
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Report Internet-Security Sommer 2006

17. 07. 2006
Arno Kral
Tom's Networking Guide

Internet-Sicherheit

Cyber-Kriminelle rüsten auf

Malware hat schon etwas Faustisches, denn die gerufenen Geister sind einfach nicht mehr loszuwerden. Fast zwei Drittel aller E-Mails sind SPAM, Viren und Phishing-Attacken erfolgen immer gezielter. E-Mail, Instant Messaging und Internet konvergieren als Verbreitungskanäle für Malware und Datenspionage. Im "Intelligence Report für das zweite Quartal 2006" zeigt MessageLabs, dass es immer mehr zu konvergenten Attacken kommt
.

Viren und Phishing-Attacken kehren traditionellen Verbreitungsmethoden immer deutlicher den Rücken und wenden sich gezielteren Ansätzen zu. Darüber hinaus zeichnet sich ein Trend hin zu mehr Konvergenz ab: So verschmelzen derzeit nicht nur E-Mail, Instant Messaging und Internet als Verbreitungskanäle für Malware. Bisher getrennte Techniken mit unterschiedlichem Ziel (Angriff, Datenspionage,...) gehen ineinander über. Cyber-Kriminelle suchen nach immer effizienteren Wegen. Doch man kann etwas tun.

Kommunikationskomfort verschlechtert Sicherheit

Die Bedrohung aus dem Internet nimmt kein Ende, und so nimmt der vom ehemaligen US-amerikanischen Führungs-Dou Clionto/Gore in die IT-Landschaft betonierte "Information-Highway" faustische Züge an. Denn die Geister, die ich rief, werd' ich nun nicht mehr los. Was da so durch das Internet geistert um sich der Rechner unbedarfter, und oftmals ahnungsloser Anwender zu bemächtigen, ist indes weniger feinstofflicher, als krimineller Natur. Dabei braucht der Anwender gar nichts weiter zu tun, als auf seinem PC einen Internet-Zugang einzurichten: Ohne dass er auch nur eine Anwendung starten müsste und ohne dass er seinen Browser oder sein E-Mail-Programm auch nur einmal benutzt hätte, wird sich in seinem Computer schon nach wenigen Stunden ein Gewürm an Internet-Schädlingen, so genannte Malware eingefunden haben ? unbestellt, unerwünscht und unsäglich lästig wieder los zu werden. Würmer, Trojaner, Viren ? ein ganzes Bestiarium an quillt da aus den DSL-Leitungen ? und je schneller die sind, desto mehr des elektronischen Getiers wird sich einfinden und sich alsbald in Ritzen und Lücken des Betriebssystems und anderer Applikationen einnisten.

Erst im Juni 2006 vermeldete Bullguard, im letzten halben Jahr fast 20.000 Viren entdeckt zu haben, genauer: 19.367 ? neue Viren, wohlgemerkt. Denn gegen das alte Gesocks sind Schutzprogramme ja längst gefeit! Die Hersteller von Antiviren-, Anti-Spam und Anti-Phishing-Programmen, zu unrecht gescholten, aus merkantilen Gründen Malware selbst in Umlauf zu bringen, kommen kaum mehr nach, ihre Abwehr-Software auf dem neuesten Stand zu halten ? und erst recht ihre Kunden. Die müssen nämlich inzwischen dauernd online sein, um überhaupt die neuesten Pattern- oder Definitions-Dateien zu kommen ? und exponieren damit ihre Rechner erst recht.

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