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Google greift nach Think Free Office

13. 12. 2006
Arno Kral, Taras Sajuk
Tom's Networking Guide

Haansoft ThinkFree Office im Internet

Google greift nach Microsofts Office-Markt

Die Ära wuchtiger Software-Dinosaurier wie Microsoft Office scheint endgültig zu Ende. Jetzt gibt ein echtes Office im Internet, kompatibel mit Winword, Excel und Co., das genauso flott arbeitet wie eine lokal installierte Software ? kostenlos für den Endverbraucher.
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Google greift Microsoft auf der Office-Flanke an

Wie die Korea Times berichtet, schickt sich Google an, sich das Sahnestück der Koreanischen Internet-Firma Haansoft einzuverleiben ? die Tochter Thinkfree Corp. Der Haansoft-Präsident Baek Jong-jin hatte am 12. Dezember der 2006 der Korean Times mitgeteilt, dass er zusammen mit führenden Mitarbeitern seiner Firma bereits mehrfach mit Google-Vertretern über die Details einer Übernahme der Haansoft-Tochter Thinkfree Corp. beraten hatte.

Die in den USA ansässige Thinkfree Corporation bietet unter dem Namen "Thinkfree Office" online ein Office-Programm an, das kostenlos in 15 Sprachen vom Think-Free-Server herunter geladen werden kann.

Die Korean Times zitiert Herrn Baek mit: "Ich habe mich letzten Monat mit dem Senior Vice President von Google, Elan Eustace, und dem Kang Tae-jin, Chef ThinkFree Corporation, getroffen und auf Anfrage des Google-Teams Anfang dieses Monats und letzte Woche erneut zusammen gesetzt. Dabei ist erwähnenswert, dass sich dieses Google-Team nicht mit der Entwicklung von Geschäften sondern mit der Weiterentwicklung der Firma befasst, wie sie sich beispielsweise in der Akquisition von YouTube bereits vollzogen hat."

Google scheint an einer kompletten Übernahme der ThinkFree Corporation interessiert zu sein, Haansoft will ihre viel versprechende Niederlassung jedoch nicht komplett verkaufen.

"Wir hoffen auf eine strategische Allianz mit Google aber der Haken an der Sache ist, dass Google Allianzen nicht mag", sagte Baek aus und führte Fort: "ThinkFree-Chef Kang plant, diese Woche in die Vereinigten Staaten zu fliegen, und möglicherweise trifft er sich mit Google-Vertretern um das Geschäft zu besprechen."

Sollten die Verhandlungen mit Google scheitern, habe Haansoft Baek zur Folge aber noch weitere Alternativen. So hätten weitere Wagniskapitalgeber in den USA bereits ihr Interesse bekundet, berichtet die Korean Times weiter.

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