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WLAN-N ante Portas - IRT-Messungen mit Pre-n-Produkten

12. 07. 2006
Arno Kral
Tom's Networking Guide

Report ? Neues aus WLAN-Land

WLAN-N ante Portas

Bitter mussten die Anwender erfahren, dass das Stückwerk bisheriger WLAN-Technologien zu Heimvernetzung und Digital Lifestyle nicht recht taugen. Der neue WLAN-Standard 802.11n verspricht Quality of Service, größere Reichweiten und mehr Tempo.
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WLAN auf dem Weg zur mehr Durchsatz und Reichweite

Wer sich auf die flotten Sprüche und die Zahlenangaben verlässt, die Anbieter auf die Verkaufsverpackungen ihrer WLAN-Produkte drucken, erlebt spätestens dann sein zuckendes Wunder, wenn er versucht, die vollmundig angepriesenen Bandbreiten voll auszuschöpfen: Denn wenn selbst ein mit 54 MBit/s beworbenes WLAN-G einen läppischen DivX-Stream mit einer Bandbreite von drei bis vier MBit/s nur klötzelnd und stotternd durchs Heimnetz tröpfelt, dann heißt es, wie beim Pokern, "Zeigen"!

Denn schon sind Netzwerk-Player auf dem Markt, die Videos in HD-Qualität ausgeben, was einer Übertragungsleistung von rund 20 MBit/s entspricht ? pro Video-Stream wohlgemerkt! Da ist mit Standard-WLAN-G gar nichts mehr zu machen, und selbst die proprietären "Pre-n"-WLANs halten den Anforderungen kaum stand, wie die Messungen des Instituts für Rundfunktechnik (IRT) und unsere eigenen klar zeigen.

Die Bandbreitenanforderungen an ein Heimnetzwerk werden schon lange nicht mehr nur vom gemeinsamen Internet-Zugang definiert. Heute braucht es ein Heimnetzwerk, das für die schöne, neue Fernsehwelt in HD-TV ausgelegt ist, das Internet-Telefonate per Voice over IP transportieren kann und das vor allem einfach und sicher zu installieren und zu erweitern ist.

Den ersten MIMO-WLAN-Router zeigte Netgear auf der CeBIT 2006. Er soll dank brutto 240 MBit/s übertragen kommt im Sommer in den Handel.

So steigen die Anforderungen ans (drahtlose) Heimnetz unaufhörlich! Schließlich rüsten sich die Telekommunikationsdienstleister längst schon, um per Triple-Play auf Kundenfang zu gehen ? etwa die Deutsche Telekom AG, die inzwischen die Rechte an der Fußballbundesliga erworben hat, um ab der Saison 2006/2007 ? vorbei an Fernseh-Kabel und ?Satellit in Form von Internet-Paketen alle Spiele der in HDTV in die Haushalte zu liefern.

Unter Triple-Play versteht man den Dreiklang der Dienste

  • Internet-Zugang (TCP/IP),
  • Internet-Telefonie (VoIP) und
  • Internet-Fernsehen (IPTV, VoD).

Was dann im Haushalt verteilen können soll, braucht genügend Bandbreite im Heimnetz für

  • 3 HDTV-Streams,
  • 2 VoIP-Telefonate und
  • 2 High-Speed-Internet-Zugänge,
  • zusammen mehr als 40 MBit/s ? und das mit Quality of Service, kurz QoS.

    Des leidigen WLAN-Bandbreiten-Themas hat Tom's Networking Guide Deutschland im Beitrag "Die WLAN-Lüge" angenommen. Der europäische Gegenentwurf HiperLAN/2 zum amerikanischen WLAN, den das Buch "Wireless LANs Networker's Guide" ausführlich beschreibt (und den in zarten Ansätzen die französische Unterhaltungselektronikfirma Thomson umgesetzt hat), hat jedoch ebenso wenig Zugang zum Markt gefunden wie IEEE1394, aka Firewire.

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