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Internet per Satellit

10. 07. 2007
Alexander Hoch
Tom's Networking Guide

ASTRA2Connect

Zweiwege-Highspeed-Internet-Dienst per Satellit

Etwa drei Millionen Haushalte sind in Deutschland laut Bundesministerium für Wirtschaft ohne DSL, ein Standortnachteil für rund 1400 Gemeinden. Mit ASTRA2Connect bieten die Kooperationspartner SES ASTRA und Filiago einen vollständig auf Satellitentechnik aufgebauten Breitbandservice mit Flatrates bis zu 1024kbit/s an.
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Satellit statt DSL ? wir können auch anders

In unserem Beitrag "WLAN statt DSL ? wir können auch anders" hatten wir über ein kommunales Funknetz in Eigenregie berichtet, mit dem die Gemeinde Finsing den von der Deutschen Telekom in Kauf genommenen Standortnachteil zu überkommen wusste. Zugunsten ihrer Bürger hatten orstanässige Unternehmen und Privathaushalte in Eigeninitiative WLAN-Zugangspunkte eingerichtet, die über WLAN-Richtfunkstrecken auf einen Übergabepunkt ins DSL-Fernleitungsnetz aufgeschaltet sind.

Ein solcher Übergabepunkt läßt sich freilich auch an der Kopstation eines Satellitenbetreibers wie ASTRA einrichten ? an Stelle von WLAN funken Kopfstationen und Satelliten die IP-Pakete. Der Ansatz ist zwar nicht neu, wie die Beispiele Sky-DSL und Eutelsat/STG zeigen.

Neu ist hingegen, dass nun der Rückkanal (Upstream) ebenfalls über den Satelliten (Uplink) abgewickelt wird. Erst damit ergibt sich die große Freiheit von jedweder Telefonleitung ? Strom genügt.

DSL-Verbreitung in Deutschland (Quelle: SES ASTRA)

Um die vor allem in ländlichen Gegenden immer noch existente "digitale Spaltung" beim Internet-Zugang aufzuheben, bietet nun ASTRA2Connect eine Alternative für preiswerte, interaktive Breitband-Internetanschlüsse an. Der wohlklingende Namen läßt zu Recht auf eine satellitengestützte DSL-Infrastruktur schließen. Und so benötigt der Endkunde, um den Dienst zu nutzen, neben seinem PC und einer Zugangskennung lediglich drei Hardware-Komponenten:

  • das ASTRA2Connect Satellitenmodem (Plug & Play) mit Ethernet-Schnittstelle,
  • eine Satellitenantenne (80 cm) und
  • ein interaktives LNB.

Die Komponenten sind, vom Aufbau der Satellitenschüssel abgesehen, in wenigen Schritten schnell eingerichtet. Sobald der PC über die Ethernet-Schnittstelle mit dem Satellitenmodem verbunden ist, tauscht er die Daten über das interaktive LNB bidirektional mit dem Satelliten aus: Das ist ein entscheidendes Plus gegenüber Lösungen, die als Rückkanal immer noch eine Telefonleitung nutzen.

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