tom's networking guide
 
Anzeige

Hintergrund HDMI

05. 05. 2008
Manuel Masiero
Tom's Networking Guide

HDMI-Features im Klartext.

Verbindliche Richtlinien statt Marketingversprechen.

Bei HD-Fernsehern hat sich die HDMI-Schnittstelle zum Standard für digitale Audio- und Videoübertragung gemausert. Um Kunden vor Fehlkäufen zu bewahren, müssen Hersteller die HDMI-Eigenschaften ihrer Displays nun unmissverständlich nennen.
.

Verwirrspiel um HDMI-Features

Das High Definition Multimedia Interface (HDMI) findet sich heute in fast jedem HD-Display. Kein Wunder, transportiert es Audio- und Videodaten doch komplett digital und wurde von Herstellerseite speziell für Geräte aus der Unterhaltungselektronik konzipiert. Damit steht HDMI nicht in Konkurrenz zum neuen Stecker- und Kabelverbindungsstandard DisplayPort, der vielmehr auf den PC-Bereich abzielt und die altgediente VGA-Schnittstelle ebenso ablösen soll wie das DVI-Interface.

Platzhirsch: Das HDMI-Interface hat sich in der Unterhaltungselektronik zum De-facto-Standard für digitale Audio- und Videoübertragung gemausert.

Die Fokussierung auf Unterhaltungselektronik fordert bei HDMI allerdings ihren Tribut: Dieser kommt in Form des Verschlüsselungssystem HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection) daher und soll verhindern, dass die hoch auflösende Bilderflut in falsche Kanäle gelangt.

Von der HDMI-Lizenzorganisation zertifizierte Abspiel- und Empfangsgeräte verfügen deshalb über 40 Schlüssel mit einer Länge von 56 Bit und wählen beim Verbindungsaufbau einen davon zufällig aus. Mit Hilfe dieses Schlüssels basteln Sender und Empfänger eine kryptografische Protokollschicht und übertragen anschließend sämtliche Audio- und Videoinhalte chiffriert.

Inklusive: Jedes zertifizierte HDMI-Gerät unterstützt das von der Digital Content Protection LLC entwickelte Verschlüsselungsverfahren HDCP.

Das Hauptproblem der HDCP liegt in der Gefahr der so genannten Key Revocation, also des Entzugs des Schlüssels. Sollte eines der so genannten Key Revocation Centers ? eines davon betreibt Intel ? Betrug feststellen, kann es (Internet-Verbindung vorausgesetzt) den HDCP-Schlüssel entziehen. Das HDTV-Display arbeitet ab diesem Zeitpunkt nur mehr mit VGA-Auflösung, und weder der Händler, noch der Hersteller und auch nicht der Lieferant der Krypto-Chips, Silicon Image, sind in der Lage, den Schlüssel wiederherzustellen. Betroffen wäre aber nicht nur ein einziges HDMI-Display, sondern immer eine ganze Serie von 1024 Geräten, ein Grund warum Hersteller wie Loewe bereits Rückstellungen vorhalten um dem Kunden im Zweifelsfall mit einen Ersatzmonitor befrieden zu können.

Rubriken
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Mehr zum Thema
Firstlook Trinloc Sinfonie-W
Wer Radio nicht nur als Musik in Internet-Paketen versteht, sondern auch UKW und DAB im Haus haben will, wird bei Trinloc fündig. Das Multi-Radio "Sinfonie-W kann sogar Musik vom PC streamen. [mehr]
Test Belkin F5D8233 WLAN-Router
Der WLAN-Router Belkin F5D8233, ein Draft-N-Gerät, überraschte die Tester mit sehr zwiespältigen Ergebnissen. [mehr]
Firstlook Netgear GS-108T
Gigabit-Performance soll den Mangel an Dienstgüte in TCP-Heimnetzen ausgleichen ? die passende Schaltleistung vorausgesetzt. Den administrierbaren 8-Port-Switch GS108T von Netgear haben wir auf den Prüfstand gehoben. [mehr]
Firstlook Trendnet TEW-633GR
Die mit Spannung erwartete neue WLAN-Generation drängt in die Verkaufsregale. Der zweite Entwurf für "Wireless N" will wirbt mit "schneller" und "weiter". Doch die mit IxChariot ermittelten Durchsatzwerte sind enttäuschend, wie unser Firstlook offenbart. [mehr]
Anzeige