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VoWLAN im Unternehmen

30. 06. 2008
Günther Ohland
Tom's Networking Guide

Telefonie im Wandel

Sprechen Sie DECT oder WLAN?

Nach dem Wunsch mancher Hersteller soll Voice-over-WLAN die klassische schnurlose DECT-Telefonie ablösen. Kann DECT-over-IP hier dagegen halten?
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Konsument oder Geschäftskunde

Voice-over-WLAN ist die aus technischer Sicht logische Zusammenführung von Voice-over-IP und Wireless-LAN. Nach dem Wunsch mancher Hersteller soll VoWLAN die klassische schnurlose DECT-Telefonie ablösen. So wie VoIP der konventionellen Telefonie den Rang abläuft, soll es bald im schnurlosen WLAN-Bereich geschehen. Mit "DECT-over-IP" halten einige Hersteller jedoch erfolgreich dagegen.

VoIP-Telefonie am Hotspot im Straßencafe ist bequem und preiswert. (Foto Nokia)

Schon vor Jahren gab es Versuche, per SIP-Client (Session Initiation Protocol) vom Laptop oder SmartPhone aus via WLAN-Hotspot zu telefonieren, um Handy-Gebühren zu sparen. Die Consumer nahmen das Angebot indes nur zögerlich an, und die GSM/UMTS-Betreiber konnten sich mit VoIP an öffentlichen oder häuslichen WLAN-Access-Points nicht anfreunden. Im Gegenteil. Die Femtocell-Technik will GMS- respektive UMTS-"Basisstationen" in den Massenmarkt bringen.

Die Idee, über eine DSL-Flat-Rate WLAN-Access-Points per SIP-Client auf dem Handy kostenlos zu telefonieren, passte nicht in die Geschäftsmodelle der Netzbetreiber ? und daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Techniker vergessen leider immer wieder, dass nicht alles, was machbar ist und technisch auf dem ersten Blick sinnvoll erscheint, die breite Unterstützung aller Marktteilnehmer erfährt. So entwickelte sich Voice-over-WLAN nicht im Consumer-, sondern im Business-Bereich kontinuierlich weiter und ist dort sehr sinnvoll einzusetzen.

Die vier ITK-Elefanten Cisco, Intel, Nokia und RIM kooperieren, um die Einführung von WLAN für die Sprachübertragung in Unternehmen voranzubringen. Die Basis dafür bildet die Konvergenz von VoIP und WLAN.

Die vier genannten Firmen haben ihre Ziele hochgesteckt. Nokia plante bereits im Jahr 2006, dass ungefähr zehn Prozent der verkauften Mobiltelefone WLAN-fähig sein sollten. Die Zusammenarbeit von Nokia, Intel und Cisco sollte (abhör-)sichere Client-Technik und ein funktionierendes Roaming zwischen den WLAN-Access-Points gewährleisten.

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