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Report vom Broadband Worldforum 2010

Die neuesten Lösungsansätze für Glasfaserprojekte

Der exakte Bedarf

Das ist Musik in den Ohren des TK-Ausrüsters ZTE, nach Mitbewerber Huawei die Nummer zwei in China, beide mit Hauptsitz in Shenzhen und mit Niederlassungen auch in Deutschland vertreten. "Wie hoch der Bedarf in Zukunft sein wird, kann man sich leicht vorstellen, wenn man alleine den Bereich IPTV betrachtet", erläuterte Dr. Peihong Hou, Chief Technology Officer und Managing Director Deutsche Telekom Business Unit der ZTE Deutschland GmbH. "So benötigt ein HDTV-Kanal via IP zwischen 6 und 12 MBit pro Sekunde im Downstream. Pro Wohneinheit werden drei Kanäle üblich sein, denn schließlich wollen die Eltern andere Programme sehen als ihre Kinder. Mit den heute so weit verbreiteten 6 MBit-DSL-Anschlüssen kommt man also nicht weit. Schätzungen zufolge werden in Zukunft allein für HDTV-Angebote mindestens 50 MBit pro Privathaushalt benötigt", prognostiziert der Experte für optische Netze.

Dr. Peihong Hou, ZTE Deutschland (Bild: ZTE)

Chinesische Metropolen ? Geisterstädte in Europa

Noch bedeutender ist der schnelle Zugang zum Netz für die Industrie ? der Access zu den Autobahnen der Zukunft, die weit über das heute übliche Maß hinausgehen, entwickelt sich zu einem wichtigen Standortfaktor insgesamt. "Europa ist beim Thema Broadband spät dran", hob Lin Cheng, President, Western Europe Region, ZTE Corporation, in Paris mahnend den Zeigefinger. Lin Cheng identifiziert zwei grundlegende Gaps: die Rückständigkeit der Internet-Anschlüsse auf dem platten Land, wo gerade einmal 1 MBit pro Sekunde pro Haushalt zur Verfügung stehen, im Vergleich zu den großen Städten, die immerhin mit 30-50 MBit pro Sekunde surfen können.

Die zweite Kluft, so Lin Cheng, klafft zwischen Europa auf der einen und Amerika und Asien auf der anderen Seite: Während europäischen Städten gerade einmal 100 MBit pro Sekunde an Bandbreite zur Verfügung stehen, pflügen amerikanische und asiatische urbane User mit 1GBit pro Sekunde alles nieder. Lin Cheng verstieg sich sogar zu der These, dass "die User dahin migrieren werden, wo die Infrastruktur ist. Die Leute ziehen nicht nach Europa, sondern nach Asien!" Bestätigt sah er seine These, wonach allein die Ausstattung mit genügend Bandbreite künftig darüber entscheiden wird, wo die Menschen leben werden, am Verhalten der Kinder, die schon heute nicht mehr auf dem Land leben wollen, da sie dort keine 3D-Videospiele spielen können.

Von links nach rechts: Chen Jie und Lin Cheng von ZTE auf dem Broadband Worldforum 2010. (©Smartmedia PresSservice)

Glasfaser statt Glaskugel

Doch das muss nicht so bleiben. Wenn europäische Netzwerkausrüster auf die Technologien von ZTE zurückgreifen, dann wird sich die Völkerwanderung in Grenzen halten. Denn mit den richtigen Technologien ? die im übrigen auch Huawei, Alcatel Lucent, Ericsson oder Cisco anbieten, um nur einige zu nennen ? können Geschäftskunden über schnelle Glasfaserkabel und intelligente Netzwerktechnologien mit Bandbreiten von bis zu 1 GBit pro Sekunde durchaus versorgt werden.

Die Glasfasertechnik ist zu recht in aller Munde, da die Glasfasertechnik nicht unbedingt eine komplette Neuverkabelung voraussetzt. Das spart Materialkosten und ist umweltfreundlicher. Zudem können Betreiber durch intelligente Netzwerktechnologien, wie sie ZTE und andere anbieten, zwischen unterschiedliche Varianten beim Aufbau einer neuen Glasfaser-Infrastruktur wählen.

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