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Report vom Broadband Worldforum 2010

Die neuesten Lösungsansätze für Glasfaserprojekte

Das Fttx-Szenario: FttH, FttK und FttB

Unterschieden wird zunächst der Endpunkt der Verkabelung (Fibre-to-the-x, Fttx): Das "x" kann durch "H" wie "Home", "K" wie "Kerb" (Bordstein) oder "B" für "Building" ersetzt werden. Nutzen User den Lösungsansatz FttH, werden die Daten direkt in die Wohnung übertragen. Bei FttK geht das Glasfaserkabel bis zum Bürgersteig vor dem Haus, aber nicht in das Haus hinein. Bei FttB geht die Glasfaser in ein Gebäude ? meist in den Keller ? von wo aus die Datenströme an die einzelnen User verteilt werden.

In Deutschland mehr hybride als reine Glasfasernetze

Zusätzlich zum Endpunkt der Verkabelung kann die technische Beschaffenheit variieren ? setzt man reine Glasfaserarchitekturen ein oder Kombinationen aus DSL- mit modernen Glasfaserleitungen? Da das Verlegen der Glasfasernetze mit hohen Tiefbaukosten verbunden ist, wird die neue Fttx-Vernetzung in Deutschland hauptsächlich in Neubaugebieten durchgeführt. Altbaugebiete erhalten vor allem dann Glasfasern, wenn damit marode Kupferkabel auf der sprichwörtlichen "letzten Meile" verschwinden.

"Anders als in China, wo Infrastrukturprojekte in der Regel erstmalig stattfinden, geht es in Deutschland häufig um eine möglichst investitionsschonende Erweiterung bestehender Infrastrukturen", erklärt Dr. Peihong Hou von ZTE Deutschland. ZTE hat deshalb für Hybrid-Architekturen aus Glasfaser- und Kupferverkabelung mit UNI-FAN eine neuartige Lösung geschaffen, auf deren Basis aktive und passive Architekturen kombiniert werden können (AON, Active Optical Networks, und PON, Passive Optical Networks).

Stromversorgung sparen oder verbrauchen: Passive und aktive Technologien

Bei Glasfaser-Netzen unterscheidet man zwischen aktiven (AONs, Active Optical Networks) und passiven (PONs, Passive Optical Networks) Architekturen. Aktive Netze enthalten Komponenten wie Routers, Switches und DSL-Zugangskonzentratoren (DSLAMs Digital Subscriber Line Access Multiplexers), die für den Übertragungsweg eine Stromversorgung benötigen. Das macht den Aufbau und den Betrieb des Netzes für den Anbieter kostenspieliger.

Bei der passiven Technologie werden optische Splitter im Übertragungsweg verwendet, die aus rein passiven Elementen bestehen und somit keine Stromversorgung bzw. Klimatisierung benötigen. Passive Netzwerke sind insofern ökologischer, da sie keinen Strom verbrauchen. Sie haben in der Regel auf dem Übertragungsweg keinen Wartungsbedarf und sind für den Betreiber daher in diesem Bereich auch kostengünstiger. Bei GPON (Gigabit Passive Optical Network), können Datenraten von bis zu 2,5 GBit pro Sekunde bereitgestellt und in der Regel bis zu 64 Teilnehmer mit einer Faser versorgt werden.

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