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Report CeBIT 2010 / Connected Living

11. 03. 2010
Mario Wolf
Tom's Networking Guide

Report CeBIT2010 / Connected Living

Haus der Zukunft ? Vision oder Realität

Die TU Berlin präsentierte sich auf der CeBIT 2010 im Future Parc als Innovationszentrum "Connected Living" mit Heimvernetzung und Hausautomation.
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Connected Living ? Die Zukunft ist da

Wie oft hat man in der Vergangenheit von nahezu allen gestandenen ITK- und CE-Herstellern immer wieder Schlagworten wie "SmartHome", "Digital Home", Wimac@home" oder "Digital Living" gehört, von "Home Entertainment" und den jeweiligen, vermeintlich perfekten Produkten. Das Problem dabei ist aber bisher fast immer, dass zu viele, teilweise proprietäre Standards selbst technisch versierte und gestandene PC-Profis überfordern. Wie schön wäre da doch der Ansatz, hierfür ein eigenes Betriebssystem zur Hand zu haben, mit dem selbst der ausgemachte Laie auf einfache, selbsterklärende Art und Weise das Sinnvolle mit dem Interessanten und Gesunden verbinden und dabei auch noch Spaß haben kann.

Eine der Seiten des Modell-Hauses im Future Parc in Halle 9 der CeBIT 2010: Fahrrad und Hometrainer sind mit dem Bildschirm verbunden und der Bewohner kann sich auf einprogrammierten Strecken auf dem Stadtplan abstrampeln. (Bild: Smartmedia PresSservice)

Genau dieses Modell stellte die TU Berlin auf der diesjährigen CeBIT im Future Parc der Halle 9 aus: Ein stilisiertes, viergeteiltes Haus repräsentierte vier unterschiedliche- und doch typische Wohnbereiche. Die dort gezeigten Räume wie Küche, Wohnzimmer und Hobby-Raum (hier: "Wellness-Bereich") sind unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche zusammen geführt. Die Oberfläche des neuen Betriebssystems ist hierbei bewusst klar und einfach- dabei aber jederzeit innovativ handhabbar und optisch sehr ansprechend strukturiert. Die Macher der Demonstration haben das selbst sehr treffend formuliert:

"Endlich Feierabend! Wer abends die Tür seines vernetzten Heims öffnet, kann sich freuen. Die Wäsche ist gerade fertig gewaschen, das Wohnzimmer gemütlich warm und der Auflauf im Ofen braucht nur noch zwanzig Minuten. Genauso lange wie nötig, um die Einkäufe im Kühlschrank zu verstauen und den Stress des Tages auf dem Heimtrainer mit Hilfe des virtuellen Assistenten abzustrampeln. ..."

Sicher müßig zu erwähnen, dass dieser Heimtrainer auf Wunsch kardiologische Daten aufzeichnet und diese mit einem zuvor erstellten, persönlichen Ernährungsprogramm abgleicht. Damit das auch optisch Spaß bringt, fahre ich mit diesem System reale Strecken via Google Earth am Flachfernseher ab. Im Beispiel auf der CeBIT wurde durch Berlin geradelt. Neben der zu fahrenden Strecke sehe ich dabei ebenfalls die Geschwindigkeit nebst Fahrzeit sowie die gemessenen, physischen Daten wie Puls und verbrannte Kalorien sehr ansprechend visualisiert.

Auf dem Smart-Bike lassen sich einprogrammierte Routen am Bildschirm "erfahren". In Verbindung mit geeigneten Home-Trainern werden Geschwindigkeit und Gang dem Trainigsziel aber auch dem aktuellen Puls nachreguliert. (Bild: Smartmedia PresSservice)

Der Clou aber ist, dass ich meinem "inneren Schweinehund" dadurch auf die Beine helfe, dass ich gegen Gegner, Freunde und auch Trainer in der ganzen Welt über das Internet, via Google, antreten kann. Der von Rennspielen her bekannte "Ghost Rider" zeigt mir auf Wunsch meine bisherige Leistung von gestern oder beispielsweise auch letzter Woche und präsentiert mir so auf einprägsame- und sehr motivierende Weise meine aktuelle Verfassung bzw. konditionelle Verbesserung an. Zusätzlich erhalte ich Punkte und Auszeichnungen für die zuvor im Trainingsprogramm auferlegten Teilziele meines Gesamtziels. Immer neue Strecken und Schwierigkeitsmerkmale werden kaum Langeweile aufkommen lassen womit die Langzeitmotivation sicher gestellt sein sollte.

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