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Report von der Conlife 2010

Das vernetzte Zuhause und seine Zukunft

Fakten und Kernaussagen

Dr. Andreas Goerdeler vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technik eröffnete den zweitägigen Informations- und Visionsmarathon mit einem Gesamtüberblick sowie den kurz- bis mittelfristigen Zielen, welche seiner Meinung nach Maßgabe für die zukünftigen Herausforderungen in diesem Bereich sein werden. Ebenso wies er auf die Gründung des Vereins Connected-Living e.V. hin, dem schon heute 26 maßgebliche Partner beigetreten sind. Ziel muss sein: Übergreifende Standards zu schaffen bzw. vorhandene zu nutzen um weiße-, braune- und graue Ware kurzfristig, möglichst gesamtheitlich zu vernetzen.

Entscheidender Erfolgsfaktur für die Akzeptanz und damit dem Umsatz wird sein, dass für den Nutzer möglichst kein technisches Fachwissen notwendig sein wird. Hier ist Industrie und Handwerk gefordert, Modelle zur Tragfähigkeit zu entwickeln und standardisierte Schnittestellen statt proprietärer Lösungen verschiedener Anbieter zu nutzen. Unsicherheit führt immer unweigerlich zur Kaufzurückhaltung und damit zu mangelnden Umsätzen und daraus resultierenden, ausbleibenden Weiterntwicklungen in diesem zukunftsträchtigen Markt. Lösungen aus einer Hand sind sicherlich ein guter Ansatz.

Niek Jan van Damme (Mitglied des Vorstandes Deutsche Telekom und Hauptvorstand Bitkom) sprach in seiner Eröffnungsrede davon, dass dieser Bereich "an der Schwelle angekommen ist, Früchte zu tragen". Dazu gehören seiner Meinung nach folgende Facetten:

1. Vernetzung der Haushalte ? Schritt von Mega- zu Gigabit Bandbreiten, also die Infrastrukturkosten für Fibre Verkabelung trotz der Kosten von derzeit geschätzten 50-60 Milliarden ? voranzutreiben und schon bis 2012 bis zu 20 Prozent aller Haushalte per Glasfaser zu vernetzen. Dies entspräche bereits rund 4 Millionen Haushalten!

Auch dazu gehört die Bereitstellung der zum Zeitpunkt der Conlife noch in Auktion befindlichen, neuen Mobilfunkfrequenzen, welche eine Bandbreite wie heutiges xDSL- und darüber hinaus, theoretisch eine bis zu Versechzigfachung beim Mobile Potenzial versprechen.

2. Intelligente Vernetzung der Haushalte selbst. Die Kommunikation der Geräte untereinander ?und zwar zuverlässig und unsichtbar, ohne dabei den Nutzer technisch zu überfordern. Steuerbarkeit aus der Ferne wäre dabei der logische, dazugehörige Schritt. Unweigerlich müssen sich auch Dienste und Produkte der sich stark verändernden demographischen Herausforderungen anpassen.

Ein weiterer Trend bei stark steigenden Energiekosten und knapper werdenden Ressourcen ist die Notwendigkeit der Energieeffizienzsteigerung. Intelligente System bieten schon jetzt ganz leicht 10-20 Prozent Einsparungspotenzial.

Ebenso ist der Trend "Home Entertainment" schon jetzt umsatzmäßig bei 13 Milliarden ?.

9 Millionen TV Geräte werden dieses Jahr, lt. verschiedener Prognosen, verkauft werden, ebenso 1 Million Blue Ray Player. HD TV hat sich also in der Akzeptanz sehr schnell durchgesetzt. Ein weiterer, eklatanter Anstieg der Bandbreite wird durch die Verbreitung von 3D TV erkennbar werden. Durch IPTV, also Anschluss ans Internet, erhält der Nutzer unmittelbaren Einfluss auf das angebotene Programm.

Ziel muss ganz einfach sein: "Connecting all Devices at Home" ? Das Miteinander ist hier die Maßgabe schlechthin.

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