tom's networking guide
 
Anzeige

Report von der Conlife 2010

Das vernetzte Zuhause und seine Zukunft

Vernetzte Geräte für alle Lebenslagen

Ab 16.00 Uhr stand dann Herr Hannes Schwaderer, Geschäftsführer Deutschland und Österreich der Intel GmbH auf dem Podium. Kern seines Vortrages sollten mögliche Ansätze und Beweise für die Prämisse "15 Milliarden intelligente, vernetzte Geräte in 2015" sein.

Herr Schwaderer stellte fest, dass schon jetzt 1,5 Milliarden Menschen mit dem Internet verbunden sind. Bis 2020 soll diese Zahl auf 5 Mrd. anwachsen. Die Herausforderung liegt also darin, die richtigen "Paintballs" zu treffen. Die besonders zu adressierenden- sind derzeit unter anderem:

  • Klima Änderung
  • Energie Knappheit und steigende Kosten hierfür
  • Die Urbanisierung der Menschen in Städten (~50 Prozent der Menschen leben in Städten!)
  • Der demographische Wandel in der Gesellschaft
  • Die wachsenden Bridgeländer (mehr Nachfrage, wachsender Wohlstand..)
  • ...
  • All das sind jetzt schon Märkte! Intelligente Systeme müssen hier eingesetzt werden um diesen Herausforderungen Rechnung tragen zu können. Heute sind bereits ca. 4 Mrd. Geräte vernetzt. Bis 2015 werden es wahrscheinlich rund 15 Milliarden sein!

    Derzeit teilen sich die Bereiche in folgende, wichtige Segmente: PC, TV und Telefon. Gerade was den demographischen Wandel betrifft, sind Bereiche wie AAL (Ambient Assisted Living) hier nicht nur auf Unterstützung und Sicherheit ausgerichtet, sondern müssen auch dazu dienen, die sich abzeichnenden, explodierenden Kosten zu reduzieren.

    Gerade in Großbritannien zeigen Projekte wie das National Health Service (NHS) Pension Scheme wie die Kosten/Nutzen Gegenüberstellung, bei gleichzeitig erhöhtem Leistungs- und Qualitätsumfang, sehr gut verbessert werden können. Der ROI (Return Of Invest) ist also hier besonders groß.

    Gerade aber auch der Bereich Home Entertainment wird für deutlich steigende Akzeptanz und Umsätze sorgen. Entsprechend den amerikanischen Erhebungen der ?Consumer Electronics Association" (CEA), schauen heute rund 56 Prozent der Konsumenten parallel zum TV Programm ins Internet. In 5 Jahren werden auf Youtube und Co. Geschätzte 500 Mrd. Stunden Movie Content abrufbar sein!

    Sinnvolle Services werden dem Thema weiteren Auftrieb geben. In Ulm sind beispielsweise schon heute in einem Pilot Projekt ca. 200 Smart PKW für Nutzer abrufbar. Per Smarthome und Co. lassen sich freie Fahrzeuge auf einfachste Art und Weise lokalisieren, buchen und auch bezahlen. Ein Trend der sich in Großstätten wie z.B. New York bereits abzeichnet ist die Tatsache, dass dort rund 54 Prozent der Menschen kein eigenes Auto mehr haben. - Tendenz steigend!

    Bertram Bittel (ARD, ZDF und SWR), Georg Schell (Kathrein Werke), Karl Trautmann (ElectronicPartner) und Martin Vesper (Yello Strom) diskutieren über die Zukunft des fernsehers. (©Koelnmesse GmbH)

    Was die Technik angeht, ist Technik nicht nur viel günstiger in der Herstellung- sondern auch kleiner, vielseitiger und effizienter geworden. Heute "verbraucht" ein Transistor 107 (10.000.000!) Mal weniger Energie als vor 40 Jahren!

    Als dies sind zentrale Themen, welche in Kürze auf dem im Dezember stattfinden IT-Gipfel diskutiert werden. http://de.wikipedia.org/wiki/Nationaler_IT-Gipfel

    Bei der anschließenden Plenumsdiskussion ging es zum thematischen Abschluss des Tages noch einmal umfassend um das Thema: "Bleibt der Fernseher Unterhaltungsgerät oder wird er zur Schaltzentrale des vernetzten Heims?"

    Plenumsteilnehmer: Bertram Bittel (Vorsitzender der Produktions- und Technik-Kommission von ARD und ZDF, Direktor Technik und Produktion beim SWR), Karl Trautmann (Geschäftsführender Direktor, ElectronicPartner Handel SE), Martin Vesper (Geschäftsführer, Yello Strom GmbH), Georg Schell (Vice President R&D, Production, Logistics Leiter Technik, KATHREIN-Werke KG)

    Wichtige Eckpunkte über die weitgehend ungeteilte Einigkeit herrschte waren z.B.:

  • Das komplett umgesetzte SmartHome für den Normaluser existiert noch nicht.
  • Der Türöffner für den Markt ist die Unterhaltungselektronik bzw. Consumer Electronics (UE/CE). Das bedeutet gleichzeitig, dass Kommunikation da stattfinden muss, wo der Nutzer sich befindet, also z.B. im Wohnzimmer via TV Gerät.
  • Die Nutzungsdauer des TV hat sogar zugenommen. Gerade Geräte wie die Nintendo Wii Konsole haben als wichtige Dooropener, die Akzeptanz für interaktiven Mehrwert gesteigert, das TV Gerät für mehr als nur den Konsum von Unterhaltung zu nutzen. IP und XML Standards existieren längst für sinnvolle Applikationen mit echtem Zusatznutzen. Wenn z.B. die IP TV Set-Top-Box, erst einmal angeschafft ist, sind viele, zusätzliche Funktionen bereits erhältlich bzw. evtl. schon fest integriert.
  • Investitionshürden sind überschaubar geworden, zumal der sinnvolle Einsatz finanzielle Vorteile mit sich bringen, welche ein mittelfristige Amortisation der Kosten begünstigt. (Z.B. Smart Metering im Bereich der Energiewirtschaft)
  • Wichtig ist sicherlich auch, nicht nur Produkte zu verkaufen sondern auch den Service mit anzubieten. Alles aus einer Hand ist hier als Schlüssel zu Erfolg zu sehen.
  • Das die Akzeptanz beim Kunden, Voraussetzung für die Umsetzung ist, lässt sich ganz einfach daran ablesen, dass die Preise für besonders energieeffiziente Geräte wie z.B. Trockner, in jüngster Vergangenheit deswegen stark gestiegen sind, weil ROI und Ressourcenschonung, wichtige Kaufkriterien geworden sind. Bei besonders Strom sparenden Geräten gab es aufgrund der hohen Nachfrage sogar öfter Produktionsengpässe in der näheren Vergangenheit, so Karl Trautmann von ElectronicPartner.
  • Alle Geräte kurzfristig ins HomeNet zu intergrieren wird vorerst nur bei Neubauten oder Komplettsanierungen möglich sein. Die Gerätelandschaft ist einfach extrem heterogen. Beispielsweise lebt eine Heizung oft 30 Jahre wohingegen ein PC schon oft nach 2-3 Jahren ausgetauscht wird. Aber auch einzelne Schritte versprechen schon hohe Einsparungspotenziale und Komfortvorteile.
  • Alles in Allem ist auch hier der Konsens eindeutig: Offene Standards sorgen für Verbreitung und einfache- sowie auch zukunftssichere Umsetzung. Abgeschottete Systeme oder Proprietäre Insellösungen verhindern Umsatz und Fortentwicklung! Auch können die Visionen derzeit nicht kühn genug sein da die Technik rasend schnell voran schreitet. Selbst Bandbreiten von 10 Gbit/s werden schon in wenigen Jahren durchgängiger Standard sein und noch Vieles mehr möglich machen.

    Diese Zusammenfassungen zum ersten Kongresstag, also dem 19.05.2020, beruhen auf nur einigen der vielen, interessanten angebotenen Kongressangebote. Da fortlaufend rund fünf Angebote gleichzeitig stattfanden, haben wir versucht, den höchst möglichen Informationsnutzen zu bieten. Der Zusammenfassung des zweiten Tages folgt in Kürze.

    Weitere Informationen zum Programm und allen Referenten finden sich unter: www.Conlife-cologne.de

    Leserkommentar

    Keine Kommentare

    Kommentar hinzufügen

    * - Pflichtfeld

    *





    *
    *
    Rubriken
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Mehr zum Thema
    Report TELI ? energiesparende Prozessor-Technik
    Intels neue Server-Architektur amortisiert sich schon binnen Jahresfrist oder gar noch schneller. Und das nicht nur, weil sie mehr leistet: Moderne Prozessor-Technik spart Arbeit, Platz und Energie. [mehr]
    Report TELI "Kaltes Licht schont Umwelt und Geldbeutel"
    Glühlampen droht der gesetzliche Bann. Sogenannte Energiesparlampen sind allerdings nicht unproblematisch. Ob und wie es mit LED-Licht besser geht, klärte ein TELI-Expertengespräch, in dem Sharp über den aktuellen Stand der Technik informierte. [mehr]
    Das Universum in einer Schachtel
    Das Universum soll vor allem aus "Dunkler Materie" bestehen. Sehen kann man sie allerdings nicht, nur auf Hochleistungsrechnern simulieren. Passen die Simulationen zur sichtbaren Welt? [mehr]
    Display-Technik-Trends im HD-Zeitalter
    TV-Bildschirme werden immer größer und flacher. Wie die Broadcaster die neue Technik sehen, erläuterte Dipl.-Ing. Gierlinger vom IRT im Rahmen eine TELI-Veranstaltung [mehr]
    Nobelpreistraegertreffen in Lindau 2008
    Sieben Nobelpreisträger ? sieben Meinungen. Aus aller Welt zum 58. Treffen wissenschaftlichen Elite angereiste Jungforscher konnten sich aussuchen, was sie am meisten interessiert. Hoch im Kurs: Nobelpreisträger anfassen und mit ihnen reden. [mehr]
    Anzeige