tom's networking guide
 
Anzeige

Report Internet-Brief der Deutschen Post AG

Wenn der Postmann nicht mehr klingelt

Fazit: Online-Brief versus De-Mail

Mit ihren Online-Angeboten bringt die Deutsche Post gerade so viel Innovation in ihre Angebote, um sich den klassischen Briefversand nicht selbst abspenstig zu machen. Schließlich gilt es das Kerngeschäft zu erhalten, in dem 190.000 Mitarbeiter und damit der größte Teil der 500.000 Konzern-Angestellten beschäftigt ist. Der Hauptgrund für soviel Fortschrittsdenken liegt bei der De-Mail, die durch ihr Konzept die herkömmliche Briefpost mehr oder weniger links liegen lässt und dem gelben Riesen dadurch Milliardenbeträge entgehen. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern tritt die Post mit ihren Online-Diensten die Flucht nach vorne an. Damit Kunden künftig lieber zum elektronischen Brief statt zur De-Mail greifen, versucht die Post mit Investitionen von insgesamt 100 Millionen Euro, namhaften Kooperationspartnern und breit gestreuten Diensten möglichst viele Anwender von den Vorteilen ihrer Online-Angebote zu überzeugen. Ob das gelingt, wird wohl vor allem davon abhängen, wie viele Dienstleister die Post noch ins Boot holt und ob der gebotene Mehrwert der De-Mail Paroli bieten kann.

Format

Hybrid-Brief

Online-Brief

Zum Vergleich: herkömmlicher Brief

Standardbrief

0,46 Euro

nicht bekannt

0,55 Euro

Kompaktbrief

0,73 Euro

nicht bekannt

0,90 Euro

Großbrief

1,19 Euro

nicht bekannt

1,45 Euro

Online-Briefdienste der Post: Portokosten im Überblick.

Die Post-Pläne für den elektronischen Brief sind derzeit für Unternehmen deutlich interessanter als für Privatpersonen. Ob sich letztere mit ins Boot holen lassen, wird in erster Linie von den versprochenen Zusatzangeboten wie Micropayment abhängen. Doch bei der Kundenansprache hat die De-Mail-Konkurrenz aus Bund und Telekom die Nase vorn, weil sie schlichtweg mehr Endanwender erreichen. Erweist sich die kostenlose De-Mail dann noch als abhörsicher und alltagstauglich, wird die Post wohl den Kürzeren ziehen.

Pro

Contra

Günstiger als Standard-Briefsendungen.

PC und Internetzugang zwingend erforderlich.

Schneller Versand über das Internet.

Nur geringe Kostenersparnis beim Hybrid-Brief.

Für Anwender komfortabler als Papierbriefe.

Kostenlose Software wie PGP ermöglicht ebenfalls sicheren und verschlüsselten E-Mail-Versand.

Eindeutige Zuordnung von Sender und Empfänger verhindert "Spam" im Postkasten.

Vollständig elektronischer Postbrief kostenpflichtig.

Briefgeheimnis bleibt auch online gewahrt.

Konkurrent De-Mail arbeitet ähnlich und ist kostenlos.

Zusatznutzen durch Mehrwertdienste.

Erst durch Zusatzdienste für Privatleute interessant.

Elektronische Briefsendungen der Deutschen Post.

Leserkommentar

Pink-punk Punk-pink, Tue, 22. Jun. 2010 - 18:12:
Es geht um Kostensenkung. Nur diese werden von der überwigenden Verbrauchergemeinschaft belohnt. Solchen (Privat)Gewinner als Alleinschuldner zu verurteilen ist genau so, wie einen Bordelbetreiber dafür, daß er DAS macht. So lange ES von den Massen gefördert wird, kommt immer wieder der nächste Macher-Gewinner. Und zeigt uns. Aber man muss sich vor Augen halten: es ist von uns gewählt durch unsere Regel. Und nur durch diese ist der Nächste Gewinner wahlbar. Der entspricht unseren Regel.
Contra 3 , Tue, 11. May. 2010 - 11:25:
Der Brief wird also eingescannt um dann wieder ausgedruckt zu werden. In wie vielen Fällen in denen beide Korrespondenten wissen, was eine E-Mail ist, werden diese denn bitte bereit sein, Porto dafür zu bezahlen?
Pink-ink , Tue, 11. May. 2010 - 01:08:
Contra 2: Viele Firmen verlagern eigene Arbeit und Verantwortung auf die Kunden, die noch mitspielen, weil sie noch nicht verstehen, was eigentlich abläuft.
Wenn ich z.B einen Brief einwerfe, dauert das ca. 1 Minute auf dem Weg zur Arbeit. Bis ich den Rechner hochfahre, mich an dem Portal anmelde und den Online-Brief abschicke, habe ich viel mehr kostbare Zeit verbraucht. Die Post allerdings hat erfolgreich Arbeitszeit eingespart. Der Dumme ist in diesem Fall der Verbraucher.
Pink-ink , Tue, 11. May. 2010 - 01:02:
Contra 1: Die Online-Briefdienste benötigen langfristig weniger Personal (siehe Packstation), wodurch wieder Arbeitsplätze wegfallen. Die Arbeitslosenquote steigt und die wenigen die noch Arbeit haben, dürfen durch höhere Steuern die Arbeitslosen unterstützen.

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*





*
*
Rubriken
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Mehr zum Thema
Report TELI ? energiesparende Prozessor-Technik
Intels neue Server-Architektur amortisiert sich schon binnen Jahresfrist oder gar noch schneller. Und das nicht nur, weil sie mehr leistet: Moderne Prozessor-Technik spart Arbeit, Platz und Energie. [mehr]
Report TELI "Kaltes Licht schont Umwelt und Geldbeutel"
Glühlampen droht der gesetzliche Bann. Sogenannte Energiesparlampen sind allerdings nicht unproblematisch. Ob und wie es mit LED-Licht besser geht, klärte ein TELI-Expertengespräch, in dem Sharp über den aktuellen Stand der Technik informierte. [mehr]
Das Universum in einer Schachtel
Das Universum soll vor allem aus "Dunkler Materie" bestehen. Sehen kann man sie allerdings nicht, nur auf Hochleistungsrechnern simulieren. Passen die Simulationen zur sichtbaren Welt? [mehr]
Display-Technik-Trends im HD-Zeitalter
TV-Bildschirme werden immer größer und flacher. Wie die Broadcaster die neue Technik sehen, erläuterte Dipl.-Ing. Gierlinger vom IRT im Rahmen eine TELI-Veranstaltung [mehr]
Nobelpreistraegertreffen in Lindau 2008
Sieben Nobelpreisträger ? sieben Meinungen. Aus aller Welt zum 58. Treffen wissenschaftlichen Elite angereiste Jungforscher konnten sich aussuchen, was sie am meisten interessiert. Hoch im Kurs: Nobelpreisträger anfassen und mit ihnen reden. [mehr]
Anzeige