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Intels Micro-Server-Strategie

Die Masse macht's

Fazit

Micro-Server sind eine feine Sache, passen doch bis zu 45 Serverchen samt Mutterbrettchen in ein 2U-Gehäuse, in dem ehedem gerade mal ein Dual-Xeon-Brett Platz gefunden hatte. Und weil sie die Kleinen die Ressourcen der Großen (Lüfter, Stromversorgung, etc.) teilen, sinken die Kosten. Untereinander vernetzt per FC oder GbE können die Kleinen mit vielen kleinen Aufgaben beschäftigt werden, für die Gleichzeitigkeit kein Thema ist und Zeitnähe ausreicht: Die vielen Web-Seitchen der Millionen Facebook-User etwa lassen sich so gut auf einer verteilten Server-Infrastruktur hosten. Micro-Server können so den klassischen Markt für die großen Server-Klötze entlasten, wenngleich nicht verdrängen. Denn wenn Google oder Facebook aus Milliarden gespiderter Web-Seiten oder Millionen hinterlegter User-Profile nutzwertige Informationen für sich oder die Werbeindustrie errechnen wollen, brauchen sie die Echtzeit-Option, die vernetzte Micro-Server nicht bieten können. Selbst wenn Boyd Davis seine heutige Telefonkonferenz ausschließlich dem Einsatz von Micro-Servern in Rechenzentren gewidmet hatte ? Bedarf für solche Serverchen gibt?s allerorten ? selbst im Heimnetz. Denn damit ein Digitalfoto, ein Musikstück, ein HD-Video von einem Speicher-Stick oder ein Fernsehprogramm auf den großen, flachen Fernseher im Wohnzimmer erscheinen respektive erschallen soll, reicht ein Bisschen USB nicht aus ? gleich ob schnell und/oder drahtlos: Vernetzte Welten brauchen Server in allen Knoten des Netzwerks ? damit der klassische PC oder das Notebook, lange Jahre Intels Cash-Cows, aus bleiben können.

Diese Prozessoren und Chipsätze stehen in der aktuellen Roadmap von Intel. (Tabelle: Intel)

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