tom's networking guide
 
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05. 04. 2012
Logan Hutchinson, Flexera Software
Tom's Networking Guide

Report Flexera

Das Kreuz mit den Software-Lizenzen

Software-Pakete werden immer komplexer und deren Lizenzierung stellt Unternehmen vor immer größere Herausforderungen aus technischer und wirtschaftlicher Sicht. Lizenz-Management wird zu einem immer größeren Aufgabengebiet der IT-Abteilungen. Die Lösung versprechen Software Identification Tags. Flexera Software bietet eine Lösung, mit der Software-Hersteller eigene Tags erzeugen und integrieren können.
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Installations-Strategien machen die Lizenzierung flexibel

Unabhängige Software-Hersteller stehen bei der Lizenzierung ihrer zunehmend komplexer werdenden Anwendungen vor technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Zu Anfang sind viele Hersteller in ihren Zielmärkten zunächst mit einzelnen Produkten an den Start gegangen, die für bestimmte geschäftliche Aufgabenstellungen gedacht waren. Die Lizenzierung war zunächst recht unproblematisch. Das gesamte Produkt mit allen Funktions-Merkmalen wurde über einen einzigen Lizenz-Schlüssel lizenziert.

Mit zunehmendem Erfolg kamen weitere Anwendungen hinzu, die für andere Aufgaben konzipiert waren. In einigen Fällen wurden einzelne Produkte zugekauft, um das Angebot zu vervollständigen. So entstand allmählich ein Portfolio aus einzelnen Produkten, die sich eigenständig verkaufen ließen. Dass diese Produkte einzeln lizenziert wurden, erschwerte allerdings die Konzeption einer vereinheitlichten Lizenzierungsstrategie. Oft wäre es auch für Kunden besser, die einzelnen Produkte zu einem Paket zusammenzustellen, das als Komplettlösung angeboten werden kann. Auf diese Weise würde der Hersteller zudem eine zusätzliche Wertschöpfung in der Produktlinie erzielen, die er für sein weiteres Wachstum benötigte.

Grundsätzlich ist es relativ einfach, mehrere Einzelprodukte zusammenzufassen und als Lösungspaket zu einem Gesamtpreis anzubieten. Kunden erwarten aber eine weitergehende Lizenzierungsstrategie. Hierzu zählen eine transparente Lizenzierung, die Möglichkeit, gezielt einzelne Teile des Pakets oder flexibel einzelne Funktions-Merkmale zu lizenzieren, und die Möglichkeit, die Benutzung der Software im Unternehmen nachzuvollziehen.

Um die Lizensierung für Kunden zu erleichtern, stellen immer mehr unabhängige Software-Hersteller flexible Lizenzierungs-Optionen zur Verfügung. So sind Kunden beispielsweise häufig in der Lage, einzelne Funktions-Merkmale von Anwendungen oder Paketen freizuschalten, indem sie eine Lizenzierungs-Website besuchen oder einen Lizenz-Schlüssel per Email erhalten. In beiden Fällen kann der Kunde schon wenige Minuten nach Erhalt des Lizenz-Schlüssels mit der Anwendung oder dem erweiterten Funktionsumfang produktiv arbeiten.

Um dies zu ermöglichen, werden die Produkte zu einzelnen Paketen verpackt. So können sie wahlweise gemeinsam als Paket oder einzeln installiert werden. Der Software-Hersteller braucht dabei nur eine einzige Installations-Routine zu pflegen. Diese beinhaltet die Möglichkeit, ein oder mehrere Produkte nach Bedarf zu installieren und freizugeben. Dadurch werden die Reibungsverluste zwischen Bedarf und Bedarfserfüllung beinahe vollständig ausgeschlossen.

Mindestens ein Software-Hersteller ermöglicht die Paketierung einzelner Anwendungen zu einem Paket bei separater Lizensierung, um damit eine einzige Installation für die gesamte Produktlinie anbieten zu können. Diese Lizenzierungsmethode bezieht sich auf alle Produkte auf einem einzelnen Rechner, so dass Benutzer alles installieren können und doch nur die Produkte nutzen, die sie im Moment benötigen. Falls der Kunde mehr als eine Anwendung zur gleichen Zeit benötigt, werden weitere Lizenzen hinzugekauft. Bei diesem Modell werden sämtliche Software-Produkte gemeinsam verpackt und installiert.

Andere Hersteller bieten eine Paket-Installation mit getrennten Lizenz-Schlüsseln für einzelne Produkte an. Der Kunde kann dann frei wählen, welche Produkte er einsetzen will. Die Installations-Routine installiert das gesamte Paket. Mit einzelnen Lizenz-Schlüsseln kann er verschiedene Produkte oder einzelne Merkmale des Pakets freischalten. So kann der Kunde zunächst nur die aktuell benötigten Funktions-Merkmale erwerben und behält sich gleichzeitig die Möglichkeit vor, weitere Funktions-Merkmale hinzuzunehmen, indem er die entsprechenden Lizenz-Schlüssel erwirbt.

Software-Nutzung nachverfolgen

Anwender in Unternehmen verlangen zunehmend nach einer besseren Transparenz der Software-Nutzung. Das IT-Management ist dazu angehalten, unnötige Software-Kosten zu vermeiden, indem ein möglichst hoher Lizenz-Nutzungsgrad erreicht wird. Weder dem Anwender noch dem Software-Hersteller ist damit gedient, dass eine größere Anzahl von Lizenzen ungenutzt bleibt. Dem Anwender entstehen unnötige Kosten und der Hersteller wird mit diesen Lizenzen keine Honorare für Upgrades oder Wartung erwirtschaften.

Dieses Problem lässt sich lösen, indem man die betreffenden Anwendungen mit Software Identification Tags versieht. Anwendungen, die solche Tags nach ISO 19770-2 unterstützen, ermöglichen die Identifizierung der betreffenden Software auf einem Gerät. Möglich wird dies mithilfe einer Tag-Datei in der Anwendung. Die Tag-Datei enthält eine genaue Beschreibung der Anwendung (Hersteller, Name, Version, usw.). Software Identification Tags erleichtern das Software Asset Management, indem sie Anwendungen beschreiben und identifizieren und diese Angaben für eine genaue Inventarisierung der Anwendungen bereitstellen. Ohne Software Identification Tags und Werkzeuge, mit denen sich die Tags im Zuge eines Software-Asset-Management-Prozesses automatisch auslesen lassen, kann die Inventarisierung von Anwendungen in einem größeren Unternehmen sehr arbeitsaufwendig und kompliziert werden. Tags erleichtern also die Nutzung der Identifizierungs-Daten für Software Asset Management und Optimierungszwecke.

Für Software-Hersteller gab es bis vor kurzem allerdings keine Möglichkeit, ISO-konforme Tags schnell und einfach automatisch in ihre Software-Pakete einzubringen. Dieses Problem ist mittlerweile gelöst. So hat beispielsweise Flexera Software kürzlich für seine Installations-Lösung InstallShield eine Funktion vorgestellt, mit der es unabhängigen Software-Herstellern möglich ist, Software Identification Tags automatisch zu erstellen und in ihre Software-Produkte einzubetten.

Leserkommentar

Konrad Köppl, Sun, 20. May. 2012 - 19:31:
Guten Tag,
gute, aber leicht verspätete Idee. Wir machen das seit 5 Jahren so.
MfG.
Konrad Köppl

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