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Marktübersicht DAB+-Radios - Stand Juli 2014

Es gibt für jeden etwas Passendes

Fazit

Wer sich für den Kauf eines Digitalradios entscheidet, sollte neben Geld vor allem Zeit für den Geräte-Vergleich investieren. Ein Netzwerk-fähiger Empfänger, sei es in Form eines Internetradios oder einer HiFi-Komponente lohnt sich in jedem Fall für Anwender, die zusätzlich zum digitalen Radio-Betrieb eigene Medien-Inhalte per Stream auf dem Gerät verfügbar haben wollen und Internetradio-Dienste nutzen möchten. Die dazu nötigen Standards bieten die meisten Geräte. Streaming-Dienste von Drittanbietern wie Spotify oder simfy unterstützen die Tuner nur in Verbindung mit einem kostenpflichtigen Account.

Tatsächlich ist die Kaufentscheidung abhängig von den persönlichen Anforderungen an das Gerät. Die DAB+-Technik bietet interessante Zusatz-Dienste, die sich durch das Internet erweitern lassen. Entscheidend ist, was der Käufer für die Anschaffung ausgeben möchte und welche Dienste das Gerät unterstützen soll. Je Funktion steigt natürlich der Anschaffungspreis für die Empfänger.

Deshalb gilt es zu überlegen, welche Funktionen tatsächlich benötigt werden: Möchten Nutzer das Smartphone oder Tablet mit dem Digitalradio verbinden, stehen dafür Geräte mit einer entsprechenden Dockingstation zur Verfügung. Andernfalls lassen sich die mobilen Endgeräte ebenso per AUX-Eingang mit dem Radio zu verbinden. Allerdings sind dabei keine Smartphone-spezifischen Features verfügbar, die für den Musik-Genuss keine Vorteile bieten. Genauso verhält es sich mit Zusatz-Diensten wie Journaline oder EPG (Electronic Program Guide). Diese sind selbstverständlich nützlich, jedoch für einen hochwertigen Radio-Empfang, sei es nun über DAB+, UKW oder das Internet, nebensächlich.

Ebenso wichtig ist die Überlegung, wo das Gerät zum Einsatz kommen soll: Bei tragbaren Geräten spielt die Akku-Leistung eine entscheidende Rolle. Bei Geräten dieser Klasse ist es wichtig, dass keine stark spiegelnden Displays verbaut sind, da die Text-Informationen bei direktem Sonnenlicht nicht mehr lesbar sind. Solange der DAB+-Standard noch nicht flächendeckend in Deutschland empfangbar ist, lohnt es sich Geräte zu berücksichtigen, die über einen externen Antennen-Anschluss verfügen (dabei unbedingt auf ausreichende Empfänger-Empfindlichkeit achten). Um die Klangqualität des DAB+-Standards wirklich genießen zu können, sollten Interessenten beim Kauf zudem Wert auf Lautsprecher respektive bei Taschenradios auf die Kopfhörer legen.

Checkliste

Welche Anforderungen haben Sie an das Gerät? Dient es zum gelegentlichen Musikgenuss beim Abendessen reicht für den Radioempfang ein simples DAB+-Gerät. Möchten Sie hochwertige Tonqualitäten und Zusatzdienste in Anspruch nehmen, müssen Sie sich eher im mittleren Preissegment um die 200 bis 400 Euro orientieren.

An welchen Orten nutzen Sie das Gerät? Möchten Sie den Empfänger fest in eine bestehende HiFi-Anlage integrieren, sind die vorhandenen Audio-Ein- und Ausgänge zu prüfen. Bei tragbaren Geräten sind Akku-Laufzeit und blendfreies Displays entscheidend. Kompakt-Anlagen bieten in der Regel eine platzsparende Komplett-Lösung für den Musikgenuss Zuhause. Dabei ist es wichtig, für einen ausreichenden Empfang zu sorgen, sei es beim Internetradio- oder im UKW/DAB-Betrieb. Hier können zusätzliche Antennen den Empfang der Signale verbessern.

Möchten Sie den DAB+-Receiver in das Heimnetzwerk integrieren? Dann gilt zu beachten, wie es um die Konnektivität bestellt ist. Viele Geräte verfügen über einen LAN-Port und eine WLAN-Funktion um Web-Radio zu empfangen. Möchten Sie Media-Inhalte von Servern oder Netzwerk-Speichern abspielen, ist darauf zu achten, dass die Geräte mit DLNA oder UPnP kompatibel sind. Zusätzlich sollten Sie sich nach Update-Möglichkeiten (Firmware-seitig) erkundigen. Falls die Signalstärke über das WLAN für den Webradio-Betrieb nicht ausreichen sollte, können Sie auf den Ethernet-Port zurückgreifen und somit eine stabilere Verbindung zum Netzwerk herstellen.

Möchten Sie ihr Smartphone oder Tablet mit dem DAB+-Empfänger verbinden, so eignen sich dafür am besten Kombigeräte mit integrierter Docking-Station. Allerdings bieten die meisten Hersteller nur eine Apple-spezifische Schnittstelle, die wenigstens unterstützen Android- oder Windows-Phones direkt, sondern nur über einen Klinken-Anschluss, USB 2.0 oder drahtlos per Bluetooth. Bei Geräten, die über eine Docking-Funktion für iOS-Geräte verfügen, müssen sie zusätzlich auf die vorhandenen Anschlüsse achten. Oftmals wird die neuere Lightning-Schnittstelle, wie sie beim iPhone 5 verbaut ist, noch nicht unterstützt. Die Kompatibilität lässt sich in den meisten Fällen mit einem entsprechenden Adapter herstellen.

Lassen Sie sich zu den einzelnen Funktionen und Features der Geräte im Fachhandel beraten. Vor allem bei hybriden Geräten (DAB+/Internet) gestaltet sich die Inbetriebnahme nicht selten kompliziert. Hierbei kann der Fachhandel ebenfalls behilflich sein. Tipp: Manche Händler geben mitunter Testgeräte mit nach Hause, sodass Sie in Ruhe prüfen können, ob das gewählte Radio Ihren Ansprüchen genügt oder nicht.

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