tom's networking guide
 
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Test - DeTeWe OpenCom36 WLAN

21. 11. 2003
Dr. Harald Karcher, Arno Kral
Tom's Networking Guide

Test ? DeTeWe OpenCom 36 WLAN

TK-Anlage mit WLAN-DSL- und ISDN-Router

Die drahtlose Variante ist für maximal 6 analoge Endgeräte ausgelegt. Interessant wird die Telefonanlage durch Wireless-DSL-Router samt Wireless-ISDN-Fallback und Security-Filter.
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Einleitung

DeTeWe aus Berlin, gleichfalls bekannt als "Deutsche Telefonwerke", hatte der Presse in München am 7. Oktober 2003 unter dem Namen OpenCom 36w-lan eine höchst pfiffige Telefon-Anlage mit Ethernet-Port und eingebautem DSL- und ISDN-Router vorgestellt. Für 299 ? liefert DeTeWe die ersten Exemplare seit Oktober 2003 mitsamt einer steckbaren WLAN-Karte im CF-Format aus. Sie erweitert die TK-Anlage zum drahtlosen ISDN- und DSL-Router.

Die Telefonanlage OpenCom 36 w-lan von DeTeWe bietet für 299 € ein umfassendes Funktionspaket bestehend aus WLAN-Bridge, DSL- und ISDN-Router, viel Security und jede Menge Telefonie. Die jüngst hinzu gekommenen Funktionen - WLAN via DSL und ISDN - haben wir speziell getestet. Die Basis-Anlage gibt es ja schon länger, beispielsweise als Eumex-Anlage von der Telekom.

Die DeTeWe OpenCom 36 w-lan hat für ihre Größe und Klasse einen beachtlichen Funktionsumfang - sie arbeitet als Telefonanlage, DSL- und ISDN-Router und WLAN-Bridge. Wir geben zunächst einen Überblick anhand der Grafik 001:

  • Telefonie: Die Anlage erlaubt den Anschluss von bis zu sechs analogen Endgeräten, etwa vier Telefone, ein herkömmlicher Anrufbeantworter und ein herkömmliches Faxgerät. Steckt man jedoch eine CF-Speicherkarte in den CF-Slot der Anlage, so kann man sein altes Faxgerät samt Anrufbeantworter gleich entsorgen oder über eBay versteigern und die Daten künftig auf die CF-Karte laufen lassen. Die CF-Speicher-Card gehört - im Gegensatz zur WLAN-CF2-Karte - jedoch nicht zum Lieferumfang. Eine 64 MByte-CF-Card fasst etwa zwei Stunden Anrufbeantworter-Nachrichten oder -zig Faxseiten. Wer den CF-Slot als Fax- und AB-Speicher belegt, kann jedoch die WLAN-Card nicht mehr in den CF-Slot stecken. Da der CF-Slot Hot-Plug-fähig ist, lassen sich die CF-Karten notfalls sogar im laufenden Betrieb wechseln. DeTeWe arbeitet jedoch an einer Combo-CF-Card, die sowohl Fax und Anrufbeantworter als auch WLAN in einem einzigen CF-Slot gleichzeitig beherrscht und zudem voll auf die Telefonanlage OpenCom 36 abgestimmt ist. Die Kombi-Karte soll voraussichtlich zur CeBit 2004 auf den Markt kommen. Wer zudem schnurlos telefonieren will, kann entweder analoge Schnurlos-Telefone direkt an die a/b-Ports der Telefonanlage anschließen oder eine gesonderte ISDN-DECT-Anlage am externen S0-Bus an der OpenCom 36 mitlaufen lassen.
  • Router für DSL und ISDN: Die TK-Anlage kann gleichzeitig direkt an einen Euro-ISDN-Anschluss sowie direkt an ein DSL-Modem angeschlossen werden. Dann ist der einzige Ethernet-Port der Anlage aber schon belegt. Wer trotzdem darüber hinaus PCs oder Laptops über Kabel an die OpenCom 36 w-lan anschließen will, kann dazu den USB-Port (maximal 1,6 Mbit/s) oder den seriellen V.24-Port (maximal 80 KBit/s) der Anlage nutzen. Wer via Kabel mehr als zwei Rechner an die Anlage bringen will, lässt das Ethernet-Kabel zum DSL-Anschluss über einen externen Ethernet-Switch laufen und schließt weitere Rechner an die freien Ports des Switch an. Ein solcher Switch zählt indes nicht zum Lieferumfang. Via USB, V.24 respektive über den externen Switch kann der Anwender mit seinen Rechnern auf die TK-Anlage zugreifen, um sie zu konfigurieren, den Fax- und AB-Speicher zu leeren oder den Router zum DSL-Anschluß respektive ins ISDN zu nutzen. Die Anlage beherrscht sogar ISDN-Fallback, also das automatische Umschalten auf ISDN, wenn die DSL-Leitung ausfällt: Wir haben diese Funktion getestet, in dem wir das DSL-Kabel mitten im schnellen DSL-Surfen abgeklemmt haben. Die Rechner konnten - zwar deutlich langsamer - automatisch auf ISDN weitersurfen. Wer noch keinen CF-Card-Reader an seinem Rechnern hat, kann seine digitalen Fotos sogar über den CF-Slot der OpenCom 36 in die vernetzten Rechner einlesen. Der CF-Slot agiert dann im Prinzip ja wie ein Speicher-Laufwerk.
  • Wireless LAN: Steckt im Slot der OpenCom 36 die mitgelieferte WLAN-CF-Card, sind die meisten Administrations-, Konfigurations-, DSL- und ISDN-Funktionen samt Router- und Security-Features nicht nur über Kabel, sondern auch über die 11-Megabit-Funkstrecke vom Rechner aus erreichbar, sofern die bereits über ein Funkmodul verfügen oder mit einem solchen nachgerüstet wurden. Immer häufiger wird es sich dabei um Laptops mit Funkmodul im Bauch und Funkantennen im Displaydeckel handeln, womit wir endlich auch die Kurve zum Sinn und Zweck des schnellen WLAN-Funks bekommen haben: Nämlich die Steigerung der Mobilität durch den Einsatz von Notebooks und Organizern. Natürlich klappte das ISDN-Fallback auch beim drahtlosen Surfen, dem Router ist es ja egal, ob die Rechner per Funk oder per Kabel an der Berliner TK-Anlage hängen.
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