tom's networking guide
 
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NAS für Heim und Büro

03. 12. 2004
Klaus Kreutz
Tom's Networking Guide

NAS im Dreierpack

Vernetzte Datenzentralen

Netzwerkspeichergeräte (NAS) besetzen eine starke Nachfragenische. Allnet 6200, Linksys EFG250 und Ovislink MU 5000 FS/E haben wir einem Praxistest unterzogen. Eines sei vorweggenommen: Daten speichern können sie alle.
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In Unternehmen und größeren Firmen ist es selbstverständlich, in kleineren Firmen und auch im privaten Bereich gewinnt es zunehmend an Bedeutung: Das Thema NAS (Network Attached Storage). Dahinter steckt die zentrale Datenhaltung innerhalb eines Netzwerkes. Dominiert wird dieses Segment noch von teuren Systemen, die den professionellen Ansprüchen in einer komplexen IT-Umgebung entsprechen müssen. Es gibt aber auch Lösungen, die deutlich preisgünstiger sind. Wenn Sie also innerhalb eines Netzwerkes auf Ihre Dokumente, Bilder, Filme und Tondateien zentral zugreifen möchten, wenn Sie sichergehen möchten, dass Ihre Dateien nicht irgendwo sondern an einem bestimmten Punkt zu finden sein sollen ? dann sind NAS-Devices für Sie interessant. Diese Home-Storage-Geräte zählen zu einer der interessantesten Produktkategorien, weil immer mehr Anwender mit Notebooks arbeiten, deren Erweiterungsmöglichkeiten um zusätzliche Festplatten naturgemäß endlich sind. Drei Kandidaten haben wir einem Praxistest unterzogen.

Was ist ein NAS, wie funktioniert ein NAS?

Ein NAS (Network Attached Storage) ist ein zentraler Datenspeicher innerhalb eines lokalen Netzwerks. Die von uns getesteten Geräte enthalten ein kleines Mini-Linux als Betriebssystem, das über die eigene Chip-Hardware die verbundene Peripherie steuert. Ein Samba- und ein FTP-Server ermöglichen den Zugriff auf die Speichermedien sowohl unter Windows, als auch unter Linux oder OSX für den Macintosh.

Über das Netzwerk (LAN) angeschlossene Speichergeräte (Storage) stellen Daten netzwerkweit zur Verfügung.

Der Vorteil ist die einfache Integration in ein bestehendes Netzwerk. Die Geräte müssen lediglich an einen Switch angeschlossen werden sind dann für alle Teilnehmer im Netzwerk verfügbar. Der Datentransfer funktioniert innerhalb eines Ethernets als Client-Server-Kommunikation. Das bedeutet natürlich auch, dass für den störungsfreien Datentransfer zusätzliche Protokolldaten mit versendet werden müssen. Dieser Mehraufwand geht auf Kosten der Geschwindigkeit, der sich insbesondere im Vergleich zu externen Platten zeigt, die über Firewire (IEEE1394) oder USB 2.0 direkt an den Rechner angeschlossen werden - ganz zu Schweigen von einer intern verbauten Platte.

Geschwindigkeit ist aber nicht das absolute Maß einer NAS-Lösung. Ein NAS will für alle da sein ? im Netzwerk als zentraler Datenspeicher, als Backup-Lösung oder als Groupware-Laufwerk.

Die Tabelle auf der folgenden Seite zeigt eine Übersicht, welche unterschiedlichen Ausstattungen die Geräte bieten. Das Anforderungsprofil für das eigene Netzwerk und die Entscheidung, welches Gerät in Frage kommen könnte, lässt sich mit Hilfe dieser Informationen schnell abgleichen.

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