tom's networking guide
 
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Vergleichstest - Netzwerk-Player

09. 12. 2004
Arno Kral
Tom's Networking Guide

Vergleichstest Netzwerk-Player

Zeigt her Euren Content

Netzwerk-Player senden Musik, Videos und Fotos vom PC auf Stereoanlage und Fernsehgerät. Die Navigation durch Titel und Alben steuert eine Fernbedienung, der Lüfterlärm bleibt außen vor.
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Zeigt her euren Content

Personal Computer haben in den letzten Jahren eine beispiellose Aufrüstungswelle durchlaufen, um sie fit zumachen für die Medien, die Menschen nun einmal am liebsten konsumieren: Bild, Ton und Video oder Fernsehen. War vor 15 Jahren eine Soundkarte noch teureres Extra-Accessiore, so gehört sie heute ebenso zur Grundausstattung wie eine 3D-Grafikkarte mit Workstation-Performance, und seit geraumer Zeit ist selbst der TV-Tuner aus dem Heim-PC nicht mehr wegzudenken.

Doch von Studentenbuden oder japanischen Wohnzellen abgesehen bleibt der PC ein überaus ungeliebtes Element in der Wohnhöhle des multimedialen Konsums:

  • Anders als ein Fernseher macht er Lärm ? zu viel Lärm, um auch Pianissimo-Passagen genussvoll konsumieren zu können. Vor allem in leistungsstarken Multimedia-Boliden lärmen Lüfter auf Prozessor, Grafikkarte und Netzteil ohnehin.
  • Und mag sein (TFT-) Monitor auch gestochen scharfe Bilder liefern ? vom Sofa aus betrachtet sind selbst 19-Zöller viel zu klein: Aus drei oder vier Metern Betrachtungsabstand hilft nur schiere Größe, wohingegen der Auflösung bei Video-Inhalten im VHS- oder PAL-Format eine untergeordnete Rolle zukommt.

Spätestes seit Andy Grove, ehemaliger Intel-Chef, im Jahr 1999 der Welt den "Kampf um die Augäpfel" erklärt hatte, will die Computer-Industrie der Unterhaltungselektronik-Industrie Marktanteile abjagen. Intels heutiger "Senior Fellow" sieht Digitalfernseher als "zweitgrößten Markt nach PCs" und wüsste jeden am liebsten mit einer Pentium-CPU ausgestattet.

Netzwerk-Player als Web-Radio in der Küche.

Doch aller Anstrengungen der Computerindustrie zum Trotze (siehe Computer im Fernsehpelz) ? die Konsumenten hängen an ihrer vertrauten Glotze und Musik genießen sie lieber im Sweet Spot ihres Hifi-Stereo-Equipments denn am Schreibtisch.

Da der Computer dennoch ? oder in Hinblick auf das Verteilmedium Internet ? vor allem als zentrale Anlauf- und Speicherstelle für Media-Content dient, liegt es nahe, ihn in die multimediale Heimlandschaft einzubeziehen um

  • am (PC geschnittene) Urlaubsfilme, digitalisierte VHS-Bänder oder die (per PC gerippten) DVDs am TV-Gerät herzuzeigen, wobei der PC hilft, selbst Formate, die nicht jeder DVD-Player wiedergeben kann wie DivX, XviD oder MPEG-4 fernsehtauglich aufzubereiten,
  • ganze Fotoserien aus der Digicam als Diaschau vorzuführen oder
  • umfangreichen Audio-Sammlungen, gleich ob gekaufte oder gerippte, mit gebührendem Druck und Frequenzgang über Lautsprecher der Stereo-Anlage anzuhören.
  • Denn: Mit den hunderten von Gigabytes fassenden Festplatten der Heimcomputer sind die alten Handarchive mit Dutzenden von Audio-CDs oder VHS-Kassetten ? oder gar der gute, alte Schuhkarton mit Fotos ? längst ein Relikt der Vergangenheit. Übersichtlich geordnet nach eigenem Gutdünken liegen solche Mediensammlungen in heutigen Tagen auf der Festplatte ? Schätze persönlicher Natur, die nur darauf warten, gehoben, gezeigt und angehört zu werden.

    Wie schön wäre es da, dem Computer vom Fernsehsessel aus als zusätzlichen Zuspieler an den Fernseher respektive die Stereoanlage zu koppeln und ihn bequem mit einer Fernbedienung auf Tastendruck veranlassen zu können, Inhalte aus dem das Medienarchiv auf dem artgerechten Medium auszugeben.

    Das geht!

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