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Vergleich Anti-Spyware

29. 09. 2004
Dr. Götz Güttich
Tom's Networking Guide

Anti-Spyware

Schmarotzer und Spione

Neben Viren und Spam quälen Ad- und Spy-Ware die Internet-Benutzer. Diese Werbe- und Ausspähprogramme befallen PCs oft im Huckepack mit beliebter Shareware. Wir haben die Wirksamkeit von vier Anti-Spyware-Tools untersucht.
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Sauber bleiben

Ad- und Spyware ist neben Viren und Spam das größte Ärgernis für Internet-Anwender. Diese Rechenzeit- und Bandbreiten-Schmarotzer überwachen die Aktionen des Benutzers und melden sie an einen oder mehrere Server im Internet. Mit dieser Art Business Intelligence Tools sammeln Unternehmen Informationen über das Surfverhalten der User, um diese gezielt mit Werbe-Allerlei wie Bannern und Popups zu bombardieren. Die Privatsphäre bleibt dabei auf der Strecke. Deshalb hat jeder Surfer großes Interesse daran, Ad- und Spyware von seinem Rechner zu tilgen.

Dafür stehen mit Lavasoft Ad-Aware, Spybot Search and Destroy, Antispyware und Pestpatrol teilweise kostenlose Werkzeuge bereit. Manche davon suchen sogar nach Dialern und DoS-Werkzeugen (Denial of Service).

Wer spioniert, fliegt raus! (Bild mit freundlicher Genehmigung der Panini Verlags GmbH. © 2004 by E.C. Publ)

Spyware schleicht sich meist huckepack mit kostenloser Software ein. Bekannte Beispiele sind die Freeware-Versionen der Filesharing-Tools Kazaa oder Gozilla. Dort sind die Spione nicht weit: Installiert ein Anwender solch eine scheinbar nützliche Lösung, macht ihn das Installationsprogramm zwar meist verschämt darauf aufmerksam, dass er eine zusätzliche Programm-Komponente eingespielt habe. Oft beschränkt sich dieser Hinweis jedoch auf Meldungen wie "Diese kostenlose Kopie der Software XYZ wird durch Werbung unterstützt, die von ABC und anderen Partnern geliefert wird".

Selbst wenn der Anwender während der Installation alle Komponenten deaktiviert, die nicht direkt zur Applikation gehören, landen oft genug ? wie bei Kazaa 2.6.6 Deutsch ? trotzdem Spyware-Produkte auf der Festplatte. Auf ihr Vorhandensein verweist das Kleingedruckte, aber deaktivieren lassen sie sich in der Regel nicht. Deinstalliert man sie, etwa über die Systemsteuerung, läuft oft die erwünschte Shareware-Lösung nicht mehr, die den Spyware-Schädling eingeschleppt hatte. Im schlimmsten Fall lässt sich Spyware ohne profunde Systemkenntnisse überhaupt nicht mehr deinstallieren, weil sie beispielsweise Betriebssystemkomponenten wie die winsock.dll modifiziert hat.

In der Installationsroutine von Kazaa wirkt der Hinweis auf Spyware recht harmlos.

Abgesehen davon kann ein Anwender sich auf einschlägigen Websites jede Menge so genannter Tracking Cookies einfangen. Diese dienen der Nachverfolgung des Surfverhaltens des betroffenen Users und werden, anders als normale Cookies, später ausgelesen, um diesen gezielt mit Werbung einzudecken.

Der Verzicht auf Free- und Shareware-Programme reicht zur Vermeidung diese Art von Befall also nicht aus. Denn schon durch bloßes Internet-Surfen können Spyware-Komponenten auf den Rechner gelangen. Detaillierte Informationen zu diesem Themenbereich finden sich im Internet beispielsweise unter www.spywareguide.com, wenngleich nur in englischer Sprache.

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