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Machen Sie Ihr WLAN sichtbar

24. 06. 2004
René Kriedemann
Tom's Networking Guide

Ekahau Site Survey 2.0

Machen Sie Ihr WLAN sichtbar

Bekanntermaßen sind wireless LANs unsichtbar. Obwohl als leicht zu handhaben gelobt, macht gerade dieser Umstand die Planung und Dokumentation von WLANs kompliziert. Die Hersteller von WLAN-Hardware für kleine und mittlere Netzwerke liefern nur rudimentäre Softwarewerkzeuge zur WLAN Planung. Brauchbarer ist der frei erhältliche Netstumbler. Der Softwarehersteller Ekahau aus Finnland bietet indes ein Tool, das ein WLAN nach einer Standortbegehung auf Knopfdruck sichtbar macht.
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Machen Sie Ihr WLAN sichtbar

Das Ekahau Site Survey Tool überträgt die pro Messpunkt gesammelten Werte für die Empfangssignalstärke in Echtzeit in einen aus einer JPEG-Datei erzeugten Grundriss. Der vom Vermesser im Gebäude zurückgelegte Weg (schwarz-weisse Linien) wird durch Klicken in den Grundriss übertragen.

Eine der ersten Fragen, der sich Anbieter von WLAN Hardware gegenübersehen, ist die nach der voraussichtlichen Reichweite ihrer Produkte. Die häufig ausweichenden Antworten spiegeln in der Regel eine gewisse Mystik wider, die dieser Netzwerktechnik immer noch anhaftet. Faktisch ist die Ausbreitung von elektromagnetischen Wellen als physikalischem Phänomen jedoch sehr gut beschreibbar.

Jedes WLAN ist berechenbar...

Die voraussichtlich zu erzielende Reichweite einer mit WLAN-Komponenten errichteten Richtfunkverbindung ist recht einfach zu kalkulieren (siehe z.B. J.Rech "Wireless LANs", S. 248 ff, Heise Verlag, 2004). Eingang in die Gleichung zur Berechnung der Dämpfung einer Luftstrecke = Free Space Loss (FSL in dB) findet die Frequenz (F in MHz) und die Distanz (D in km):

FSL = 32,5 * 20log D + 20 log F

Eine Übertragung funktioniert immer dann, wenn die Summe aus Sendeleistung (transmitting power), Kabeldämpfung (cable loss), Sende- und Empfangsantennengewinn (antenna gain) und Empfangsempfindlichkeit (receiver sensitivity) größer ist als der Free Space Loss.

Das Diagramm zeigt die Entwicklung der Dämpfung einer Luftstrecke in Abhängigkeit von der Distanz bei 2,4 und 5,3 GHz. Die größten Dämpfungsverluste finden auf den ersten Metern statt. (© 2004 2ndwave WLAN consulting)

Überträgt man diese Methodik auf ein WLAN innerhalb eines Gebäudes mit beliebig vielen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, beliebig vielen unterschiedlichen Baumaterialien mit entsprechenden Dämpfungseigenschaften und den durch Reflektionen verursachten Mehrwegeausbreitungen, dann entsteht ein recht komplexes mathematisches Modell. Dieses Modell spiegelt die Wirklichkeit aber nur dann ausreichend wider, wenn auch die Gebäudeeigenschaften detailliert beschreibbar sind. Der Aufwand für die Aufnahme der Eigenschaften der verwendeten Baustoffe und -elemente kommt einer Vermessung gleich. Die Vermessung kann mit Hilfe eines mit WLAN-Karten ausgestatteten Notebooks, PDAs oder Tablet-PC erfolgen. Als Gegenstelle dienen ein oder mehrere im Gebäude platzierte Meß-Access-Points beziehungsweise die bereits existente WLAN Infrastruktur.

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