tom's networking guide
 
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Test - Ipswitch WhatsUp Small Business

14. 07. 2004
Arno Kral
Tom's Networking Guide

Ipswitch WhatsUp Small Business

Der Elefant im Ping-Laden

Mitte Mai 2004 hat Ipswitch die WhatsUp-Netwerküberwachungsfamilie um die Version Small Business 2004 erweitert. Die neue Software für kleinere Unternehmen IT-Berater überwacht bis zu zehn kritische Netzwerkkomponenten. Tom's Networking hat WhatsUp Small Business in der eigenen Produktionsumgebung einem ausführlichen Test über mehrere Wochen unterzogen und dabei diverse Ungereimtheiten zu Tage gefördert.
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Pingen und pingen lassen

Wer ein (Heim-) Netzwerk auf TCP/IP-Basis einrichten, pflegen und warten will oder muss, kommt um grundlegende Befehle wie Ping, Nslookup oder Tracert nicht herum, egal ob es sich um ein drahtgebundenes Ethernet oder dessen drahtlose Variante, ein 802.11x-WLAN handelt. Denn wenn die Kommunikation der Rechner oder Drucker im LAN oder zu Rechner im WAN, etwa einem Web-Server, fehlschlägt, sind es diese Befehle, die rasch Einblick geben, ob ein Gerät überhaupt erreichbar sind, ob die (DNS-) Namensauflösung tut, wie sie soll oder an welcher Stelle auf dem Weg von Rechner zu Rechner die IP-Pakete hängen bleiben.

Ipswitch WhatsUp Small Business überwacht bis zu zehn Netzwerkkomponenten und zeigt ihren Status mit farbigen Symbolen an.

Vielmehr Kommandos als ein erfahrener Netzwerk-Administrator beherrscht der Netzwerk-Monitor WhatsUp (Deutsch: Was ist los?) von IPwitch in der Small-Business-Version zwar auch nicht, aber er tut es ohne weiteres Zutun des Anwenders im Hintergrund und bringt wesentlich mehr Komfort und Übersicht, alarmiert wahlweise akustisch, optisch oder per E-Mail und hält detaillierten Berichte über Gesundheit, Verfügbarkeit und Leistung von Komponenten und Verbindungen vor. Im Grunde genommen ist WhatsUp ein gelungenes Front-End für die das Ipswitch WS_Ping-Pro-Paket, das als Applikation ein einer optional ausblendbaren Werkzeugleiste am unteren Bildrand residiert.

Einmal installiert, wacht WhatsUp in der Small Business-Variante im Hintergrund über bis zu zehn vernetzte Geräte, die wahlweise über ihre IP-Adresse oder über ihren Klarnamen auf ihren "Gesundheitszustand" befragt werden. WhatsUp Small Business nutzt zu diesem "Polling" im Wesentlichen das Internet Control Message Protocol (ICMP), das Nachrichten zwischen Geräten in einem Netzwerk sendet. Sollte in einem Netzwerk eine SNMP-Community eingerichtet sein (Simple Network Management Protocol) nutzt WhatsUp diesen Datenpfad für Benachrichtigungen. Im Arbeitsspeicher des Rechners belegt WhatsUp übrigens knapp 30 MByte ? für ein "kleines" Überwachungsprogramm ein unverständlich hoher Wert.

WhatsUp überwacht (je nach Gerätetyp zu- und abschaltbar) ferner Dienste, die über die reinen Netzwerk-Management-Funktionen hinaus gehen, und bietet dazu folgende Monitore an:

  • DNS (Domain Name Server) Diesen Dienst nutzen Client-Programme, um den einer IP-Adresse zugeordneten Host-Namen im Intranet oder Internet zu ermitteln. So steht beispielsweise der Name www.tomsnetworking.de für die IP-Adresse 62.245.150.7.
  • FTP (File Transfer Protocol) findet beim Dateitransfer zwischen Computern Verwendung. WhatsUp prüft, ob dieses Protokoll installiert ist.
  • HTTP (Hypertext Transfer Protocol) Dieses Protokoll definiert, wie Informationen von Web-Servern an Web-Browser übermittelt wird. Dieser Dienst zeigt an, dass ein Web-Server installiert ist.
  • IMAP4 (Internet Message Access Protocol version 4) ist eine Methode für den Zugriff auf E-Mail, die auf einem Mail-Server liegen.
  • POP3 (Post Office Protocol version 3). Diese Server bewahren E-Mail so lange für die Anwender auf, bis sie sich zum Abholen mit dem Server verbinden.
  • SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) überträgt E-Mails über Netzwerke, einschließlich dem Internet. Dieser Dienst signalisiert, dass ein E-Mail installiert ist.
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