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Nachgetestet Linksys WRVS4400N

18. 02. 2008
Tobias Gieseke, Arno Kral, Hermann Lipfert, Taras Sajuk
Tom's Networking Guide

Nachgetestet Linksys WRVS4400N

Zu viel Point-N trotz Firmwareupgrade

Nachdem Linksys mit den Testergebnissen des WLAN-Routers WRSV4400N nicht zufrieden sein konnte, sollte neue Firmware Besserung bringen. Ob das geklappt hat, zeigt unser "Nachgetestet".
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Nachgetestet ? das bringt das Firmware-Update

"Wo ist ihr Point-N?", fragt Linksys in der aktuellen Werbekampagne, und meint damit "Point N ist der Ort, von dem Sie immer dachten, dass kein Wireless N-Router der Welt ihn erreichen würde." Im ersten Test des WRVS4400N im Tom's Networking Guide Deutschland konnte der WRVS4400N, den das Institut für Rundfunktechnik im Fachhandel gekauft hatte, gleich mehrere Messorte nur schwer oder gar nicht erreichen.

Der Linksys WRVS440N ist mit drei MIMO-Antennen bestückt, die mit MIMO-Technik selbst den hintersten Winkel einer Wohnung per WLAN ausleuchten sollen.

Erschrocken über diese kritischen Point-Ns am IRT und die mäßigen Performance-Werte aus dessen Messungen hatte Linksys beim Labor des Tom's Networking Guide Deutschland um einen weiteren Test auf Basis der neuen WLAN-Draft-N-Firmware Version 1.01.03 vom 25.10.2007 nachgesucht.

Das Fazit des Tests mit der bisherigen Firmware 1.00.12 (Stand: 12.12.2006) lautete im Dezember 2008:

"(...) Für die vollkommene drahtlose Vernetzung eines Einfamilienhauses reicht seine drahtlose Leistung aber bei Weitem nicht aus: Für ein WLAN-N-Gerät ist die Reichweite des Linksys WRVS4400N einfach zu gering."

Unsere Messwerte attestiertem dem Draft-N-WLAN-Router seinerzeit lediglich Mittelklasse im Vergleich zu anderen WLAN-Geräten dieser Art. Die neue Firmware 1.01.3 solle die Werte verbessern, hieß es seitens Linksys, ein triftiger Grund, das Gerät ein weiters Mal durch das aufwändige Messverfahren am Institut für Rundfunktechnik zu schicken. Auf Grund der Vielzahl der zur Untersuchung anstehender Produkte kommt es dort nur äußerst selten vor, dass Geräte, wie in diesem Fall, doppelt gemessen werden.

Die Messorte des IRT sind so gewählt, dass sie sowohl auf Heim- als auch auf Büroumgebungen übertragbar sind.

Bekanntlich sind Firmware-Updates meist dazu da, Sicherheitslücken zu schließen oder Bugs zu beheben. Die Frage, ob eine neue Firmware auch die Leistung des WLAN-Teils eines Routers steigern kann, ist sehr schwierig zu beantworten: Sowohl WLAN-Router als auch Chiphersteller geben nur wenig Information über ihre Implementierungen preis, was in einem gewissen Rahmen verständlich ist. Im Zuge der immer noch wachsenden "Digitalisierung" der Hardware im Hochfrequenzbereich ist aber eine starke Abhängigkeit der WLAN-Leistung von der eingesetzten Software respektive Firmware zu erwarten.

Ob nun die neue Firmware des Linksys WRVS4400N eine merkbare Steigerung der Leistung erzielt zeigt der folgende Vergleich.

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