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Hintergrund DisplayLink

15. 04. 2008
Arno Kral, Nina Eichinger
Tom's Networking Guide

Test Samsung Syncmaster 940UX

Blickfelderweiterung

Sechs externe Monitore an einem Notebook? Kein Problem! Im Syncmaster 940ux von Samsung steckt eine USB-Grafikkarte, den Rest erledigt Software auf dem Rechner.
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Blickfelderweiterung

"Wann immer sich zwei oder drei Entwickler zusammensetzen, kommt dabei immer erst einmal ein neuer Bus heraus", lautet eines der beliebtesten IT-Bonmots. Dass es auch mal andersherum geht, zeigt die in Cambridge ersonnene Display-Link-Technik, die Samsung unter der Markenbezeichnung UBISync bereits für zwei Monitormodelle lizenziert hat:

  • Syncmaster 940ux und
  • Syncmaster 2663DX.

Sie nutzt die zumeist brach liegende Rechenleistung der gängigen Mehr-Kern-CPUs, um die Grafikausgabe per Software so weit zu komprimieren, dass der Universal Serial Bus als Monitorkabel ausreicht: Dessen Bandbreite liegt in der Version 2.0 bei immerhin 480 MBit/s.

Sechs zusätzliche Monitore kann selbst ein Mittelklasserechner via USB 2.0 mit Inhalt füllen ? im Bild die Syncmaster 940ux von Samsung, angesteuert von nur einem USB-2-Kabel. (@Smartmedia PresSservice)

Die Grafikkarte im Rechner könnte ganz entfallen ? theoretisch, denn die Microsoft-Betriebssysteme Windows XP oder Vista booten nur dann, wenn sie in der Rechner-Hardware einen "Primärer Grafikadapter" vorfinden. Immerhin kann der im Chipsatz stecken, und so lassen sich mit UBISync selbst mit Notebooks oder preiswerten Office-Maschinen Multimonitor-Arbeitsplätze einrichten, ohne dass Multi-Display-fähige Grafikkarten nachgerüstet werden müssen.

In der Tat drehen CPUs vom Schlage eines Intel CoreDuo die meiste Zeit Däumchen, während sie auf eine Eingabe des Anwenders warten. Denn im Arbeitsumfeld ? von CAD- oder 3D-Visualisierungssystemen abgesehen ? sind Grafik-lastige Anwendungen wie Spiele eher die Ausnahme. Die "packt" die UBISync-Technik nicht, aber dafür ist sie auch nicht gedacht.

Recht praktisch aber sind USB-Monitore überall dort, wo es um übersichtliche Darstellung visueller Informationen geht, die sich langsam ändern. Beispielweise in einer Online-Redaktion, wo mehrere Anwendungen nun nebeneinander gezeigt werden können statt in Fenstern hintereinander gestaffelt:

  • Ein Personal Information Manager informiert ständig über Aufgaben, Termine und E-Mails
  • Ein Textverarbeitungsprogramm
  • Ein Bildverwaltungs- und Bildbearbeitungsprogrammen
  • Ein Web-Browser respektive Content Managment System.
  • Live-Videos und 3D-Anwendungen sind in einem solchen Umfeld eher selten, sind aber keineswegs unmöglich, da wegen Windows ja immer noch eine "echte" Grafikkarte benötigt: MPEG-Dekodierung und 3D-Berechnungen sollten daher auf dem primären Displayadapter ausgeführt werden, während die UGAs (USB Graphics Adapter. Mehr zur Technik im Backgrounder "Slim statt SLI ? Green IT mit USB-Grafikkarten") die Wiedergabe quasi-statischer Informationen übernehmen.

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