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Test Igel One

Test Igel One

Thin-Client für kleine Unternehmen

Inbetriebnahme

Im Testlabor war der Igel One schnell aufgestellt und angeschlossen. Fährt man das Gerät das erste Mal (oder nach einem Factory Reset) hoch, so fragt es direkt nach dem Systemstart nach dem für die Kommunikation mit dem Server zu verwendenden Protokoll. Im Test setzen wir den Thin-Client zunächst für die Kommunikation mit Citrix Xen-App via ICA ein und entschieden uns deshalb an dieser Stelle für die entsprechende Option. Daraufhin startete der Igel One neu und kam anschließend mit dem Standard-Desktop hoch. Über diesen lassen sich ? falls vorhanden ? diverse vorher definierte Anwendungen und Server-Verbindungen starten. Es ist aber ebenso möglich, das Setup-Werkzeug aufzurufen und den Thin-Client zu konfigurieren, was wir im Test an dieser Stelle getan haben.

Die Konfiguration der Verbindungen

Der erste und wohl wichtigste Punkt der Setup-Applikation nennt sich "Sessions" und bietet den Anwendern alle Optionen, die sie zum Einrichten einer Verbindung zu einem Terminal-Server brauchen. Dabei umfasst die Setup-Routine immer nur die Menüpunkte, die für den jeweiligen Betriebsmodus relevant sind. Arbeitet der Igel one also als ICA-Client, so finden sich an dieser Stelle sämtliche ICA-Optionen, führt man einen Reset durch und konfiguriert das System danach als NX-Client, so besteht Zugriff auf die NX-Konfigurationspunkte und so weiter. Die anderen Menüs der Setup-Routine, die sich mit allgemeinen Themen wie der Netzwerkkonfiguration oder der Sicherheit befassen, sind im Gegensatz dazu in allen Betriebsmodi identisch.

Der Desktop des Igel One im Betrieb mit diversen konfigurierten Sitzungen und dem Application Launcher. (©Smartmedia PresSservice)

Da wir ja erst einmal via ICA mit unserem Xen-App-5.5-Server kommunizieren wollten, richteten wir jetzt über den Sessions-Dialog eine entsprechende Sitzung ein. Dabei haben die Administratoren ? wie in solchen Szenarien üblich ? die Möglichkeit, globale Angaben zu machen oder sitzungsbezogene Eintragungen vorzunehmen. Zu den globalen ICA-Angaben gehören unter anderem die Auflösung, die Farbtiefe, die Definition der Hotkeys, das Drive Mapping, die Druckerkonfiguration, die Cache-Größe und die Logon?Daten. Die Session-bezogenen Einträge umfassen im Gegensatz dazu den Namen der Verbindung und die Einbindung in den Desktop des Thin-Clients (im Startmenü, als Icon auf dem Bildschirmhintergrund oder als Eintrag in der Application-Launcher-Utility, die zum schnellen Anwendungsstart dient). Dazu kommen Angaben zum Fenstermodus (Seamless Application Window, Full Screen etc.), zu Kompression und Verschlüsselung, zum Weiterleiten der Audio-Ausgaben des angeschlossenen Systems und ähnliches.

Es gibt zudem Einstellungen ? etwa zur Fensterkonfiguration ? die sowohl im globalen als auch im Session-bezogenen Bereich existieren. In diesem Fall überschreiben die Session-Daten die allgemeinen Vorgaben. Der Thin-Client bietet es im Rahmen der ICA-Konfiguration sogar an, Server und veröffentlichte Anwendungen im Netz zu suchen, bei uns im Test fand die dazugehörige Funktion alle vorhandenen Serverangebote auf Anhieb. Die Zusammenarbeit mit der Citrix-Lösung verlief demzufolge völlig problemlos, die Sessions waren schnell eingerichtet und funktionierten wie erwartet.

Zusätzlich zu den ICA-Einträgen enthält das Sessions-Menü noch Menüs zum Definieren von JWS-Sessions (also Java Web Start für Java-Anwendungen) und SSH-Verbindungen. Diese Punkte existieren in allen Betriebsmodi und lassen sich folglich selbst dann nutzen, wenn der Thin-Client eine andere primäre Serververbindung verwendet. Bei der Konfiguration dieser beiden Sitzungstypen kam es zu keinen Überraschungen, es ist lediglich erwähnenswert, dass die SSH-Sessions X11-Forwarding sowie Datenkompression unterstützen.

Der Igel One beim Aufbau einer Verbindung zu einem virtuellen Desktop über Power-Term Web-Connect. (©Smartmedia PresSservice)

Bevor wir uns nun den restlichen Konfigurationspunkten der Setup-Anwendung zuwenden, gehen wir zunächst auf die RDP-, NX- und Webconnect-Einstellungen in den anderen Betriebsmodi ein, da diese Punkte thematisch eng zusammenhängen. Setzt man den Igel One zurück und fährt ihn anschließend im RDP-Modus hoch, so finden sich im Konfigurationswerkzeug zusätzlich zur SSH- und JWS-Konfiguration globale und Session-bezogene Einträge zu RDP. Hier lassen sich wieder global Fenstergrößen, die Farbtiefe, das Drive-Mapping, die Druckerkonfiguration, die Kompression und die Logon-Daten festlegen. Dazu kommen noch Leistungseinstellungen, die beispielsweise Animationen oder das Übertragen des Hintergrundbildes unterdrücken. Bei den Session-bezogenen Angaben kommen wieder Punkte zum Integrieren der Verbindung in den Thin-Client-Desktop dazu, außerdem geben die zuständigen Mitarbeiter hier den Server sowie die zu startende Anwendung mit Arbeitsverzeichnis und ähnliches an. Viele der globalen Einstellungen können in der Session-bezogenen Konfiguration nochmals angepasst werden, in diesem Fall überschreiben die Parameter der Session-Definition wie bei den ICA-Settings die globalen Einträge.

Was die Arbeit mit NX-Servern angeht, so präsentiert das Konfigurations-Tool den Anwendern wieder die bekannten Optionen zum Integrieren der Verbindung in den Desktop des Igel One. Dazu kommen dann unter anderem Einträge wie die Adresse des NX-Servers und der zu verwendende Modus. An Modi unterstützt das System neben Unix noch Windows und VNC. Das ist wichtig, weil NX-Server Sitzungen an VNC- oder Windows-Terminal-Server weiterleiten und nochmals komprimieren können. Angaben zum Desktop des jeweiligen Systems (KDE, Gnome, CDE, Xdm, etc.), zum Link-Speed und zur SSL-Verschlüsselung runden die NX-Session-Einstellungen ab.

Beim Konfigurieren einer Power-Term-Web-Connect-Verbindung stehen den Administratoren Optionen zur Angabe der Serveradresse und zum Einrichten der Desktop-Integration zur Verfügung. Im Test gab es übrigens beim Verbindungsaufbau mit keinem der analysierten Protokolle irgendwelche Probleme.

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