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Test Igel One

Test Igel One

Thin-Client für kleine Unternehmen

Die Feineinstellungen

Sobald die Session-Konfiguration vorgenommen wurde und alle Verbindungen zufriedenstellend laufen, kann es daran gehen, die restlichen Funktionen des Thin-Clients an die Gegebenheiten der jeweiligen Umgebung anzupassen. Dazu stellt das Setup-Tool den Anwendern eine Vielzahl weiterer Konfigurationsoptionen zur Verfügung. So haben die Mitarbeiter zum Beispiel unter "Accessories" Gelegenheit, Software-Terminals wie Xterm zu aktivieren, das ICA-Verbindungscenter anzuzeigen (bei der Arbeit mit Citrix-Terminalservern), Card Reader einzurichten, Smartcard-Passwörter zu ändern und den bereits angesprochenen Applikationsstarter zu konfigurieren, der den Benutzern das Aufrufen von Sessions und Programmen erleichtert. Dazu kommen noch Optionen zum Einschränken der Benutzerrechte (beispielsweise lassen sich damit Neustarts des Igel One durch die Anwender unterbinden) beziehungsweise zum Zugriff auf den Sound Mixer, den Java Manager und ähnliches. Dieser Bereich des Setup-Werkzeugs ist klar gegliedert und wird niemanden vor unüberwindbare Hindernisse stellen.

Zwei parallele RDP-Verbindungen mit Systemen unter Windows Server 2003 R2 und Windows Server 2008 R2. (©Smartmedia PresSservice)

Im Menü "User Interface" nehmen die Verantwortlichen Einstellungen wie die Bildschirmauflösung, die Farbtiefe, die Zugriffssteuerung mit "Trusted X-Hosts" und die Standby- sowie Suspend-Zeiten vor. Dazu kommen noch die Position der Taskleiste, die zu verwendende Sprache (Deutsch, Englisch) und die Einstellungen zum Bildschirmschoner, zum Keyboard-Layout und zur Mauskonfiguration. Darüber hinaus unterstützt der Thin-Client noch die Aktivierung von Font-Services (XC Font Service oder NFS Font Service), das Verwenden von Smartcards zum Einloggen und die Definition von Hotkeys zum Aufrufen bestimmter Befehle. Dank der übersichtlichen Gestaltung des Konfigurationswerkzeugs muss sich der Administrator mit den eben vorgestellten Punkten nicht lange aufhalten.

Die Netzwerkkonfiguration

Die Netzwerkkonfiguration bietet den zuständigen Mitarbeitern die Möglichkeit, die Fast-Ethernet-NIC des Igel One zu konfigurieren. Neben der Standardeinstellung als DHCP-Client kann das Gerät ebenso mit fixer IP-Adresse arbeiten. Zusätzlich ist es möglich, Wählverbindungen über ADSL mit PAP, CHAP und MS-CHAP zu definieren und NFS- sowie SMB-Laufwerke in das System einzubinden. Dank der ADSL-Verbindungsoption eignet sich der Thin-Client außerdem für den Einsatz in Kleinst- und Home-Offices. Es wird sicher in vielen Fällen sinnvoll sein, in solchen Umgebungen Thin-Clients einzusetzen, schon weil dann der Administrationsaufwand für die IT-Abteilung im vertretbaren Rahmen bleibt.

Unter "Geräte" findet sich eine Geräteinformation, die dem Windows-Gerätemanager ähnelt. An gleicher Stelle lassen sich CUPS-, LPD- oder TCP/IP-kompatible Drucker einrichten. Entsprechendes gilt für serielle, parallele und USB-Drucker. Möchte ein Anwender einen seriellen oder parallelen Drucker am Thin-Client betreiben, so stellt Igel optional entsprechende Adapter für die USB-Schnittstellen bereit. Ebenfalls im Gerätemenü erfolgen die Konfiguration der Smartcard-Kommunikation und das Einrichten von USB-Speichergeräten. Im Test erkannte das System unsere USB-Speicher sofort, es existiert sogar eine Option zum Aktivieren eine Automount-Funktion, so dass die Arbeit mit USB-Storage-Komponenten selbst für nicht technisch versierte Benutzer problemlos möglich sein sollte.

Die beiden letzten Menüs des Setup-Werkzeugs sind schnell erklärt. Das erste befasst sich mit der Sicherheit und ermöglicht die Vergabe von Passwörtern für Anwender und Administratoren, die Kerberos-Konfiguration und das Zulassen beziehungsweise Unterbinden von Remote-Zugriffen auf den Client. Das zweite stellt alle zum Vornehmen der Systemkonfiguration erforderlichen Befehle bereit. Dazu gehören die Zeit- beziehungsweise Datumseinstellungen, das Einschalten der Funktion zum Spiegeln des Bildschirms mit VNC, Settings zu Firmware-Updates und Informationen über die vom Igel One bereitgestellten Dienste, nämlich CUPS, Java, LDP, TCP/IP-Print und ICA (oder ? je nach Modus ? andere Protokollservices wie Power-Term Web-Connect). Sämtliche Dienste lassen sich außerdem an dieser Stelle anhalten.

Der Application Launcher

Ein getrenntes Werkzeug ? wir haben es bereits erwähnt - steht ausschließlich für die Aufgabe zur Verfügung, vorher definierte Sitzungen zu starten: der Application Launcher. Neben den Startfunktionen für die Sessions und Punkten zum Neustart und Herunterfahren des Clients (sofern der aktive Benutzer die dafür erforderlichen Rechte besitzt), bietet dieses Tool zudem Werkzeuge für Firmware-Updates, zur Netzwerkdiagnose (mit Lookup, Ping, Traceroute und ähnlichem) und zum Beschreiben von Smartcards. Darüber hinaus liefert es umfassende Informationen zu Hardware, Firmware und ähnlichem.

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