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Vergleichstest KMU-NAS

Sechs KMU-NAS-Laufwerke im Vergleich

Datenzentralen im Firmennetzwerk

Betrieb

Alle sechs KMU-Netzwerkspeicher sind leise genug, um sie jeweils in einer Arbeitsumgebung betreiben zu können: Mit seinen zwei Lüftern an der Gehäuse-Rückseite macht das Zyxel NSA-2401 zwar nicht diesen Eindruck. Im Test arbeitet das NAS jedoch angenehm leise und fällt akustisch nicht auf, wenn es zum Beispiel unter dem Schreibtisch steht. Fast völlig geräuschlos geht das Seagate Black Armor NAS zu Werke ? Administratoren müssen sich schon mit einem Blick auf das Gerät vergewissern, ob es überhaupt läuft.

Auf einen Blick: Das Web-Interface des Qnap TS-509 Pro Turbo NAS fasst die SMART-Werte der installierten Festplatte mit einer Bewertung zusammen. (©Smartmedia PresSservice)

Üblicherweise sind es vier Methoden, mit denen ein Netzwerkspeicher seinen Zustand überwacht und eventuelle Probleme mitteilt:

  • Das Gerät analysiert die SMART-Werte der Festplatten,
  • zeigt seinen Status auf dem LC-Display an,
  • signalisiert diesen gleichzeitig per LED-Leuchten und
  • verschickt Statusmeldungen per E-Mail.
  • Die SMART-Variante beherrschen alle Testkandidaten, wobei sich der Festplatten-Check bei Qnap und Thecus zudem noch manuell starten lässt, etwa nach dem Einbau einer neuen Festplatte. Am schnellsten informieren hier Qnap und Thecus, indem sie den SMART-Zustand mit einer kurzen Bewertung wie "gut" oder "ok" zusammenfassen.

    Buchführung: Alle NAS-Laufwerke protokollieren System-Ereignisse, doch nur wenige wie das Zyxel NSA-2401 schicken die Liste an einen Syslog-Server. (©Smartmedia PresSservice)

    Neben einer SMART-Funktion protokollieren alle NAS-Geräte im laufenden Betrieb auftretende Ereignisse rund um das System, die Benutzer und laufende Dienste mit. Die Listen lassen sich bei allen Geräten außer dem Seagate-NAS direkt im Web-Interface ansehen und bei Buffalo, Qnap und Zyxel wahlweise an einen Syslog-Server verschicken. Beim Seagate Black Armor NAS 420 suchen Administratoren ein Systemprotokoll vergeblich und müssen sich wie bei den anderen Testkandidaten per E-Mail über Systemereignisse informieren lassen. Dafür schickt das Seagate seine Statusmeldungen an bis zu fünf verschiedene E-Mail-Accounts, beim Thecus sind es immerhin noch vier.

    Post vom NAS: Administratoren stellen im Web-Interface der Buffalo Terastation III die Details des Systemberichts und den Versandzeitpunkt ein. (©Smartmedia PresSservice)

    Den Inhalt der Benachrichtigungs-Mails können Administratoren zwar nur beim Buffalo-NAS anpassen und Bedingungen wie zu hohe Temperatur, Datenträgerfehler, Lüfterfehler oder fertig gestellte Backups ein- oder ausschließen. Allerdings sollte sicherheitshalber keine dieser Optionen deaktiviert sein. Das Qnap sendet Statusmeldungen optional per SMS. Einzig das Zyxel zeigt sich wenig kommunikativ und beschränkt sich auf seine detaillierte System-Protokollierung per Web-Interface.

    Ausfallsicher: Das Iomega iX4-200d kommt als RAID-5-System mit Hot-Spare. Fällt ein Laufwerk aus, werden die Daten im Betrieb rekonstruiert. (©Smartmedia PresSservice)

    Für einen reibungslosen NAS-Betrieb ist die Systemüberwachung nur die halbe Miete. Wenn im Ernstfall beispielsweise eine Festplatte eines RAID-5-Verbunds ausfällt, sollten Administratoren das defekte Laufwerk schnell ersetzen und das System ohne Datenverlust wieder in Betrieb nehmen können. Für so einen Fall sind alle Testkandidaten jedoch vorbereitet und ermöglichen es, bei entsprechendem RAID-Level ausgefallene Laufwerke durch Hot-Swap zu ersetzen. Gut erledigen das Qnap, Thecus und Zyxel, die jeweils ohne Festplatten ausgeliefert werden. Bei diesen Geräten lassen sich nachträglich eingebaute Laufwerke mittels Hot-Spare als Reserve definieren. Bereits ab Werk dafür konfiguriert sind das Iomega Storcenter iX4-200d und die Buffalo Terastation III. Je nach gewähltem RAID-Level steht entweder ein Laufwerk als Hot-Spare zur Verfügung (RAID 5) oder ist fest darin integriert (RAID 10). Damit läuft das System im Problemfall einfach weiter ? beide Netzspeicher schalten das defekte Laufwerk ab und ermöglichen es dem Administrator, es im Betrieb auszutauschen. Das mit zwei Festplatten ausgelieferte Seagate Black Armor NAS 420 lässt sich mit zwei weiteren Laufwerken als sicheres RAID 10 betreiben, unterstützt jedoch anders als Buffalo und Iomega kein RAID 5 plus Hot-Spare.

    NAS-Backup: Das Seagate Black Armor NAS 420 sichert ausgewählte Shares per "rsync" auf andere Netzwerkspeicher. (©Smartmedia PresSservice)

    Um seinem Anspruch als sicherer Datenspeicher zu genügen muss ein KMU-NAS Backups im Idealfall automatisiert anlegen können. Dabei finden auf lokalen Rechnern abgelegte Daten ihren Weg fast immer per mitgelieferter Backup-Software auf den Netzwerkspeicher. Nur das Iomega-NAS integriert passende Tools direkt in sein Web-Interface. Dafür gelingt allen Geräten eine zeitgesteuerte Datensicherung von NAS-Ordnern auf andere Netzlaufwerke beziehungsweise FTP-Server.

    Das Zyxel akzeptiert dabei zwar nur andere Zyxel-NAS-Laufwerke, bietet dafür eine praktische Snapshot-Funktion, mit der sich der Inhalt von Shares im Stundentakt sichern lässt. Die Buffalo Terastation III akzeptiert ebenfalls nur andere Buffalo-Speicher als Remote-Backupmedien, erlaubt aber mittels Distributed File System (DFS) sogar eine Datenspeicherung auf mehrere Netzwerklaufwerke gleichzeitig. Für Apple-Netzwerke besonders interessant ist die Time-Machine-Unterstützung bei Buffalo, Iomega und Qnap. Alle drei NAS-Laufwerke eignen sich damit als Backup-Archiv für die ab Mac OS X integrierte Datensicherungssoftware.

    USB-Kopie: Die Kopiertasten-Funktion des Qnap TS-509 Pro Turbo NAS lässt sich je nach Bedarf anpassen. (©Smartmedia PresSservice)

    Mit USB-Datenträgern kommt jedes NAS zurecht und bindet deren Inhalt als Share ein. Mehr Funktionen bieten hier Buffalo, Qnap und Zyxel, die über eine Kopiertaste an der Gehäuse-Vorderseite komfortabel Daten mit USB-Medien austauschen. Was ein Tastendruck auslösen soll, lässt sich speziell beim Qnap sehr detailliert einstellen, darunter Quell- und Zielmedium, zu sichernde Ordner sowie die Art der Kopie (synchronisieren, überschreiben).

    Energiespar-Optionen gehören immer häufiger zur Ausstattung eines KMU-NAS und die Testkandidaten bilden dabei keine Ausnahme. Bei der Buffalo Terastation III fangen die "grünen" Funktionen an bei einem Stromsparschalter auf der Gehäuse-Rückseite an. Steht dieser auf "Auto", startet das NAS, sobald der Administrator den Rechner hochfährt. Daneben kann der User im Web-Interface die Betriebszeiten des NAS detailliert festlegen.

    Schlaf- und Wachphasen: Anhand des übersichtlichten Terminkalenders stellen Administratoren die Betriebszeiten des Thecus N7700PRO schnell ein. (©Smartmedia PresSservice)

    Am besten gelingt das beim Thecus N7700PRO, dessen Web-Interface eine bereits vordefinierte Eingabemaske für jeden einzelnen Wochentag bietet. Lediglich mit den Geräten von Iomega und Seagate lässt sich in dieser Disziplin keine Energie sparen ? sie unterstützen kein zeitgesteuertes Hoch- und Herunterfahren. Immerhin bietet jedes NAS einen Standby-Modus für die Festplatten und schickt die Laufwerke schlafen, sofern innerhalb einer vom Anwender festlegbaren Zeit kein Zugriff erfolgt. Ein USV-Support gehört mit Ausnahme des Zyxel NSA-2401 ebenfalls zur Standardausstattung der Testkandidaten.

    Leserkommentar

    Max Mustermann, Mon, 18. Jan. 2010 - 13:36:
    Ein weiterer Kommentar zum SPAM-Schutz-Test
    Wie schaut's aus?
    Max Mustermann, Mon, 18. Jan. 2010 - 13:35:
    Dies ist ein Testeintrag.

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