tom's networking guide
 
Anzeige

WLAN-Mesh-Performance

18. 01. 2009
Tobias Gieseke
Tom's Networking Guide

Performance vermaschter Netze

WLAN-Mesh im Heimnetz

Wie sinnvoll ist ein Mesh im Heimnetzwerk? Das IRT in München hat in Versuchen die Performance eines Mesh-Netzwerkes ermittelt. Dieser Bericht gibt einen kleinen Auszug aus den Ergebnissen.
.

Mesh im Heimnetzwerk

Neueste Wunderwaffen gegen Dead-Spots (Funklöcher) im WLAN sollen vermaschte Netzwerke werden. In dieser Topologie gibt es keinen zentralen Access-Point mehr, wie das bisher üblich war. Sie werden durch viele "kleine" Mesh-Access-Points (kurz Mesh-Points) ersetzt, die untereinander verbunden sind. Dabei kann der Anwender selbst entscheiden, wo er die einzelnen Mesh-Points platziert, da diese nur einen Stromanschluss benötigen. Sinnvollerweise stehen diese Mesh-Points natürlich überall da, wo WLAN benötigt wird. Wer also ein Internetzugang auf dem Dachboden benötigt, stellt dort einfach solch einen Mesh-Point auf. Dieser verbindet sich dann zu den beiden Knoten im 1.OG (Kinderzimmer und Büro) und diese haben wiederum Verbindungen zu den Knoten im Erdgeschoss und im Keller, wo sich der Internetzugang befindet. Jeder Mesh-Point versorgt dann sein Umfeld drahtlos mit einem Zugang ins Netzwerk und somit ins Internet.

Beispiel der Heimvernetzung in einem Einfamilienhaus mit einem Mesh-Netzwerk. (©Smartmedia PresSservice)

Wie das Beispiel zeigt, kann so ein Mesh das ganze Haus gezielt mit einem WLAN abgedeckt werden. Aber natürlich resultieren hieraus auch Nachteile. Da das ganze WLAN (Mesh) auf einem Kanal funkt, reduziert sich die Datenrate von Hop zu Hop. Ein Hop bezeichnet dabei immer die Strecke zwischen zwei Mesh-Points. Die Theorie besagt, dass, selbst bei guten Empfangsbedingungen zwischen den Knoten, mit jedem Hop die Datenrate um etwa die Hälfte abnimmt. Ob sich ein Mesh-Netzwerk dennoch für die Heimvernetzung eignet, hat das Institut für Rundfunktechnik (IRT) in München gemessen. Die Ergebnisse sind hier dargestellt.

Rubriken
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Mehr zum Thema
WLAN-Mesh im Eigenbau
Wer denkt, dass alte, verstaubte WLAN-G-Router schon lange ausgedient hätten, liegt ganz falsch. Denn mit anderer Firmware bestückt, können sie zu neuer Form auflaufen ? sei's für VPN, Multi-SSID oder Mesh. Wie das geht, zeigt dieser Workshop. [mehr]
Test Fritz!Box Fon WLAN 7270
AVMs Fritz!Box Fon WLAN 7270 verspricht, mit dem WLAN-N-Chipsatz von Atheros, die Anforderungen an ein Netzwerk im digitalen Zuhause komplett abzudecken. Ob's reicht? [mehr]
Firstlook T-Com Speedport W 100 Bridge
Lang hat die T-Com gezögert, WLAN wegen dessen Störanfälligkeit für die IPTV-Übertragung im Haus einzusetzen. Nun dient Funktechnik von Ruckus Wireless als Kabelersatz. [mehr]
Firstlook Trendnet TEW-633GR
Die mit Spannung erwartete neue WLAN-Generation drängt in die Verkaufsregale. Der zweite Entwurf für "Wireless N" will wirbt mit "schneller" und "weiter". Doch die mit IxChariot ermittelten Durchsatzwerte sind enttäuschend, wie unser Firstlook offenbart. [mehr]
Report HomePlug AV
Noch immer fehlt eine schlüssige Strategie für die sichere und mediengerechte Vernetzung des Digital Home. Nun schickt sich HomePlug AV an, all jene Kommunikationsprobleme zu lösen, an denen Technologien wie WLAN, Ethernet oder HomePNA bislang gescheitert [mehr]
Report High-Speed-Powerline-Communications
Endlich hat die Industrie erkannt, dass Ethernet zum Vernetzen von Unterhaltungselektronik und Telefonen nicht taugt. Und so wurden die drei neuen Powerline-Standards von PLC-HD (DS2), HomePlugAV (Intellon) und HD-PLC (Panasonic) nicht nur auf Tempo sonde [mehr]
Anzeige