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Test Devolo dLan TV Sat 1300-HD

Leinen los ? aber bitte nicht alle

Installation und Test

Das von uns getestete Geräte-Set besteht aus dem Devolo dLAN TV Sat 1300-HD, dem Devolo dLAN Satelliten-Tuner sowie zwei Netzteilen. Das Paket wird als Starterkit angeboten, der TV-Sat-Tuner ist aber zusätzlich einzeln erhältlich. Des Weiteren brauchen Sie eine Satelliten-Antenne, die möglichst bereits auf den gewünschten Satelliten (hier zumeist Astra 19,2 Ost) eingerichtet sein sollte. Ein aktives Suchen mit dieser Geräte-Kombination ist nicht Praxisnah.

Die Installation der Geräte ist denkbar einfach und das sehr gut geschriebene und illustrierte deutsche Handbuch hilft ausführlich weiter. Herzstück der Ganzen ist der Sat-Tuner, der in der Nähe der Satelliten-Antenne platziert werden sollte, um lange und aufwendige Kabelwege zu verhindern. Wenn dort dann noch eine Steckdose und das Kabel vom LNB bereit liegen, steht der Installation nichts mehr im Wege.

Aufbau des Testnetzwerks. Im oberen Bereich die Bestandteile des Test-Kits inklusive der Powerline-Verbindung ins bestehende Netzwerk. (©Smartmedia PresSservice)

Für unseren Test haben wir uns zuerst mit dem Tuner und der Softwarelösung für einen PC beschäftigt. Den zweiten Powerline-Adapter haben wir direkt in unser Netzwerk eingebunden, um so im LAN und im WLAN gleichermaßen Zugriff auf den Sat-Tuner zu bekommen. Das Einrichten der mitgelieferten Software "Cyberlink TV Enhance" läuft problemlos. In kurzer Zeit wird man über diverse Dialoge durch die Installation begleitet ? zum Schluss läuft die Kanalsuche. Fertig. Selten, dass eine Installation so einfach und schnell zum gewünschten Erfolg führt. Schön wäre es, wenn es eine vorgefertigte Senderliste gäbe ? das Sortieren der bis zu 1700 gelisteten Programme braucht dann doch etwas mehr Zeit. Die Software bietet im Betrieb EPG (Electronic Program Guide) wahlweise aus dem Internet über den Anbieter www.tvtv.de was jedoch das öffnen des Browsers erfordert oder entsprechend über Satellit. Timeshift und PVR (Personal Video Recorder) gehören ebenso zum Standard. Für das gleichzeitige Aufzeichnen und Ansehen unterschiedlicher Sendungen wird ein zweiter DVB S2 Sat-Tuner benötigt.

Die schrittweise Installation der Settop-Box ist schnell und unkompliziert. (©Smartmedia PresSservice)

Der Empfang des Sat Programms über WLAN ist problemlos. Allerdings stellt das Dekodieren von HD-Programmen hohe Anforderungen an die Hardware. Unser Test-Laptop mit einem älteren Dual-Core-Prozessor kam hier mit 80 bis 90 Prozent Systemlast an seine Grenzen, was Unterbrechungen und Bild-Artefakte zur Folge hatte. SD-Übertragungen liefen ohne erkennbare Einschränkungen.

Im nächsten Schritt sehen wir uns die Settop-Box TV Sat 1300 HD an. Das Gerät ist schlicht gehalten, hat kein Display und verrät sonst äußerlich nicht viel. Auf der Frontseite befinden sich die einzigen USB-Anschlüsse. Das ist zwar praktisch ? optisch aber nicht so ansprechend. Das Booten dauert etwa 10 Sekunden, währenddessen zeigen vier LED auf der Front den aktuellen Boot-Status an. Diese vier LED dienen im Betrieb der Anzeige von: Con ? Verbindung zum DVB-S2-Tuner, MOD ? Verbindung zu eine externen Festplatte, REC ? Aufnahme sowie IR als Rückmeldung der Fernbedienung. Der Installations-Assistent führt in mehreren Schritten durch die Einstellungen zur ersten Inbetriebnahme. Der Funktions-Umfang der Menüs ist ausgesprochen umfangreich. Anders als bei der PC?Lösung ist hier schon eine Kanalliste vorhanden. Die Sortierung nach eigenen Wünschen ist allerdings etwas umständlich. Ansonsten lassen Bild- und Toneinstellungen, EPG sowie PVR-Funktionen kaum Wünsche offen. Die subjektive Bildqualität ist gut. "Programm-Zapper" werden an den etwas langen Umschaltzeiten jedoch keine Freude haben. Systembedingt dauert es im Schnitt drei bis vier Sekunden bis der Kanalwechsel erfolgt.

Die System-Fernbedienung, die sich mittels USB-IR-Empfänger ebenfalls am PC betrieben lässt, liegt gut in der Hand und wichtige Funktionen sind gut erreichbar und mit eindeutigen Konotationen versehen.

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