tom's networking guide
 
Anzeige

Test FAST LTA Silent Cubes

Langzeitarchivierung mit Festplatten-System

Sicherheit durch Mischbetrieb

Die 12 Laufwerke eines Silent Cubes setzen sich aus den Modellen von drei verschiedenen Herstellern zusammen und sollen so einen Hardware-Ausfall durch fehlerhafte Festplatten-Chargen ausschließen. Des Weiteren verwendet der Testkandidat einen von FAST LTA eigens entwickelten WORM-Controller (Write Once Read Manytimes), der einmal auf dem System abgelegte Daten AES-verschlüsselt vor Modifikation schützt und diese bis zu fünffach, mindestens jedoch dreifach redundant auf die Festplatten verteilt. Durch die integrierte Deduplizierung legt der Testkandidat Daten zudem nicht doppelt ab, sondern verweist stattdessen auf bereits gespeicherte Informationen. Insgesamt soll das System sicherer arbeiten als ein RAID-6-Array, weshalb der Hersteller sein Verfahren unter dem Begriff "Super-Redundanz" führt.

Zwar wirkt der Silent Cube auf den ersten Blick wie ein NAS (Network Attaches Storage), da es sich ins lokale Netzwerk einbindet und seine Dienste zur Verfügung stellt. Vergleichbar mit herkömmlichen KMU-Netzwerkspeichern ist das System jedoch keineswegs. Bereits die Integration des Archivierungssystems ins Firmennetzwerk ist aufgrund der verwendeten Architektur etwas Besonderes: Die Silent Cubes werden nicht direkt mit dem Firmennetzwerk verbunden, sondern über eine so genannte Head Unit daran angeschlossen.

Jede Head-Unit bildet eine in sich geschlossene Einheit und verwaltet ihre IP-Adressen selbst. Die Anbindung ans Firmennetz erfolgt per Netzwerk-Switch. (Bild: FAST LTA)

Die mit zwei Gigabit-Ethernet-Schnittstellen bestückte Head Unit fungiert als Steuerzentrale für die einzelnen Silent Cubes und lässt sich per zugewiesener IP-Adresse bequem über das integrierte Web-Interface (Cube Manager) administrieren. Der Verbund aus Head Unit und einem einzigen Silent Cube bildet die kleinste Einheit des Archivierungssystems und ist ein in sich geschlossenes System. Solange nur ein Cube im Einsatz ist, gestaltet sich das Ganze sehr einfach: An die erste Gigabit-Schnittstelle kommt der, meist ohnehin vorhandene, Switch für die Verbindung der Head Unit mit dem Firmen-Netzwerk. Die zweite Schnittstelle verbindet die Silent Cube mit der Head Unit. Da die Head Unit als DHCP-Server für die Cubes fungieren muss, ist hierfür ab zwei Cubes ein eigener Switch erforderlich, in dessen Netzwerksegment nur die Silent Cubes zu sehen sind. Praktisch: Durch seinen modularen Aufbau lässt sich das System ganz nach Bedarf skalieren. Eine Head Unit kann bis zu 128 Speicherwürfel betreiben.

Leserkommentar

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*





*
*
Rubriken
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Mehr zum Thema
Sechs Heim-NAS-Laufwerke im Vergleich
NAS-Geräte für den Heimbereich mit umfangreicher Ausstattung und hoher Performance müssen nicht zwangsläufig teuer sein. Echte Netzwerk-Alleskönner gibt es für rund 400 Euro, das schnellste Laufwerk im Test kostet gerade einmal 80 Euro. [mehr]
Test Buffalo Terastation III
Buffalo präsentiert mit der Terastation III einen kompakten NAS-Allrounder, der sich gleichermaßen im Homeoffice und bei KMUs wohl fühlen soll. Datensicherheit und leichte Bedienung stehen im Vordergrund und Multimedia-Funktionen gibt es obendrein. [mehr]
Test FAST LTA Silent Cubes
Backup-Management stellt Unternehmen vor logistische und personelle Herausforderungen. Die Silent Cubes entlasten die Administratoren und bieten dennoch ein hohes Maß an Daten-Sicherheit. [mehr]
Anzeige