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Test FAST LTA Silent Cubes

Langzeitarchivierung mit Festplatten-System

Der Praxistest

Im Test funktioniert die Inbetriebnahme des Systems reibungslos: In der Default-Einstellung holt sich die Head Unit per DHCP automatisch eine IP-Adresse vom Firmennetzwerk und vergibt innerhalb seines Subnetzes eine IP-Adresse pro Speicherwürfel. Die zugewiesene IP-Adresse der Head Unit können Administratoren bequem von dessen LC-Display ablesen und darüber den Cube Manager aufrufen. Hinsichtlich des eingesetzten Browsers gibt es keine Einschränkungen; allerdings empfiehlt der Hersteller Firefox als Mittel der Wahl. Bei erstmaligem Aufruf des Web-Interfaces müssen Administratoren ein Sicherheits-Zertifikat akzeptieren, da die Verbindung per HTTPS erfolgt.

Zentrale: Administratoren verwalten die Silent Cubes über den Cube Manager. Der Bedienkomfort ist ebenso hoch wie bei einem gewöhnlichen NAS-System. (©Smartmedia PresSservice)

Der Cube Manager lässt sich am ehesten mit dem Web-Interface eines NAS-Speichers vergleichen. Administratoren legen dort unter anderem die Netzwerk-Einstellungen für das Cube-Subnetz fest, verwalten Benutzer und Shares und definieren Active-Directory-Domänen. Die Software sorgt außerdem dafür, dass auf der Head Unit zwischengespeicherte Daten in festgelegten Abständen auf die Silent Cubes archiviert werden. Dazu setzt das System auf so genannte Volumes, reservierte Speicherbereiche, innerhalb derer sich beliebige Verzeichnis-Strukturen samt SMB- und NFS-Freigaben definieren lassen. Ein neu angelegtes Volume darf dabei maximal so groß sein wie der insgesamt auf allen angeschlossenen Silent Cubes verfügbare Speicherplatz.

Unabhängig von der System-Konfiguration steht die Daten-Speicherung per WORM-Verfahren immer zur Verfügung. Drei weitere Archivierungsarten gibt es dagegen nur mit der optional erhältlichen Compliance-Option. Beispielsweise lässt sich bei der Variante "WORM mit Lebensdauer" ein Datum einstellen, bis zu dem sich einmal abgelegte Daten nicht verändern lassen. Erst nachdem das Datum verstrichen ist, können Benutzer die Daten aus dem File-System entfernen. Tatsächlich gelöscht wird gemäß WORM-Prinzip natürlich nichts, dafür aber die Verbindung zwischen Speichereinheit und dem entsprechenden Volume gekappt.

Der Cube Manager stellt zudem Funktionen zur asynchronen Replizierung der archivierten Daten auf eine zweite Cube-Installation bereit, die je nach Bedarf lokal oder remote aufgestellt sein kann. Der Hersteller hat außerdem noch an eine Update-Möglichkeit für die Speicherwürfel selbst gedacht. Daten lassen sich von einem bestehenden Silent Cube auf eine neu eingebundene Einheit migrieren und so ein Generationswechsel unkompliziert durchführen.

Das Testsystem bestehend aus einer Head Unit und einem daran angeschlossenen Silent Cube mit 8 TByte Speicherkapazität haben wir in einem Gigabit-Ethernet-Netzwerk abschließend auf seine Performance untersucht. Dabei vermittelt der bewährte Netgear-Switch GS-108T zwischen Testumgebung und dem Langzeitspeicher und überträgt die Datenpakete des Open-Source-Benchmarks Iozone auf eine SMB-Freigabe. Im Mittel erreicht der Testkandidat Schreib- und Leseraten von 35 und 40 MByte/s, wobei sich der Datentransfer gemäß der System-Architektur zwischen Testumgebung und dem Zwischenspeicher auf der Head Unit abspielt. Die eigentliche Einlagerung der Daten auf die Silent Cubes übernimmt das System je nach eingesetzter Software und eingestelltem Volume-Typ anschließend selbst.

Schnell unterwegs: Das Langzeit-Archivierungssystem Silent Cubes erreicht beim datensatzweisen Lesen und Schreiben teilweise mehr als 60 MByte/s. (©Smartmedia PresSservice)

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