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Test Igel Universal Desktop Converter 720LX

Test Igel Universal Desktop Converter 720LX

Frischzellen für alte Hardware

Der Test

Im Test installierten wir den UDC zum einen in einer Vmware-basierten Virtual Machine, zum anderen auf einem alten PC mit einer Pentium-III-CPU mit 600 MHz Taktfrequenz, 512 MByte RAM und einer Festplattenkapazität von 30 GByte. Anschließend bauten wir mit dem neu aufgesetzten System Verbindungen zu RDP-Servern unter Windows Server 2003, Windows Server 2008 R2 und Windows 7 auf. Darüber hinaus griffen wir auch noch auf einen NX-Server zu, der unter Centos 5.4 lief. Zum Abschluss des Tests arbeiteten wir dann mit Citrix XenApp-Umgebungen sowie diversen virtuellen Maschinen, die unter Citrix XenServer, Microsoft Hyper-V und VMware ESX zum Einsatz kamen.

Das UDC-Setup-Utility löscht bei der Installation alle Daten auf dem Ziellaufwerk. (©Smartmedia PresSservice)

Installation

Der UDC 720LX kommt auf einem USB-Stick mit dem Igel Universal Desktop OS und einer SIM-Karte, die die Lizenzen enthält, die zum Betrieb der Lösung auf den Zielsystemen benötigt werden. Zur Installation der Software ist es zunächst erforderlich, die SIM-Karte in den USB-Stick einzusetzen und dann den Zielrechner von dem USB-Stick zu booten. Sollte das BIOS des Zielrechners keinen Systemstart von USB-Medien unterstützen, so können die zuständigen Mitarbeiter alternativ auf eine Boot-CD zurückgreifen - ein dafür geeignetes ISO-Image steht auf dem USB-Token ebenfalls bereit. Was die Hardware angeht, so benötigt der UDC mindestens 512 MByte RAM und läuft ansonsten auf praktisch jedem x86-kompatiblen PC. Darüber hinaus unterstützt das System auch diverse Thin-Clients von Igel, Neoware, Dell und HP. Dank dieser Unterstützung lässt sich auch ältere Hardware (zumindest die letzte Generation) von Igel und den genannten Dritterstellern auf den aktuellen Universal-Desktop-Stand bringen und in eine homogene Managementumgebung eingliedern.

Nach dem Systemstart vom USB-Stick erscheint ein Boot-Menü, über das die Administratoren die Wahl haben, die Installation zu starten, einen Speichertest durchzuführen oder den Rechner mit dem auf seiner Festplatte installierten Betriebssystem hochzufahren. Nachdem wir uns im Testlabor für die Installation entschieden hatten, fragte uns die Setup-Routine zunächst nach der zu verwendenden Sprache (Chinesisch, Deutsch, Englisch oder Französisch) und zeigte dann die Lizenz an. Danach wurde es ernst, denn jetzt wollte der Wizard wissen, auf welchem Speichermedium die Installation stattfinden sollte. Dabei wird die bestehende Festplatteninstallation restlos gelöscht. Gleichzeitig beschwerte sich die Setup-Routine auf unseren Systemen darüber, dass sie die Hardware nicht erkennen könne. Das ist auf PC-Systemen normal, installiert man das Produkt auf einem Thin-Client, so gibt das Installationswerkzeug an gleicher Stelle den Namen der erkannten Hardware an. Beim Betrieb des UDC auf einem PC ergeben sich übrigens im Vergleich zum Thin-Client-Einsatz einige Einschränkungen: So unterstützt das Produkt auf dieser Hardware keinen Standby-Mode, zeigt nur VESA-Grafik an, bietet keinen Multi-Monitor-Support und ermöglicht keine Multimedia-Redirection mit VMware View. Abgesehen davon kann die Audio-Unterstützung ? je nach System-Hardware ? eingeschränkt oder nicht vorhanden sein.

Nach der Angabe des Zielmediums läuft die Installation durch und der Rechner startet anschließend neu. Nach dem Hochfahren von der Festplatte ist der neue Thin-Client dann einsatzbereit.

Leserkommentar

Basti , Tue, 27. Apr. 2010 - 19:00:
Eine Lizenz gibt es wohl "ab 29€".
Harry Menke, Mon, 29. Mar. 2010 - 15:29:
Was kostet denn die Lizenz? So aufwändig mit Hardware-Dongle und SIM-Karte geschützt werden wohl nicht unter 250€ pro Rechnen fällig.
Für das Geld bekommt der gut rechnende IT-Verantwortliche bereits 3GHz/1GB/80GB-Maschinen von Markenherstellern (Dell/HP/Lenovo) als Lesingrückläufer - optimal für Office-Anwendungen, auch ohne "Kundenverdünnung".
Die die sonst bei Thin-Client-Einführungen nötige massive Investition in die Server kann dann auch unterbleiben.

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