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Test LEA Netsocket 200+

Powerline made in Frankreich

Der Testaufbau

Die Messungen erfolgen zum einen in einem frei stehenden Einfamilienhaus an mehreren Messpunkten, die den typischen Anforderungen der Anwender entsprechen, also sowohl im gleichen Raum sowie durch Wände und Decken hindurch, als auch zusätzlich in einem Apartment einer neu errichteten Wohnanlage mit modernster Elektrik. Die vollständige Beschreibung des Triple-Play-Messverfahrens findet sich unter "Netzwerktests für Triple-Play: Am Ende zählt, was hinten rauskommt".

Einer der beiden PLC-Adapter wird dazu im Flur des Einfamilienhauses platziert (üblicherweise der Ort, an dem die Telefonleitung ankommt und wo folglich das DSL-Modem steht), der zweite geht "auf Wanderschaft" in unterschiedlich weit entfernet Räume:

Einfamilienhaus

Messort

Distanz [m]

Phase

Direkt

0,1

Gleich

Arbeit

7

Gleich

Wohnen

12

Gleich

Schlafen

14

ungleich

Dach

26

ungleich

Garten

40

gleich

Mehrfamilienhaus

Wohnen 2

10

ungleich

Direkt

0,1

gleich

Übersicht der Phasen und Leitungslängen an den genutzten Messorten.

Kenntnis über die Phasenlage des heimischen Stromnetzes ist für den Laien mit Hausmitteln nicht zu erlangen. Oft hängen die Stromkreise der Etagen an unterschiedlichen Phasen (Einfamilienhaus), andernorts gliedern Elektriker die Wohnung in funktionale Bereiche wie "Wohnen", "Nebenräume" und "Bäder". In erfreulich vielen Wohnungen, die dreiphasig vom E-Werk versorgt werden, ist wenigstens eine dreiphasige (fünfadrige) Leitung verlegt ? die zum Anschluss des E-Herdes. Und schon wenige parallel verlaufende Meter Adern genügen den Powerline-Signalen, um zwischen ihnen "überzusprechen": So kommt es, dass in den meisten Fällen PLC-Adapter, die an verschiedenen Phasen der Elektroinstallation arbeiten, dennoch miteinander sprechen können ? wenn auch nicht ganz so schnell, wie unser "Test PLC mit Hindernissen" offen gelegt hat.

LEA NetSocket200+ Schuko zeigt links die Fast-Ethernet-Buchse, daneben den Verschlüsselungs-Knopf und unten den Stromnetzstecker. (©Smartmedia PresSservice)

TCP/IP-Durchsatz

Der für das normale Arbeiten übers Netzwerk entscheidende Wert ist der Durchsatz in TCP/IP-Verbindungen. Dieses Protokoll verwenden alle herkömmlichen Datenübertragungen aus dem Internet, im Intranet respektive im Heimnetz, aber ebenso NAS-Server oder Media-Player im lokalen Netzwerk. Beim Datendurchsatz sind klassische PLC-Adapter und solche mit Homeplug-AV gleichermaßen gekniffen, weil sie dem Anwender lediglich eine Fast-Ethernet-Schnittstelle mit einer maximalen Link-Rate von 100 MBit/s in jeder Richtung bieten. Da macht auch LEAs Netsocket 200+ keine Ausnahme.

Die Leistung stimmt für ein Produkt mit Intellon INT6300-Powerline-Chipsatz. Typisch: Der Einbruch auf kurze Distanz (10 Zentimeter) (©Smartmedia PresSservice)

Leserkommentar

helmut fischer, Mon, 23. Jan. 2012 - 17:42:
Hallo,
ich betreibe mit großer Zufriedenheit Netsochet 200+ Schuko. Ich möchtre ein drites gerät anschließen. Ist das möglich und wo erhalte ich ein Erweiterungsgerät?
Lutz , Mon, 22. Feb. 2010 - 12:11:
Hallo, kann Euren recht positiven Test leider nicht bestätigen. In meinem EFH funktionierte das Set leider nicht zufriedenstellend. Extra angeschafft, um einem WD TV Live mit meinem Zyxel NSA220plus zu verbinden (von Keller in EG) zeigt bei den meisten DVD.vob und bei HD sowieso nur abgehackte Bilder, der Ton bleibt meist ganz weg. Zum Vergleich - um andere Probleme auszuschliessen habe ich eine direkte LAN Verbindung fliegend gelegt. Keine Probleme damit. Der Devolo hat in der SW immer so 60-70 MBit angezeigt. Das Ergebnis sagte aber etwas anderes. Habe die Adapter daher zurückgegeben und verlege jetzt klassisch ein LAN-Kabel.
Red.: Möglicherweise hat es auch an der richtigen Priorisierung gehapert. Mit den angezeigten 60 MBit/s ist in der Praxis eine Netto-Bandbreite von 25-30 MBit/s nutzbar.

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