tom's networking guide
 
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23. 12. 2010
4.5/5
Arno Kral, Heike Kral
Tom's Networking Guide

Test LifeView "Not only ECO" Battery Charger

Nachbrenner für Alkali-Batterien und NiCD-Akkus

Ohne Batterien geht in der mobile Generation gar nichts. Aber nicht immer lassen sich Alkali-Batterien durch Akkus ersetzen. Da blutet ob des vielen Sondermülls nicht nur dem Umweltfreund das Herz, sondern auch dem Pfennigfuchser. Nun ist Abhilfe in Sicht, der LifeView "Not only Eco" Battery Charger, den Tom's Networking drei Monate lang einem Praxis-Test unterzogen hat.
LifeView "Not only Eco" Battery Charger
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LifeView "Not only Eco" Battery Charger

Im hatte der Generalimporteur Silver-Hawk "die Innovation des Jahres aus dem Hause LifeView" präsentiert. Den LifeView "Not only Eco" Battery Charger lobte Silver-Hawk-Geschäftsführer Sascha Riepe mit den Worten: "Der LifeView 'Not only ECO' Battery Charger ist das erste Ladegerät, welches nicht nur Akkus aufladen kann sondern, und das ist das einzigartige, auch Alkaline-Batterien; dieser Charger hilft allen Verbrauchern, die Umwelt und auch den Geldbeutel zu schonen, weil man die leeren Batterien wieder aufladen und mehrfach nutzen kann!"

Nun steht auf den meisten Alkali-Batterien deutlich der Warnhinweis zu lesen, dass sie auf keinen Fall wieder aufgeladen werden dürften, schließlich handle es sich nicht um Akkumulatoren (kurz: Akkus). Der Unterschied ist im Grunde genommen aber gar nicht so groß: In beiden Fällen kommt die elektrische Energie aus einer chemischen Reaktion zwischen zwei Elementen und sollte sich normalerweise durch Zufuhr von Strom auch umkehren lassen.

Zeigt die LED rotes Licht, kann die Batterie noch geladen werden. Nach vier Stunden hört aber das Laden automatisch auf, selbst wenn die Batterie noch nicht voll ist. Dann lohnt sich ein zweiter Versuch ... (© Smartmedia PresSservice)

Bei Alkali-Mangan-Batterien respektive Alkali-Mangan-Zellen, die mithin als Zink-Manganoxid-Zellen bezeichnet werden, handelt es sich um galvanische Elemente, die die aufgrund ihrer höheren Speicherdichte die alten Zink-Kohle-Batterien aus dem Markt verdrängt haben. Alkali-Mangan-Zellen zählen zu den so genannten Primärelementen, das heißt zu den nicht-wieder aufladbaren Batterien, obwohl sie grundsätzlich begrenzt wieder aufladbar sind. Zwar gebe es zur Wiederaufladung vorgesehene Versionen, so genannten RAM-Zellen (Rechargeable Alkaline Manganese), die dann zu den Sekundärelementen (Akkumulatoren) zu rechnen wären. Diese hätten allerdings keine weite Verbreitung gefunden. Mit dem LifeView "Not only Eco" Battery Charger könnte diese Erkenntnis überholt sein, denn dieses Gerät soll ganz normale AA- und AAA-Zellen bis zu zwanzig Mal wieder aufladen, wenngleich diese Zahl nur dann zu erreichen sein soll, wenn die Batterien nicht tiefentladen respektive überlagert wurden.

Die große Gefahr beim Wiederaufladen von Alkali-Batterien liegt nämlich in der Auslauf- respektive Explosionsgefahr: Als Alkalimetall kommt normalerweise Zink zum Einsatz, das die negative Elektrode bildet. Die positive Elektrode besteht aus Braunstein (Mangandioxid). Und als elektrisch leitfähiges Medium (Elektrolyt) zwischen den beiden Elektroden wird Kalilauge (eine Kaliumhydroxid-Lösung) eingesetzt. Beim Lagern entsteht durch eine Reaktion der Zink-Elektrode mit dem enthaltenen Wasser (Lösung) gasförmiger Wasserstoff. Diese als "Gasung" bezeichnete Reaktion läuft bei der Lagerung von nicht entladenen und teilweise entladenen Zellen ab. Bei hochreinem Zink verläuft die Reaktion zwar relativ langsam, aber bereits kleine Mengen von Verunreinigungen etwa durch Schwermetalle wie Eisen, Kupfer, Molybdän oder Nickel können die Gasung drastisch erhöhen. (Die Reinheit des Zink entscheidet also über niedrige oder hohe Selbstentladung und damit über die Qualität).

Damit beim Wiederaufladen nichts ausläuft, miss das Ladegerät dafür sorgen, dass die Batterie nicht zu stark geladen wird. Es muss einen konstanten Ladestrom liefern, den es in kurzen Abständen unterbricht um immer wieder stromlos die Zellenspannung zu messen. Sobald die Zellenspannung 1,73 Volt übersteigt, muss es den Ladestrom so lange abschalten, bis die Zellenspannung wieder unter 1,69 Volt fällt.

Diese Abschalt- und Schutzvorrichtung gegen Überhitzung sind im LifeView Battery Charger integriert und deren Funktion laut Importeur Silver Hawk mit allen in Europa nötigen Prüfsiegels belegt. Während mit herkömmlichen Ladegeräten für NiCD-Akkus Alkali-Batterien auf AUF KEINEN FALL geladen werden dürfen, lädt der LifeView Battery Charger sowohl Alkali-Batterien als auch Nickel-Metallhydirid- (NiMH) und Nickel-Cadmium- (NiCD)-Typen, und zwar bis zu vier Stück auf einmal. Selbst Einmal-Batterien auf Zink-Kohle-Basis sollen sich wiederaufladen lassen, wenngleich nur fünfmal. Ein Mikrochip steuert die vier unabhängigen Ladeschaltungen, steuert die vier LED-Anzeigen und schaltet nach vier Stunden den Ladestrom ab. Die Kapazität einer einzelnen Batterie darf bis zu 2700 mAh betragen.

So weit die Theorie ...

Leserkommentar

Roman , Fri, 25. Jul. 2014 - 12:22:
Schlechte Erfahrung!
Ich habe den "Not only eco" gekaut und hatte ihn ein halbes Jahr im Einsatz:
Fazit: Finger weg davon. Er lädt zwar tatsächlich Alkalie-Batterien auf, man bezahlt das aber mit einer extrem ansteigenden Anzahl ausgelaufener Batterien! Einige Batterien schlugen bereits im Lader leck, andere - und das ist viel ärgerlicher - liefen erst im Endgerät aus, welches man danach mühsam von der Säure reinigen muss.

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