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Test MSI MEGA ePower 1000HD

MSI wagt Gigabit-PLC

TCP/IP-Durchsatz

Für den reinen Datenaustausch über das Netzwerk kommt es auf hohen Durchsatz über TCP/IP-Verbindungen an. Über dieses Protokoll laufen sämtliche herkömmlichen Datenübertragungen aus dem Internet, im Intranet respektive im Heimnetz, aber ebenso NAS-Server oder Media-Player im lokalen Netzwerk. Die MEGA ePower 1000HD sind mit einer Gigabit-Ethernet-Schnittstelle bestückt, die brutto 1000 MBit/s pro Richtung über insgesamt vier verdrillte Ader-Paare (Twisted Pair) übermitteln kann. Auf Seiten der Stromleitung gibt es im Grund genommen aber nur zwei unverdrillte Adern meist unterschiedlicher Länge, die folglich mindestens 2000 MBit/s bewältigen müssten damit kein Datenstau entstehen kann, weil Hin- und Rückverkehr ? wie bei WLAN ? über das gleiche Medium laufen. Faktisch handelt es sich bei der Powerline-Kommunikation um eine Funktechnik, die Stromleitungen als Antennen verwendet.

Die MEGA ePower 1000HD erreichen im Mittel auf kurze Distanz Netto-Durchsatzwerte von deutlich über 200 MBit/s und liefern haben selbst an schwierigen Messorten noch mehr 30 MBit/s. (©Smartmedia PresSservice)

Auf einzelnen Messstrecken ? insbesondere "Wohnen" und "Office" schlagen sich die MEGA ePower 1000HD besser als die Belkin-Konkurrenz. Bei den "einfachen" Verbindungen "Direkt" und "Arbeit" hingegen übertragen sie etwa 20 Prozent langsamer.

Leserkommentar

Daniel Weismüller, Thu, 5. May. 2011 - 11:56:
Leider entspricht das von Ihnen getestete Produkt scheinbar nicht dem Produkt was aktuell dem Endverbraucher unter diesem Namen verkauft wird.

Das klingt nun etwas seltsam, aber der Hintergrund dieser Aussage ist einfach das ich in keiner Weise die von Ihnen berichteten Messwerte nachvollziehen kann.

Ich wollte die von mir verwendete Devolo AVeasy200 Adapter gegen die oben genannten Adapter austauschen.

Leider musste ich feststellen das die "MSI MEGA ePower 1000HD"-Adapter wesentlich langsamer sind als in Ihrem Bericht beschrieben.
Was aus meiner Sicht noch schlimmer ist das sie auch viel langsamer sind als die von mir bis dato verwendeten Devolo AVeasy200 Adapter.

Messwerte TCP Datendurchsatz
Devolo AVeasy200: bis zu 4,0 MByte/s
MSI MEGA ePower 1000HD: bis zu 2,0 MByte/s
Sehr geehrter Herr Weismüller,
vielen Dank für Ihre Information. Unser Messverfahren ist darauf ausgelegt, die meisten Einsatzgebiete für PLC-Adapter in deutschen Haushalten abzudecken, also verschiedene Entfernungen, den Anschluss an verschiedenen Stromphasen, etc.
Die Erfahrungen aus dem Labor zeigen, dass die Übertragungsleistung von PLC-Adaptern durch massiv beeinträchtigt werden kann durch
-- Energieverbrauchsmessgeräte
-- Steckdosenleisten mit Transientenfiltern
-- Energiesparlampen
-- elektronische Netzteile

Dass bei Ihnen die MSI MEGA ePower 1000HD schlechter performen als die devolo AVeasy 200 mag daran liegen, dass die MSI-Geräte ihre Daten auf einem höheren Frequenzband übertragen.

Um Ihre Anfrage an MSI weiter geben zu können, müssten wir die Seriennummern der beiden PLC-Adapter wissen.

Mit freundlichen Grüßen

Arno Kral
Chefredakteur
Kevin Appel, Mon, 30. Aug. 2010 - 10:17:
Wirklich ein sehr guter Test.
MSI hat im Forum geschrieben dass die beschriebenen Probleme mit einer Firmware behoben wurden: http://www.msi-forum.de/index.php?page=Thread&threadID=96484
Es wäre also sinnvoll wenn ihr die ePower1000 nochmals testen könnt :)
Red.: Die neue Firmware ist leider noch nicht bei uns eingetroffen. Wir werden in der nächsten Testrunde diesen Adapter bestimmt mit der neuesten Firmware ausrüsten.
Alex , Sun, 15. Aug. 2010 - 19:13:
Ich warte ja noch auf ein Gigabit-Adapter mit 'Durchreichesteckdose'. Was ist eigentlich aus dem Kokurrenzprodukt von Intellon / Atheros geworden, kommt das demnächst? Und wird es auch Geräte ohne "Homplug AV"-Modul geben? Ich brauch die Kompatibiltät nicht, würde den verringerten Stromverbrauch aber schätzen.
________________________________________________

MSI plant in der Tat GbE-PLC-Adapter mit Durchsteckdose. Die Durchsteckdose beansprucht Platz, und MSI wollte erst einmal beweisen, dass sich die GbE-Technik auch in kompakter Bauform unterbringen lässt. Ob es die Gigle-GbE-PLC-Technik auch ohne HPAV-Modul geben wird, ist unklar: Der Chipsatz bietet immer beide Techniken an, sparen ließe sich bestenfalls an der Glue-Logic. Es ist eher wahrscheinlich, dass umgekehrt reine HPAV-mediaXtream-Produkte auf den Markt kommen werden.
Den Stromverbrauch will Gigle mit neuer Firmware in den Griff bekommen. Jetzt schon scheint sich der Nicht-HPAV-Teil nach einer gewissen Zeitspanne der Inaktivität von alleine abzuschalten.
Erste neue PLC-Produkte auf Basis des Standards IEEE1901 werden vermutlich schon auf der IFA 2010 zu sehen sein. Atheros (Intellon) hatt drei "Preferred Customers", zwei davon dürften mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit devolo und Netgear sein, als dritter Kandidat kommt LEA in Frage.

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